Kraft ist wichtig

Ausdauersportler, insbesondere Läufer, sind dafür bekannt, dass sie bei ihrem Training gerne den Kräftigungsteil vernachlässigen. Viele glauben, dass sie allein durch das Ausüben ihrer Sportart schon genügend Kraft aufbauen. Beim Laufen ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Ausdauerläufer, die längere Laufpensen absolvieren, verlieren sogar Muskelkraft in den Beinen.(6) In New York untersuchten Fitnessexperten an 8 Männern und Frauen die Kraft der Hüftmuskeln vor und nach einem 2-Stunden-Lauf.(5) Die Abduktionskraft nahm bei den Männern um 17 % und bei den Frauen um 12 % ab und die Adduktionskraft um 18 % bzw. 17 %, während die Flexionskraft der Hüfte bei Männern wie Frauen um 19 % abnahm.

In einer beschreibenden Analyse untersuchten Forscher aus Minnesota die Hüftkraft bei Läufern, die an einer mit dem Laufsport zusammenhängenden Verletzung litten.(6) Sie stellten bei 30 Freizeitläufern eine deutliche Beziehung zwischen einer schwachen Hüftmuskulatur und einer Laufverletzung fest. Die Muskulatur des verletzten Beins war merklich schwächer als die des gesunden Beins. In einer Kontrollgruppe mit unverletzten Läufern trat bei der Hüftkraft kein Unterschied zwischen den beiden Seiten auf, wie dies bei der Versuchsgruppe der Fall war. Das ist zwar kein Nachweis für einen kausalen Zusammenhang, macht jedoch deutlich, welche wichtige Rolle die Hüftkraft im Rahmen der Verletzungsprävention spielt.

Mehr Hüftkraft kann folglich auch zu einer besseren Leistung führen. In einem gemeinsamen Projekt untersuchten Wissenschaftler aus Spanien und den USA an Ausdauerläufern die Wirkung eines sportspezifischen, periodisierten Krafttrainingsprogramms auf die Verkürzung der Schrittlänge.(7) Dazu wurden 18 Subelite-Läufer nach dem Zufallsprinzip in je 1 von 3 Trainingsgruppen eingeteilt. Während des 8-wöchigen Trainingsprogramms absolvierten die Probanden entweder ein periodisiertes oder ein nichtperiodisiertes Krafttrainingsprogramm bzw. gar kein zusätzliches Krafttraining.

Bei Trainingseinheiten, die im Wettkampftempo durchgeführt wurden, wurde die Laufstrecke bis zu 20-mal wiederholt und dabei die Schrittlänge im Verhältnis zur Geschwindigkeit (SLG) gemessen. Ein Vergleich der SLG-Werte des ersten und letzten Drittels der Wiederholungen zeigte, dass die Werte bei Sportlern, die ein laufspezifisches, periodisiertes Krafttrainingsprogramm absolviert hatten, zwischen den ersten und den letzten Läufen nicht abnahm. Demgegenüber nahm der SLG-Wert bei den Läufer der beiden anderen Studiengruppen deutlich ab. Die größte Abnahme verzeichnete die Gruppe, die kein Krafttraining gemacht hatte (s. Abbildung 3).(7)

Je länger Sie also die Muskelermüdung hinauszögern können, desto gleichbleibender ist Ihre Schrittlänge, und desto besser ist auch Ihre Leistung. Durch ein kraftspezifisches Training der entsprechenden Muskeln können Sie vermeiden, dass statt ihrer die akzessorischen Muskeln einspringen müssen. So erzielen Sie bessere Ergebnisse auf Ihrer Laufstrecke und vermeiden zudem Verletzungen.


Alicia Filley lebt in Houston, Texas, und ist Vizepräsidentin von Eubiotics: The Science of Healthy Living, das Personen berät, die ihre Gesundheit, Fitness oder sportliche Leistung durch Training und Ernährung verbessern wollen.


