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Taekwondo

Taekwondo-Sport
Beschreibung

Taekwondo (auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do) ist ein koreanischer Kampfsport und steht für Fuß (Tae), Faust (Kwon) und Weg (Do, hier ist der Weg des Geistes gemeint).

Obwohl Taekwondo für den laienhaften Betrachter große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich in einigen wesentlichen Punkten von diesen. So ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten.

Taekwondo als moderner Sport unterteilt sich heute in die einzelnen Disziplinen:
    1. Formenlauf (Teul, Hyeong, Poomsae (Taegeuk/Palgue)): festgelegte Techniken werden in                     vorgegebener Reihenfolge durchgeführt.
    2. Selbstverteidigung (Hosinsul): Selbstverteidigung gegen einen/mehrere unbewaffnete oder                       bewaffnete Gegner.
    3. Einschrittkampf (Hanbon Kirugi, Ilbo-Matsoki, Ilbo-Taeryeon): Ein Schaukampf mit festgelegte                  Technikenreihenfolge gegen einen Gegner. Neben dem Einschrittkampf gibt es auch noch den Zwei-         und Dreischrittkampf (Ibo- bzw. Sambo-Matsoki, Ibo- bzw. Sambo-Taeryeon), die eher                             untergeordnete Bedeutung haben.
    4. Bruchtest (Gyeokpa): Zerstören von Holzbrettern, Ziegeln oder sonstigen Materialien mittels                 Taekwondo-Techniken.
    5. Freikampf (Daeryeon, Matsoki oder Gyeorugi): abgesprochener oder freier Kampf in verschiedenen           Kombinationen.
    6. Wettkampf (Chayu Matsoki): Leicht-, Semi- oder Vollkontaktkampf gegen einen Gegner.
    7. Grundschule (Gibon Yeonseup), Gymnastik (Dosoo Dallyon) und Theorie (Ilon) sollten aber auch             ständige Trainingsbestandteile sein.

Durch kontinuierliches Training und bewusste Ausübung dieser Disziplinen sollen die Taekwondoins, so werden alle Taekwondo-Betreibenden genannt, ihren Geist schulen. General Choi Hong-hi, der Begründer des ursprünglichen Taekwondos, hat dies in fünf zu erreichenden Zielen zusammengefasst, die als „Grundsätze des Taekwondo“ gelten:
    1. Ye-Ui, die Höflichkeit
    2. Yom-Chi, die Integrität
    3. In-Nae, das Durchhaltevermögen
    4. Guk-Gi, die Selbstdisziplin
    5. Beakjul-bool-gul, die Unbezwingbarkeit

Beim Taekwondo können verschiedene Gürtel nacheinander erreicht werden. Gürtelprüfungen finden meist nach festgelegten Schemata (Prüfungsordnung) statt und werden von Meistergraden abgenommen. Sie beinhalten Theoriewissen, Formenlauf und Demonstration von Techniken (abgesprochener Kampf, Freikampf, Bruchtests).
Der Farbe der Gürtel liegt eine bestimmte Symbolik zugrunde.

-  Der weiße Gürtel wird von Anfängern getragen, die noch unwissend sind und dem Taekwondo offen und      wissbegierig gegenüberstehen.
-  Der gelbe Gürtel steht für fruchtbaren Erdboden, auf dem Wissen und Können gedeihen sollen.
-  Der grüne Gürtel symbolisiert die ersten Sprösslinge und Früchte, Zeichen dafür, dass sich die              Trainingsanstrengungen gelohnt haben und etwas im Schüler heranreift.
-  Der blaue Gürtel steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze. Der Schüler muss nun           zeigen, dass er in der Lage ist, Höheres anzustreben und auch zu erreichen.
-  Der rote Gürtel repräsentiert eine Signalfarbe, eine Warnfarbe. Der Schüler steht kurz davor, Meister zu     werden, und wird angehalten, sich noch intensiver und ausdauernder mit dem Taekwondo zu                    beschäftigen. Einige Schulen verwenden den braunen Gürtel an Stelle des roten Gürtels. Braun                 symbolisiert die Borke des Baumstammes, was bedeutet, dass die Techniken sich bereits gefestigt             haben und der Schüler kurz davor steht, Meister zu werden.
-  Schwarz und auch der „Schwarze Gürtel“ ist die Farbe der Meister und nur diesen vorbehalten. Schwarz     vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste aller Farben. Schwarz soll auch die             Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meister symbolisieren. Daher dürfen auch nur Dan-Träger     Toboks mit einem schwarzen Revers tragen, so wie generell alle Verzierungen am Trainingsanzug in         Schwarz nur den Meistern zustehen.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Taekwondo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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