Traumfigur dank Krafttraining

Traumfigur dank Krafttraining

Wir sprachen mit Frau Prof. Dr. Elke Zimmermann, Sportmedizinerin und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Bielefeld über die Auswirkungen eines Krafttrainings auf den Körper der Frau. Laut der Wissenschaftlerin ist Krafttraining der Schlüssel zu einer perfekten Frauenfigur. In unserem Interview erklärt Prof. Zimmermann die Zusammenhänge.

netzathleten: Frau Prof. Dr. Zimmermann, Sie sind Medizinerin und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Bielefeld. Was waren Ihre bisherigen Forschungsgebiete?
Prof. Dr. Zimmermann: In meiner bisherigen Forschung stand die Muskulatur in ihrem Zusammenspiel mit dem Zentral-Nervensystem, dem Körper und seinen Organsystemen im Zentrum des Interesses. Dieser Schwerpunkt gehört zu den Forschungsgebieten der Sportmedizin und der Trainingslehre. Meine Untersuchungen dienen dazu, im Bereich der Leistungsentwicklung, der Verbesserung der Belastbarkeit und der Stabilisierung der Gesundheit Handlungsoptionen vorzuschlagen. Im Kern geht es also in unserer Forschung um die Frage: Was kann die Muskulatur für den Körper und das Gehirn tun, was können Gehirn und Körper für die Muskulatur tun? Welche Information benötigen diese „Partner“, um ihre Zusammenarbeit zu verbessern?

netzathleten: Im Rahmen Ihrer Forschungsarbeiten haben Sie sich mit den Effekten des Krafttrainings auf den Frauenkörper beschäftigt. Wie kommt man als Medizinerin auf ein solches Thema?
Prof. Dr. Zimmermann: Als Medizinerin spreche ich ja mit Menschen, die von mir wissen wollen, was unsere Forschung zur Lösung ihres persönlichen Problems beitragen kann. Als Problem wird empfunden, was von der Norm abweicht. Mangelnde Leistungsentwicklung, Gewichtszunahme, Leistungsabnahme, das Gefühl, die Belastung von Alltags-und Freizeitaktivitäten nicht mehr zu vertragen.

Die Frage ist nun, was ist die Norm? Wird als Norm die Kraft des Mannes gesetzt? Oder die Kraft pro Kilogramm Muskelmasse? Oder die Kraft pro Quadratzentimeter Muskelgewebe? All diese Fragen konnten durch Messungen lange vor uns beantwortet werden und haben bestätigt, was die Alltagsbeobachtung zeigt: Frauen haben weniger Kraft als Männer.

Interessanterweise gilt das auch für die Relativkraft, also die Kraft/kg Muskelmasse. Also wäre das Problem kein Problem mehr, wenn die Untersuchungen nicht auch gezeigt hätten, dass die Leistungsdifferenz zwischen den männlichen und den weiblichen Probanden für die verschiedenen untersuchten Muskelgruppen erhebliche Unterschiede aufweist. Amüsant: mit 80% kommt der Kaumuskel der Frau der vom Mann entwickelten Kraft in diesem Muskel am nächsten. Wir interpretieren diesen Befund als Hinweis auf die Trainierbarkeit der Muskulatur.

netzathleten: Also denken Sie, dass im Ergebnis ein gezieltes und wohldosiertes Krafttraining die beste Methode für Frauen sei, um zu einer perfekten Figur zu gelangen. Wie soll das funktionieren?
Prof. Dr. Zimmermann: Unabhängig davon, was unsere Vorstellung von einer perfekten Figur für den Mann ist, und was die perfekte Figur für die Frau ausmacht, können wir 3 wichtige Komponenten charakterisieren. Dies sind: die Gestrecktheit des Körpers, die Ausprägung der Muskulatur und die Ausprägung des Unterhautfettgewebes.

Die Tatsache, dass wir aktiv auf 2 dieser Größen einwirken können, und die dritte Größe damit indirekt auch beeinflussen, bedeutet, dass wir unsere genetisch vermeintlich vorbestimmte Position deutlich verschieben können. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass für Männer wie für Frauen gilt: die Vorteile einer gesunden Lebensweise und eines körperlichen Trainings kommen zum Tragen, wenn eine gewisse Menge an Muskelmasse nicht unterschritten und eine gewisse Menge an Fettgewebe nicht überschritten wird. Dabei sind hinsichtlich der Trainingsart zwei Punkte zu bemerken:

1. Zielorientiert durchgeführt beansprucht das Ausdauertraining in hohem Maße die im Fettgewebe deponierten Fettsäuren zur Deckung des Energiebedarfs der arbeitenden Muskeln. Da der Körper die Wiederauffüllung dieser Depots nach dem Training nicht verlangt, hätten wir gute Karten in puncto Fettabbau. Die Schwierigkeit in der praktischen Umsetzung liegt in unserer mangelhaft ausgeprägten Fähigkeit, zu unterscheiden, was der Körper zur Regeneration und zur Adaptation an die Belastung benötigt und was er schlichtweg nur deponiert. In einer fatalen Mischung aus Hungergefühl, Pflichtbewusstsein und Lustgewinn ist es für die meisten Menschen ein langwieriger Lernprozess, bis die Theorie in der Praxis umsetzbar wird.
2. Krafttraining greift an zwei Stellen an: a) baut es die Muskulatur auf und b) mobilisiert es die Fettdepots im Bereich der arbeitenden Muskulatur. Der kraftvolle Einsatz der Muskulatur erfordert einen zuverlässigen Schutz, der im Wirkbereich der sich kontrahierenden Muskelfasern und sich aufwölbenden Muskelbäuche liegenden Gewebe. Um den Muskel nicht in seiner Arbeit zu behindern, muss neben dem Schutz gleichzeitig aber auch gewährleistet sein, dass diese Gewebe die Bewegung mitmachen können. Hierzu bildet das Bindegewebe ein raffiniert aufgebautes Netzwerk, das Nervenfasern, Blut- und Lymphgefäße und Fettzellen in einen hoch funktionalen Verbund zwischen Haut und Muskel einbindet. Fettgewebe verlängert den vom Bindegewebe zu bebauenden Verbindungsweg zwischen Muskel und Haut. Daher wird von der ersten Trainingseinheit an zur schnellen Sicherung der Bindung zwischen Muskel und Haut, das Fett in den fettspeichernden Zellen zur Verkürzung der Verbindungsstrecke mobilisiert. Der schöne Effekt erlaubt eine gute Figur zu modellieren.
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Es gibt 4 Kommentare

dqcwstvbzbc schrieb am 25.01.12 um 15:55
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Diandra schrieb am 21.01.12 um 06:39
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