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Es gibt 13 Kommentare

Ludwig,Lydia schrieb am 15.05.12 um 18:23
Habe seit fast 3 Jahren das PFS und bin ständig auf Bandscheibenbeschwerden therapiert worden.MRT von LWS und Becken/Hüfte brachte keinen Befund,d.h.nur leichte Vorwölbung einzelner BS.Habe hier vom Piriformissyndrom gelesen und bin seit einigen Wochen damit in Physiotherapie.Zusätzlich absolviere ich die Dehnübungen-und JA-die tun höllisch weh-,aber mir hilft es.Habe auch nach längerer Abstinenz wieder mit leichtem Training begonnen,1 mal/Woche schwimmen,Indoorcycling und etwas Krafttraining.Es ist eindeutig besser und so konnte ich die mir vom Neurochirurgen vorgeschlagenen PRT-Spritzen erstmal abwenden.Man wird aber schon immer irgendwie als Hypo behandelt,habe ich manchmal den Eindruck.Nur ihr kennt wohl meine Schmerzen ;) Gute Besserung....
Ludwig,Lydia schrieb am 15.05.12 um 18:22
Habe seit fast 3 Jahren das PFS und bin ständig auf Bandscheibenbeschwerden therapiert worden.MRT von LWS und Becken/Hüfte brachte keinen Befund,d.h.nur leichte Vorwölbung einzelner BS.Habe hier vom Piriformissyndrom gelesen und bin seit einigen Wochen damit in Physiotherapie.Zusätzlich absolviere ich die Dehnübungen(und JA-die tun höllisch weh),aber mir hilft es.Habe auch nach längerer Abstinenz wieder mit leichtem Training begonnen,1 mal/Woche schwimmen,Indoorcycling und etwas Krafttraining.Es ist eindeutig besser und so konnte ich die mir vom Neurochirurgen vorgeschlagenen PRT-Spritzen erstmal abwenden.Man wird aber schon immer irgendwie als Hypo behandelt,habe ich manchmal den Eindruck.Nur ihr kennt wohl meine Schmerzen ;) Gute Besserung....
Lyly schrieb am 15.05.12 um 18:21
Habe seit fast 3 Jahren das PFS und bin ständig auf Bandscheibenbeschwerden therapiert worden.MRT von LWS und Becken/Hüfte brachte keinen Befund,d.h.nur leichte Vorwölbung einzelner BS.Habe hier vom Piriformissyndrom gelesen und bin seit einigen Wochen damit in Physiotherapie.Zusätzlich absolviere ich die Dehnübungen(und JA-die tun höllisch weh),aber mir hilft es.Habe auch nach längerer Abstinenz wieder mit leichtem Training begonnen,1 mal/Woche schwimmen,Indoorcycling und etwas Krafttraining.Es ist eindeutig besser und so konnte ich die mir vom Neurochirurgen vorgeschlagenen PRT-Spritzen erstmal abwenden.Man wird aber schon immer irgendwie als Hypo behandelt,habe ich manchmal den Eindruck.Nur ihr kennt wohl meine Schmerzen ;) Gute Besserung....
Lyly schrieb am 15.05.12 um 18:19
Habe seit fast 3 Jahren das PFS und bin ständig auf Bandscheibenbeschwerden therapiert worden.MRT von LWS und Becken/Hüfte brachte keinen Befund,d.h.nur leichte Vorwölbung einzelner BS.Habe hier vom Piriformissyndrom gelesen und bin seit einigen Wochen damit in Physiotherapie.Zusätzlich absolviere ich die Dehnübungen(und JA-die tun höllisch weh),aber mir hilft es.Habe auch nach längerer Abstinenz wieder mit leichtem Training begonnen,1 mal/Woche schwimmen,Indoorcycling und etwas Krafttraining.Es ist eindeutig besser und so konnte ich die mir vom Neurochirurgen vorgeschlagenen PRT-Spritzen erstmal abwenden.Man wird aber schon immer irgendwie als Hypo behandelt,habe ich manchmal den Eindruck.Nur ihr kennt wohl meine Schmerzen ;) Gute Besserung....
