Migräne abtrainieren – Dreimal Sport gegen Kopfschmerzen

Migräne abtrainieren – Dreimal Sport gegen Kopfschmerzen

Wer unter Migräneattacken leidet, sollte regelmäßig Sport treiben. Zwei unabhängige Studien haben ergeben, dass dreimal leichtes Training in der Woche die Häufigkeit der Attacken deutlich reduzieren kann.

Zu den positiven Auswirkungen von Sport gehört auch eine Reduzierung der Migräneattacken. Das ist das Ergebnis von zwei Studien von Medizinern und Psychologen um Dr. Stephanie Darabaneanu und Dr. Claudia H. Overath vom Universitätsklinikum Kiel. Den Medizinern zufolge reichen dafür bereits drei leichte Trainingseinheiten pro Woche, um die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken um 20 bis 45 Prozent zu reduzieren.

Dabei ist es schon genug, locker zu joggen oder sogar zu walken. Man muss nicht an seine körperlichen Grenzen gehen, um die Migräne zu lindern. Dreimal die Woche rund 30 Minuten leichte Bewegung reicht dafür bereits aus. Schon länger ist bekannt, dass Sport den Stresslevel senkt, indem unter anderem Stresshormone abgebaut werden. Die Forscher gehen davon aus, dass dieser Effekt auch die Häufigkeit der Migräneattacken reduziert, da Ausdauertraining ähnlich wie ein Entspannungstraining wirkt.

Wie Migräne entsteht

„Migräne ist eine Reizverarbeitungsstörung“, sagt Dr. Claudia H. Overath. „Patienten nehmen mehr Reize wahr als Gesunde und bei ihnen ist die Schwelle, ab der das Gehirn ein ‚Zuviel’ an Reizen bekommt, schneller erreicht. Dann kommt die Kopfschmerzattacke.“ Gerade hier setzt das Ausdauertraining ein, da man entsprechende Stressfaktoren reduziert. Wichtig ist dabei, es mit dem Sport nicht zu übertreiben, da das Training sonst selber zum Stressfaktor werden kann.

Häufigkeit der Migräne

Dass Ausdauersport eben einen ähnlichen Effekt wie Entspannungstraining hat, zeigten die beiden Kieler Studien. Bei der ersten Untersuchung wurden die Teilnehmer mit Migräne, die grundsätzlich keinen Sport trieben, in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe blieb träge, die zweite absolvierte zehn Wochen lang wöchentlich drei lockere Laufeinheiten mit entsprechenden Gehpausen, um die Teilnehmer nicht zu überfordern. In dieser Zeit führten die Teilnehmer ein Kopfschmerztagebuch. Bei der Auswertung stellten die Forscher fest, dass sich die Migräneattacken bei den Sportlern um rund 45 Prozent reduziert hatten.

Intensität des Trainings

In der Folgestudie wollten die Forscher noch herausfinden, ob die Intensität des Trainings ebenfalls einen Einfluss auf die Migräneattacken hat. In einer zehnwöchigen Studie ging eine Gruppe Migränepatienten dreimal pro Woche joggen, eine zweite Gruppe ging dreimal walken. Bei beiden Gruppen reduzierte sich die Zahl der Attacken um rund 20 Prozent. Es kommt also nicht darauf an, möglichst intensiv zu trainieren. Die Hauptsache ist, man tut etwas.

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Es gibt einen Kommentar

Petle schrieb am 06.11.12 um 21:36
Ja, diese Kopfschmerzen und Migräneanfälle. Meine Freundin leidet öfters darunter und bestätigt mir, dass es mit regelmässigem Sporttreiben um einiges besser geht. Da sie wenn möglich auf Medis verzichten will, hat sie ein tolles natürliches Produkt entdeckt und ist begeistert davon: das Akupressur Eisband Salvacold lindert die Schmerzen mit Hilfe von Kälte und Akupressur deutlich. Es wird wie ein normales Stirnband getragen. Der grosse Vorteil ist, dass die Hände dabei frei sind und man sich nicht zwingend hinlegen muss. Ideal ist das Band auch zum Einschlafen - die Kühlkompresse ist bestens in der Hülle verpackt und kann nicht wegrutschen. Für Menschen, die häufig unter Kopfschmerzen leiden, sicher eine wertvolle Unterstützung im Alltag. Und für mich wirkt das Band sehr entspannend nach einem intensiven Tag - auch ohne Kopfschmerzen!

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