Der Jojo-Effekt - machen Diäten dick?
Crash-Diäten versprechen schnelle Erfolge in kürzester Zeit. 7 Kilogramm abnehmen in zwei Wochen sind laut diverser Anbieter kein Problem. Beendet man die Diät, sind die Kilos leider oft schneller wieder drauf, als einem lieb ist. Dieses Phänomen wird auch Jojo-Effekt genannt.
Meistens kommen nach der Diät mehr Kilos dazu, als man vor der Diät hatte. Sehr zum Leidwesen der Betroffenen. Besonders gut kann man den Jojo-Effekt bei Diäten beobachten, die auf eine extreme Reduzierung der Kalorienzahl setzen. Dass der Effekt eintritt, ist kaum zu verhindern.
Kalorien sind nämlich nicht nur eine Maßzahl, wie sehr bestimmte Nahrungsmittel dick machen, sondern sind für den Körper unverzichtbare Energielieferanten. Bei radikalen Diäten hat der Körper ein Problem: Woher bekommt er die notwendige Energie, um die wichtigsten Körperfunktionen am Laufen zu halten. Denn ohne Energie läuft nichts.
Ohne Kalorien fährt der Körper auf Sparflamme
Hat der Körper zu wenig Energie, fährt er sozusagen nur noch auf Sparflamme. Er passt sich der wenigen Energie an, die er zur Verfügung hat. Da der Körper Angst vor zukünftigen Energie-Engpässen hat, strebt er danach, Energiedepots anzulegen, sobald er wieder ausreichend versorgt wird. Er legt also Fettreserven an, anstatt sie weiter abzubauen.
Doch das ist nicht das einzige Problem. Man muss sich die Muskulatur als Motor des Körpers vorstellen. Ähnlich wie ein Automotor muss auch der Motor des Körpers „vollgetankt“ werden. Hat man zu wenig Benzin zur Verfügung, kauft man sich besser ein kleineres Auto, das weniger Sprit verbraucht. Etwas anderes macht der Körper auch nicht. Wenn er über einen längeren Zeitraum zu wenig Energie hat, verkleinert er den Motor, er baut Muskelmasse ab.
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