Gelenkkapsel bezeichnet eine bindegewebsartige Umfassung eines Gelenks, die beide Gelenkenden umschließt und dieses abdichtet. Innerhalb der Gelenkkapsel befindet sich die sog. Gelenkshöhle, in der die Gelenkflüssigkeit enthalten ist. Die Gelenkkapsel besteht aus einer inneren und einer äußeren Schicht.
Aufbau der Gelenkkapsel
Die Gelenkkapsel besteht aus zwei Schichten. Die äußere Schicht, die sog. Stratum fibrosum, ist ein Bindegewebe, das aus festen Faserzügen. Am Gelenkrand geht sie in die Knochenhaut über. Sie ist für die mechanische Festigkeit des Gelenks verantwortlich und wirkt häufig aufgrund von funktionell ausgebildeten Bandstrukturen (Kapselbänder) stabilisierend auf das Gelenk. In diesem Teil der Gelenkkapsel sind zudem zahlreiche Rezeptoren angesiedelt, die dem Gehirn Information über die aktuelle Gelenkstellung liefern.
Die zweite Schicht, die sog. Stratum synoviale, stellt eine aus lockerem, weichem Bindegewebe bestehende Gelenkinnenhaut dar. In dieser Schicht wird die Gelenkflüssigkeit, die sog. Synovialflüssigkeit, produziert und bei Bedarf auch wieder absorbiert. Sie sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Bewegung im Gelenk.
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