Autogenes Training - Doping für die Seele?
Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, mit der sich unter anderem Stress und psychosomatische Symptome therapieren lassen. Außerdem wird das Körperempfinden verbessert und die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Sind das nicht alles Dinge, von denen auch Sportler profitieren können?
Das Autogene Training (AT) ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik, die in den 1920er Jahren aus der Hypnose heraus entwickelt wurde. „Der Unterschied beim Autogenen Training zur Hypnosetherapie ist, selbst aktiv Einfluss nehmen zu können. Sich selbst mental auf etwas Erwünschtes zu programmieren heißt, sein eigenes Verhalten systematisch und zielsicher zu steuern“, sagt die Kölner Diplom-Gesundheits- und Entspannungspädagogin Petra Thomas. Einmal richtig erlernt, soll es jeder als selbsttherapeutische Maßnahme, etwa zum Stressabbau, anwenden können.
Grundlagen des Autogenen Trainings
Beim AT geht man davon aus, dass der Mensch durch Konzentration sein vegetatives Nervensystem, seine Muskeln und seinen Kreislaufs positiv beeinflussen kann. Die Übungen werden sitzend oder liegend durchgeführt und bestehen aus formelhaften Vorstellungen, die der Trainer vorgibt und die man sich anschließend selbst im Geiste vorsagt.
Die Dauer einer Übung kann je nach Trainingsfortschritt mehrere Minuten dauern. Eine komplette Trainingseinheit dauert ca. 60 Minuten. Außerhalb der Sitzungen sollte man dreimal täglich zur Vertiefung trainieren. Jede Übung sollte idealerweise dreimal am Tag 3-5 Minuten lang wiederholt werden. Einzige und zugleich unabdingbare Voraussetzung für das Autogene Training ist die Fähigkeit, sich entspannen zu können. Denn ein Erzwingen von Entspannung ist nicht möglich.