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Schafkopf

Schafkopf-Sport
Beschreibung

Der Schafkopf ist in seiner heutigen Gestalt als Bayerisch(er) Schafkopf eines der beliebtesten und verbreitetsten Kartenspiele Bayerns. Er gilt als Kulturgut und Teil der (bayerischen) Lebensart.Schafkopf wird in Bayern mit dem Bayerischen Blatt, einer Variante des Deutschen Blatts gespielt. In Franken auch mit dem verwandten fraenkischen Blatt.

Auserhalb Bayerns sind auch deutsche oder angloamerikanische Varianten des Franzoesischen Blatts in Gebrauch.Es wird mit vier spielern und 32 Karten (lange Karte/langes Blatt, also acht Karten je Spieler) gespielt.

In Oberfranken, der Oberpfalz sowie Teilen Mittelfrankens und Niederbayerns wird hingegen die kurze Karte (kurzes Blatt) mit 24 Karten (ohne Achter und Siebener) - entsprechend sechs Karten je Spieler - bevorzugt.

Richtschnur fuer die Einzelheiten des Spielverlaufs, des Verhaltens der Spieler und bei Unklarheiten der Regelauslegung ist das Regelwerk des Bayrischen Schafkopf-Vereins oder die Ueberarbeitete Version der Schafkopfschule.


Etymologie


Zum Ursprung des Wortes Schafkopf gibt es eine Reihe mehr oder weniger fundierter Theorien. Die vorhandenen Quellen lassen allerdings nicht auf eine originaer bayerische Herkunft des Spiels und des Namens schliessen.Moeglicherweise leitet sich der Begriff Schafkopf von der Bezeichnung Schaff ab, weil frueher auf den Deckeln (= Koepfen) von Faessern Karten gespielt wurde.

Korrekterweise muesste das Spiel also Schaffkopf geschrieben werden. Da dies durch keinerlei historische Quellen belegt werden kann, handelt es sich nach Ansicht des ehemaligen Leiters der bayerischen Staatsbibliothek, Hellmut Rosenfeld, um pure Spekulation.Eine weitere Theorie besagt, dass man frueher die Spiele mit Kreidestrichen notierte, welche sich zu einem Schafskopf zusammenfuegten.

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist es, durch Stechen eine gewisse Punktzahl zu erreichen. Normalerweise gilt ein Spiel fuer die Spielerpartei mit 61 Punkten (Augen) als gewonnen, mit 91 Augen als mit Schneider gewonnen; werden alle acht Stiche gemacht, gilt dies als schwarz gewonnen. Mit 31 Augen ist die Spielerpartei Schneider frei.

Fuer die Nichtspielerpartei hingegen ist entsprechend das Spiel mit 60 Augen gewonnen und mit 90 Augen mit Schneider gewonnen sowie mit 30 Augen Schneider frei.

 

Einflüsse anderer Spiele

Schafkopf vereint Elemente der 3 wichtigsten Kartenspielfamilien des deutschsprachigen Raums - der Tarock-, der Bézique- sowie der eigentlichen Schafkopf/Skat-Familie. Konkret können folgende Einflüsse postuliert werden:

 

  • Die Anordnung der Trümpfe aus dem Karnöffelspiel (diese These ist allerdings nicht unumstritten; die im Schweizer Kanton Luzern noch praktizierte Form des Karnöffelspiels ähnelt eher dem Watten)
  • Die Unterscheidung zwischen ständigen und variablen Trümpfen aus dem L'Hombre
  • Die Partnerfindung durch Rufen aus dem Tarock (z. B. Königrufen)
  • Die Spielfindung durch Ansage ebenfalls aus dem Tarock oder aus dem Deutsch-Solo (vgl. auch Solo Whist)
  • Die Bewertung der Karten aus dem Schnapsen beziehungsweise Sechsundsechzig
  • Die konkrete Spielführung aus unmittelbaren Vorläufervarianten wie dem Deutschen und Wendischen Schafkopf

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