Lyly schrieb am 15.05.12 um 18:19
Habe seit fast 3 Jahren das PFS und bin ständig auf Bandscheibenbeschwerden therapiert worden.MRT von LWS und Becken/Hüfte brachte keinen Befund,d.h.nur leichte Vorwölbung einzelner BS.Habe hier vom Piriformissyndrom gelesen und bin seit einigen Wochen damit in Physiotherapie.Zusätzlich absolviere ich die Dehnübungen(und JA-die tun höllisch weh),aber mir hilft es.Habe auch nach längerer Abstinenz wieder mit leichtem Training begonnen,1 mal/Woche schwimmen,Indoorcycling und etwas Krafttraining.Es ist eindeutig besser und so konnte ich die mir vom Neurochirurgen vorgeschlagenen PRT-Spritzen erstmal abwenden.Man wird aber schon immer irgendwie als Hypo behandelt,habe ich manchmal den Eindruck.Nur ihr kennt wohl meine Schmerzen ;) Gute Besserung....
richard schrieb am 16.04.12 um 20:21
ich habe das Pfs. jetzt schon 6 Jahre !!! Neimand konnte mir bisher helfen, u.a. Prof. Grönemeyer/Bochum; knochenbrecher, Osteheopathen, Neurologen, Physiotherapeuten, etc., etc. Habe alle Behandlungen hinter mir, Triggerpunktbeh., Gymnastik, Muskelrezeptorenbeh.-> Mein Hauptproblem ist, dass ich immer Verhärtungen der Lendenmuskulatur, mittig des Rückenteils habe aus´f der die piriformisbeschwerden sind. TIPS neheme ich geren noch entgegen ... .
manfred schrieb am 08.04.12 um 15:43
habe seit ca. 4 monaten dieselben symptome. Habe bei ärzten u. physios bisher noch keine nachvollziehbare diagnose erhalten. CT und MRT zeigen keinen Unauffäülligkeiten. Habe im internet von piriformis-syndrom erfahren. Die die hier beschriebenen Schmerzen treffen genau auch auf mich zu. Stechende Schmerzen beim Aotohafhren im linken Gesäß/Oberschenkel - runter bis in die Wade. Stiegensteigen nur unter Schmerzen möglich. Habe begonnen die Dehnübungen zu machen - das tut ja höllisch weh. - ist das normal? Habe eine Frage an meine Leidensgenossen: ich habe zu Hause eine "Rüttelplatte" (power-plate) ist das hilfreich oder contraproduktiv?
barbara schrieb am 17.03.12 um 09:51
nach einem jahr voller teilweise stärkster schmerzen habe ich endlich eine für mich nachvollziehbare diagnose piriformis-s. erhalten. endlich habe ich wieder hoffnung auf heilung - nun muss ich nuir noch den arzt finden, der mir diese heilung ermöglicht. bin für jeden ratschlag sehr dankbar. barbara
Andrea K. schrieb am 19.02.12 um 22:50
Andrea K.
Nach schwerem Sturz und einem Bergab-Halbmarathon hat sich unmittelbar ein Piriformis-Syndrom eingestellt, an dem ich nun seit über einem halben Jahr herumlaboriere. Der Beitrag hier hat mir zum Verständnis sehr geholfen, weil selbst Sportärzte das Piriformis-Syndrom kaum kennen (!?)Was wirklich hilft zur Kräftigung der Hüftmuskulatur ist konsequentes Training mit Redcord, z. B. in Kombintion mit Physiotherapie. Andrea
Praxis für Osteopathie schrieb am 30.08.11 um 14:59
das einzige was beim Piriformissyndrom wirklich hilft ist die hochenegetische Stosswelle (radiale Stosswelle hilft weniger). Wir haben in unserer Praxis sehr hohen Therapieerfolg mit dieser Technik! 02832930110
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