Nachdem Marcel Reif die hervorragende Jugendarbeit des FC Barcelona am 08.04.09 im Spiel gegen Bayern München lobte, möchte ich hier einen kleinen Denkanstoß geben, was Jugendarbeit im internationalen Fußball bedeuten kann. Damit meine ich nicht den FC Barcelona, oder sagen wir mal so: nicht nur.
Es gibt ein ernstes Problem, mit dem sich die UEFA und die FIFA intensiv beschäftigen. In den Medien hört man davon nichts oder wenig, dass Internet ist voll mit Fallbeispielen. Warum das so ist, kann nur vermutet werden.
Die Kehrseite der Medaille
Es geht um talentierte Kinder und Jugendliche im Fußball und "die Chance der Armut zu entkommen", andere nennen es "Kinderhandel". Ich schreibe hier zwar auch über die, die es geschafft haben, aber wo sind die vielen anderen Kinder geblieben? Es gibt eine Vielzahl von Einzelschicksalen, die im Netz veröffentlicht wurden. Ich verzichte bewusst auf eine ausführliche Darstellung, um diesen Text übersichtlicher zu halten.
Damit ich nicht verdächtigt werde, mir dies alles ausgedacht zu haben, möchte ich vorab Stimmen wiedergeben, die dem Fußball bestimmt nicht schaden wollen.
FIFA-Präsident Sepp Blatter:
"Fußball ist ein Monster geworden."
Blatter ging noch weiter und sprach von Sklaverei auf hohem Niveau und Kinderhandel bei den Spielerverträgen.
Platini (UEFA-Präsident) sprach im Februar 2009 vor dem Europäischen Parlament:
"Ein Kind zu bezahlen, damit es gegen einen Ball tritt, unterscheidet sich kaum davon, ein Kind zu bezahlen, am Fließband zu arbeiten. In beiden Fällen handelt es sich um die Ausbeutung von Minderjährigen. Und wenn man ein Kind oder seine Eltern dafür bezahlt, dass es einen Ozean überquert, es kulturell entwurzelt, es seiner wichtigen Bezugspersonen beraubt, dann nenne ich das Kinderhandel. Wir haben es hier mit einer Art von sportlicher Zuhälterei zu tun!"



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