Eifersucht: Eine Frage des Geschlechts?

Eifersucht: Eine Frage des Geschlechts?

Lange Zeit war sich die Wissenschaft einig, dass Männer und Frauen auf unterschiedliche Weise eifersüchtig sind. Eine aktuelle Studie aus den USA glaubt nun jedoch belegen zu können, dass sich Mann und Frau vielleicht doch ähnlicher sind als man glaubt.

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Über Jahrzehnte waren sich führende Sexualforscher und Psychologen darin einig, dass ein Mann in erster Linie dann eifersüchtig wird, wenn seine Frau ihm bildlich gesprochen „Hörner aufsetzt“, ihn also körperlich zu betrügen droht. Frauen dagegen sollen besonders empfindlich auf das so genannte „emotionale Fremdgehen“ reagieren: Demnach wiegt es für sie schwerer, wenn ihr Mann für eine andere Frau mehr empfindet als für sie selbst.

Evolution der Eifersucht


Die Wissenschaft führte den Ursprung dieser Denk- und Verhaltensmuster bis in die Steinzeit zurück: Für einen Mann war sexuelle Treue von höchster Priorität. Wie konnte er sonst sicher gehen, dass die Kinder die er ernährt auch von ihm sind? Frauen ging es im Gegensatz dazu eher um die emotionale Treue: Wer sollte sie ernähren, wenn ihr Mann sich einer anderen anschließt? Ob er daneben rein sexuelle Eskapaden hat, spielt in diesem Denkschema eher eine untergeordnete Rolle.

Neue Studie: Eifersucht bei Mann und Frau kulturell anerzogen


Zwei Forscher der Pennsylvania State University (USA) behaupten nun, dass sich Männer und Frauen in ihrem Eifersuchtsverhalten mittlerweile kaum noch unterscheiden. Anhand der Ergebnisse einer Umfrage und zahlreicher Tests mit 411 Männern und Frauen kamen die Wissenschaftler nämlich zu dem Schluss, dass auch für die meisten Männer emotionales Fremdgehen mittlerweile schlimmer ist als ein Seitensprung.



Hierbei ließen sich jedoch Unterschiede feststellen: Wer sich selbst als besonders eigenständig definiert, ist eher getroffen, wenn die Partnerin ihn körperlich betrügt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Menschen in einer starken Partnerschaft mehr und mehr „weiblich“ denken. Das bringt die Forscher zu dem Schluss, dass das menschliche Eifersuchtsverhalten erlernbar ist und auch stark davon abhängt, ob man sich selber als „Rudeltier“ oder Einzelkämpfer definiert.


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Es gibt einen Kommentar

Nader D. schrieb am 30.03.10 um 11:20
Nader D.
Eiversucht ist ein Zeichen von Schwäche und Egoprobleme. Wenn die Partnerin einen, nur einen will, und dieser bin ich ,dann wird sie auch wenn sie mit einem anderen flirtet nichts von ihm wollen. Umgekerht,wenn sie mich nicht so sehr will, dann kann ich mich auch auf den Kopf stellen, sie wird eher eine Flirt nachgeben und daran kann ich nicht viel ändern. Daher ist Eiversucht sinnlos und birgt ehr die Gefahr, dass man was tut ,was man später bereut. Aber ich gebe dem Artikel recht, es ist erlernbar und noch dazu kutlurell abhängig, ob jemand eiversüchtig ist oder nicht. Ich habe jedenfalls gelernt, es ist besser keine Eiversucht zu haben oder es so weit wie möglich zu kontrollieren und sublimieren.
Eine Ausnahme gibt es aber: etwas Eiversucht in kleinen Dosen ist gut ,da der Partner spürt und sieht ,er oder sie ist wirklich betroffen. Manche provozieren das auch und lachen danach entspannt ah und wiegeln ab Meistens machen das Frauen aber Männer auch....

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