Matthias Bühler
Leichtathletik / Deutscher Meister 110 Meter Hürden 2009, WM-Teilnehmer 2009
Matthias Bühler, geboren am 2. September 1986, stammt aus Haslach im Kinzigtal und startet für die LG Offenburg. 2008 konnte er seine Ausbildung zum IT-System-Kaufmann erfolgreich abschließen. 2009 vertrat er Deutschland bei der Mannschafts-Europameisterschaft im Juni in Leiria und gewann im Juli in persönlicher Bestzeit seinen ersten Deutschen Meistertitel über 110 Meter Hürden.
Hürdensprint-Workout mit Matthias Bühler
„Wer im Hürdensprint vorne sein will, braucht eine gute Körperbeherrschung, einen schnellen Antritt und Tempohärte. Im Kraftraum muss man die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison legen“, sagt Matthias Bühler. Hier stellt der Deutsche 110-m-Hürden-Meister seine Topübungen vor.
Explosiv- sowie Maximalkraft und eine saubere Technik sind die entscheidenden Größen beim Hürdensprint. „Bereits beim Start kann man wertvolle Zeit verlieren, aber auch zwischen den Hürden muss das Tempo hoch bleiben“, sagt Matthias Bühler. „Deshalb liegt mein Trainingsschwerpunkt in der Vorbereitung auf der Explosiv- und Maximalkraft.“
Die Maximalkraft stellt die Basis für das weitere Training dar. Darauf aufbauend kannst Du Deine Schnellkraft oder Deine Kraftausdauer verbessern. Durch Training mit hohen Widerständen lässt sich die Maximalkraft steigern. Untrainierte können übrigens nur 70 Prozent ihrer maximalen Kraftreserven willentlich abrufen. Durch ein progressives Krafttraining lässt sich das auf bis zu 95 Prozent steigern.
Dafür verantwortlich sind intramuskuläre Prozesse. Hohe Gewichte im Training sorgen dafür, dass mehr Muskelfasern (Rekrutierung) gleichzeitig angesprochen werden. Das Kraftpotenzial steigt, ohne dass der Muskelquerschnitt stark ansteigt.
Große Kraft in kurzer Zeit
Dagegen ist die Schnellkraft dafür verantwortlich, eine möglichst große Kraft in kurzer Zeit zu erzeugen - beispielsweise beim Start. Trainiert wird die Schnellkraft durch explosive, nicht maximale Krafteinsätze. Im Training ist trotz Widerstand eine möglichst hohe Bewegungsgeschwindigkeit notwenig. Dadurch verbessert sich auch die Geschwindigkeit (Frequenzierung), mit der die Nervenzellen deine Muskelfasern aktivieren können.
Im Fokus des Krafttrainings eines (Hürden-)Sprinters stehen natürlich die Beine. Kniebeugen in allen Variationen gehören hier genauso zum Standard-Programm wie Sprungübungen. Aber auch die Rumpfstabilität ist wichtig, damit die Beine beim Laufen die volle Kraft entfalten können.
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