Dr. med. Markus Klingenberg
Dr. med. Markus Klingenberg

Dr. med. Markus Klingenberg

Fitness / Arzt, Sportmediziner, Notarzt

Dr. med. Markus Klingenberg arbeitet als Arzt mit den Schwerpunkten Sport- und Ernährungsmedizin und Personal Trainer in Bonn und im Sporthopaedicum in Regensburg/Straubing. Mehrmals pro Jahr arbeitet er zudem als Tauchmediziner im indischen Ozean. Seine Schwerpunkte umfassen ein Personal Training, Ernährungs-Coaching, und die Leistungsdiagnostik. Als ehemaliger Leistungssportler kombiniert Dr. med. Markus Klingenberg sein Wissen als Sportmediziner und Personal Trainer, um für seine Kunden nachhaltig erfolgreiche individuelle Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Sport bei Kälte

Sport bei Kälte

Sonderlich angenehm ist es nicht, bei Minusgraden Sport zu treiben. Wenn man tief einatmet, beginnt die Lunge schnell zu brennen. Man kann sich also die Frage stellen, wie gesund es für die Lunge ist, bei Minustemperaturen zu trainieren.

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„Im Grund genommen spricht nichts dagegen, auch bei Minusgraden Sport zu treiben“, sagt Sportmediziner Dr. Markus Klingenberg. „Da die Lunge aber bei großer Kälte zusätzlich gefordert wird, ist es besser, gut vorbereitet zum Training zu gehen und im Gegensatz zu Einheiten im Sommer einige Dinge zu beachten und umzustellen.“

Das Problem ist die trockene, kalte Luft. Diese kühlt die Schleimhäute und Atemwege aus, was zu dem typischen Brennen in der Lunge und zu Reizhusten führen kann. Der Reizhusten hat zwar nichts mit dem Erkältungshusten zu tun, ist aber dennoch unangenehm und kann auf die Dauer schmerzhaft sein. „Sofern man keine Probleme mit der Atmung hat, sind Temperaturen bis minus 10 Grad Celsius ungefährlich“, bestätigt Dr. Klingenberg. „Wer allerdings leicht reizbare Atemwege oder Vorerkrankungen hat, wie beispielsweise Asthma, sollte bei großer Kälte nicht an der frischen Luft trainieren.“

„Kalte Luft gilt als möglicher Auslöser für eine belastungsinduzierte Bronchokonstriktion, die wiederum zu einem vermehrten Auftreten von ‘exercise-induced‘ Asthma, also Belastungsasthma, führen kann“, erklärt Dr. Klingenberg weiter. „Bei anfälligen Athleten hat dieser Kälteeffekt oft eine leistungsrelevante Bedeutung.“

Ab wann ist es zu kalt?

Spätestens ab minus 15 Grad sollte man sein Training dann nach drinnen verlegen. Denn der Körper ist ab diesen Temperaturen nicht mehr in der Lage, die Atemluft ausreichend zu erwärmen. Die kalte Atemluft reizt die Schleimhäute und erschwert zudem die Sauerstoffaufnahme.



„Grundsätzlich sollte man sein Training bei extrem kalten Temperaturen nicht übertreiben“, sagt Dr. Klingenberg. „Denn je tiefer die Atmung, desto mehr werden die Atemwege gereizt.“ Daher ist es besser, im Winter an seiner Grundlagenausdauer zu arbeiten und keine extremen Belastungen anzupeilen. „Ruhige Ausdauersportarten mit gleicher Belastung wie Laufen, Langlauf oder Nordic Walking sind im Winter ideal. Denn die Atmung ist ruhig und relativ gleichmäßig. Dadurch werden auch die Atemorgane weniger belastet.“ Weniger gut geeignet ist Radfahren. Denn der Fahrtwind erschwert die Atmung und kühlt den Körper zusätzlich aus.

Gerade im Winter kann es sich lohnen, die Atemtechnik etwas umzustellen und vornehmlich durch die Nase zu atmen. Das sagt auch Sportmediziner Dr. Klingenberg: „Wenn man stark durch den Mund atmet, gelangt die kalte Luft ungefiltert in die Atemwege. Dadurch trocknet sie die Schleimhäute schneller aus, als wenn man durch die Nase atmen würde. In der Nase kann die Luft von Schmutz und Bakterien gefiltert, angewärmt und angefeuchtet werden. So reizt sie weniger, und zudem kann der Sauerstoff besser aufgenommen werden.“ Um weitere Probleme zu verhindern, kann man sich zusätzlich ein Multifunktionstuch oder einen Gesichtsschutz vor Mund und Nase binden.

Christian Riedel


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Es gibt einen Kommentar

DJ schrieb am 03.02.12 um 22:05
Ich lebe in Norwegen und trainiere im Winter regelmässig bei Kälte, auch bei Minus 20 Grad. Für Asthmatiker und andere Lungenkranke gibt es Wärmemasken, die die Wärme der Ausatemluft in einem Stahlgitterchen kurz speichert, und an die Einatemluft abgibt. Das Gitter gibt es in 3 verschiedenen Varianten, mit Plastikrand oder aus Styroporähnlichem Schaumstoff, daher angenehm zu tragen. Die Maske wird entweder mit einem Gummiband oder einem gestrickten Halstuch über Mund und Nase befestigt, und schon kann es losgehen! Die Produzenten behaupten, dass die Einatemluft um die 20 Grad hat, was ich nach vielen Touren bestätigen kann. Einzig unangenehm ist bei starker Anstrengung Feuchtigkeit unter der Maske, und dass durch kleine Lücken feuchte Luft an die Augen kommt, die dann gerne mal Eisansatz an allen Gesichtshaaren verursacht- kann man aber gut mit leben. Hier ein Bild, wenn auch mit falscher Sprache: http://www.naaf.no/ar/astma/Jonas-varmemaske/

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