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(Handball)
Marco Sliwa wirf zum Abschied den Rettungsanker
TV Offenbach schafft mit 35:35 bei HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim den Klassenerhalt
Quelle: vom 26.05.2008
(pnk) Der TV Offenbach hat sich mit dem 35:35 (14:16)-Remis bei der HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim in sprichwörtlich letzter Minute den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest gesichert. In der Nervenschlacht glich Marco Sliwa 34 Sekunden vor Spielende für die Südpfälzer aus.
Offenbachs Trainer Frank Schindler hatte sich etwas besonderes einfallen lassen. Von Beginn an störte Matthias Eisele die Kreise von HSG-Spielmacher Julian Vogt. Offenbach, in der Abwehr konzentriert, leistete sich im Angriff viele technische fehler. Die Nervosität war unübersehbar.
Trotzdem bestimmte der TVO fast die komplette erste Halbzeit. Christoph Morio, der im Kampf um die inoffizielle Torjägerwertung letztlich dem Mülheimer Kai Schmidt unterlag, traf zur 12:9 Führung (20.). Die Hausherren nutzen Zeitstrafen gegen Thorsten Scheurer und Daniel Gensheimer, glichen aus (14:14, Andreas Israel, 26. Minute). Kai Schäfer verwandelte Sekunden vor dem Halbzeitpfiff einen Strafwurf zur 16:14-Führung für die Gastgeber.
Nach dem Wechsel agierten die Hausherren zunächst wie aufgedreht. Christoph Räder brachte die Rheinländer mit 19:15 in Führung (34.). Mülheim profitierte in dieser Phase von vielen Abprallern, die die TVO-Abwehr einfach nicht zu fassen bekam. Julian Naji traf in dieser Phase zum 24:19 (40.). Der endgültige Klassenerhalt für den TVO rückte in weite Ferne.
Sechs Minuten vor Spielende hielt die HSG noch einen 35:31-Vorsprung (54., Siebenmeter, verwandelt durch Schäfer). Doch die Offenbacher zeigten, dass sie nicht absteigen wollten. "Aufstehen, Offe, kämpfen und siegen", brüllten sich die gut 150 mitgereisten TVO-Fans fast die Seele aus dem Leib. Und: es half.
Beeindruckt von der Kulisse ließ sich zunächst Thomas Stich (58.) und anschließend auch noch Fabian Jung (59.) zu einem Foul am Offenbacher Marco Sliwa hinreisen. Der eine bekam zwei Minuten, der andere (Jung) die rote Karte. Offenbach spielte die letzten Sekunden mit einer 6 gegen 4 Überzahl. Christoph Morio verwandelte seinen vorerst letzten Strafwurf für den TVO zum 34:35 (58.) und Marco Sliwa verabschiedete sich eindrucksvoll vom TVO: 34 Sekunden vor Schluss behielt er die Nerven, tankte sich am Kreis durch und traf zum rettenden Ausgleich.
Ausgepumpt aber glücklich sagte Christoph Morio nach der Partie: "Ob ich jetzt Torschützenkönig bin oder nicht ist egal. Wir waren schon tot und sind wieder zurückgekommen, eine tolle Mannschaftsleistung."
Trainer Schindler analysierte: "Mit der ausgezeichneten Rückrunde haben wir uns den Klassenerhalt verdient. Im heutigen Spiel haben wir die Nervosität nie ablegen können. Zu Beginn wollte ich in der Abwehr die Räume für die HSG enger machen, dies hat aber nicht so funktioniert wie ich es mir das vorgestellt hatte.
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Handball