Armwrestling (deutsch: Armringen) ist die im Welt-Armwrestling-Verband WAF und den zugehörigen Kontinental- und Landesverbänden (darunter auch dem Deutschen Armwrestling Verband GAF) organisierte sportlich professionalisierte Variante des bekannten Armdrückens.
Dabei kommt ein genormter Tisch zum Einsatz, an dem im Stehen gekämpft wird. Für bestimmte Behindertenklassen gibt es auch Tische, an denen sich die Gegner gegenübersitzen. Professionelle Armwrestler üben den Sport nur an diesem speziellen Tisch aus.
Dabei muß der Ellbogen der kämpfenden Hand stets ein pad genanntes Polster auf dem Tisch berühren, während die freie Hand einen am Tisch montierten Griff halten muß. Ziel ist es, die Hand des Gegner unter eine gedachte Linie zu drücken, die durch zwei weitere pads markiert wird, oder eben auf diese pads.
Wichtig beim Armwrestling sind das Beherrschen der Techniken, Schnellkraft, Koordinationationsfähigkeit, Willenskraft und Kampfgeist, sowie in manchen Kämpfen auch Kraftausdauer. Meist sind die Kämpfe sehr schnell, weshalb der Schnelligkeit eine besondere Bedeutung zukommt. Da in sehr kurzer Zeit unter sehr hoher Last bei Anwendung der üblichen Techniken sehr komplexe Bewegungsmöglichkeiten bestehen, gilt Armwrestling unter Sportwissenschaftlern als eine der Sportarten, die wie z.B. das Kugelstoßen ein außerordentlich hohes Maß an Koordinationsfähigkeit erfordert. Daher sind oft ehemalige Turner oder Kampfsportler sehr erfolgreich im Armwrestling.
Professionelle Armwrestler zeichnen sich aufgrund dieser Anforderungen durch außerordentliche ganzheitliche körperliche Fitness aus; viele Wettkampfarmwrestler waren und sind auch in anderen Sportarten sehr erfolgreich, z.B. im Turnen, Bobfahren, 100m-Lauf, Ringen und Judo. Einige haben es in diesen Sportarten zur Landes-, Europa- und Weltmeisterschaft geschafft, oder waren Teilnehmer der olympischen Spiele.
Besonderer Bedeutung kommt der Stabilität im Bauch- und Hüftbereich zu sowie der Schulter- und Brustmuskulatur. Bizeps und vor allem der Trizeps sind entgegen landläufiger Meinung weniger bedeutsam, entscheidender ist ein hohes Maß an Kraft der Finger, der Hand und des Unterarmes. Aus diesem Grunde sind z.B. Kletterer gut für den Sport vorbereitet.
Sehr wichtig ist, daß Armwrestling erst nach eingehender Einweisung durch erfahrene Athleten betrieben wird, da es ansonsten zu unnötigen Verletzungen kommen kann. Laien neigen zu Positionen, die zu gefährlichen Verletzungen führen können. Die meisten professionellen Armwrestler dagegen sind – oft auch aufgrund ihrer Erfahrung im Hochleistungsbereich anderer Sportarten - meist über Jahre und Jahrzehnte hinweg dagegen fast immer völlig verletzungsfrei.
Mehr Informationen gibt es auf der website des Deutschen Armwrestling Verbandes: www.armwrestling.de