(Fussball Männer)
Aristide Bancé macht in der 88. Minute die Überraschung perfekt.
Bereits am gestrigen Mittwoch empfing der FSV Mainz 05 die Königsblauen aus dem Ruhrpott. Die Gäste bestimmten das Spiel im ersten Abschnitt ohne jedoch die erhoffte Durchschlagskraft. Die meiste Gefahr strahlte der Erstligist – wie auch schon in der Liga – bei ruhenden Bällen aus. So war es auch Mladen Kristajic, der in der 39. Minute die Ecke von Orlando Engelaar nur an die Latte köpfte. Die beste Gelegenheit für die Hausherren im ausverkauften Bruchwegstadion hatte Feulner, der knapp vorbeizog. Auch nach der Pause war viel Kampf im Spiel, worunter die Attraktivität der Partie litt. Erst wieder Sanchez’ Schuss ans Aussennetz belebte das Match in der Schlussphase wieder ein wenig. Schalke erhöhte den Druck, doch Mainz kontert. Baljak fällt im Strafraum, doch Dr. Felix Brych verwehrte den fälligen Strafstoß. Zwei Minuten später bringt Haller eine Freistoß-Flanke herein. Bance hat sich aus dem Rücken geschlichen und macht die Bude aus nur fünf Meter (87.). Das einzigste Tor des Abends, was das Stadion in ein Tollhaus verwandelte, wohingegen S04 einen derben Rückschlag hinnehmen musste.
Hamburg gegen Außenseiter Wehen-Wiesbaden. Die Norddeutschen wurden ihrer Favoritenrolle schnell gerecht und übernahmen sofort die Initiative. Die erste gute Chance hatte Marcell Jansen, der das Leder auf Flanke Pitroipas nur an den Querbalken setzte. Drei Minuten später lag der Ball dann das erste Mal im Netz (17.). Benjamin mit einer Hereingabe, die Petric im Duell gegen Kopilas verwandeln kann. In der 37. Spielminute war er dann zum zweiten Mal zur Stelle: Jansens Pass vom Strafraumeck findet den Kroaten, der von der misslungegen Abseitsfalle des Zweitligisten profitiert, und locker einschieben kann. Zum Pausengang stand eine hochverdiente 2:0-Führung der Hamburger, die in der 53. Minute durch Petric die endgültige Entscheidung auf dem Schlappen hatten, doch der Angreifer vergibt freistehend vor Walke. Danach pletschert die Partie so vor sich hin, bis zur 82. Minute, denn da machten die Hessen erstmals auf sich aufmerksam. Simac mit einem Steilpass auf König, der jedoch knapp am Gehäuse vorbei zieht. Den Gästen gelang kurze Zeit später sogar noch der etwas überraschende Anschlusstreffer. Nach einer Verwirrung kann Schwarz mit einem Schuss aus der 2. Reihe die Wehener hoffen lassen. Doch in der Schlussphase war der Außenseiter einfach nicht gefährlich genug, um den verdienten Sieg der Hamburger noch zu verhindern.
Das Spiel in Wolfsburg zwischen dem VfL und Werder Bremen begann ereignisreich. Bereits in der 3. Minute schoss Diego den Mailand-Bezwinger auf Zuspiel von Pizarro mit einem schönen Schuss aus der Drehung in Front. Wiederum drei Minuten später stand es schon 0:2. Pizarro in den Lauf von Özil, der den Ball aus spitzem Winkel durch die Hosenträger von Benaglio schieben konnte. Der Anschlusstreffer ließ nicht lange auf sich warten. Edin Dzeko profitierte von einem Aussetzer Naldos in der Innenverteidigung und schiebt mit links ein. In der 38. Minute die nächste Riesengelegenheit für Werder nach super Zuspiel Diegos auf Özil, dessen Abpraller Pizarro nicht verwerten kann. Im Gegenzug musste Genter den Ausgleich für die Wölfe machen, der klasse von Misimovic in Szene gesetzt wurde. Dieser fiel aber dann zwei Minuten später. Pekarik mit einer Flanke aus dem Halbfeld, die erneut Dzeko findet. Ersatzkeeper Pellatz sieht bei diesem Gegentreffer nicht gut aus, da er sich nicht zwischen Herauslaufen und Im-Tor-Bleiben entscheiden konnte. In der 54. Minute wurd Diego im Strafraum zu Fall gebracht und ließ seinem Ursacher Benaglio dann beim Elfmeter keine Chance. In der 72. Minute dann wieder die Zwei-Tore-Führung. Hugo Almeida legt wunderbar für Pizarro ab, der von der Strafraumlinie aus ins Tor trifft. Nach Anschlusstrefferchance Grafites, kam dann der Spieler des Tages Pizarro zur Entscheidung. Den von Tziolis versuchten Torschuss kann Benaglio nur abprallen, den Pizarro dann in die Maschen spitzelt. Neben 7 Toren gab es auch noch 7 Gelbe Karten zu sehen. Also ein spektakuläres Match, das Bremen ins Halbfinale befördert.
In Düsseldorf stieg dann das Topspiel der DFB-Pokal-Runde. Bayer gegen Bayern, Die Hausherren erwischten einen exzellenten Start. Zunächst konnte Zé Roberto Helmes' Schuss blocken (3.), später war es dann dann Rensing, der den Ball des Deutschen aus dem Winkel fischte. Wenn der Rekordmeister zu Chancen kam, dann profitierten sie meistens von Abwehrschnitzern auf Leverkusener Seite. Erst tritt Lukas Sinkiewiczüber den Ball, der daraufhin einen Meter am Tor vorbeirauscht, später dann Castro, der Rene Adler mit einem zu kurzen Rückpass in höchste Not bringt. Dan wieder Bayer mit einem weiteren Schuss von 11 Meter, doch Rensings Fuss schnellt noch heraus (18.). In der 23. Minute hatte dann Barnetta die Führung auf dem Fuss. Er spaziert die Strafraumlinie entlang, kann das Leder aufs lange Eck ziehen, doch der versuch geht nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Erst in der 41. Minute kamen die Gäste zu ihrer ersten großen Möglichkeit. Altintop kann das Gerät aus Acht Metern annehmen, sdich drehen, und aufs Tor ziehen. Rene Adler verhindert den Rückstand mit einem tollen Relflex. Die Werkself kam auch nach der kabine forscher aus der Kabine, blos mit dem Unterschied, dass die diesmal ihre Chance nutzten. Sinkiewicz setzt Barnetta in Szene, der trocken in ins lange Eck einnetzen kann (54.). Sie konnten sogar nachlegen: Barnettas Ecke findet den Hinterkopf von Vidal, der auf spektakulärer Weise erhöhen konnte (61.). Dass Leverkusen in dieser Phase konsequent ist, beweist auch die nächste Szene. Kadlec erkämpft sich die Kugel auf links, passt in die Mitte, wo Helmes steht und dem Rekordmeister den Dritten einschenkt. Der FC antwortet mit einem Tor von Lucio (72.), der davon profitiert, dass Adler vorher am Ball vorbeigesegelt war. Doch erst so richtig spannend wurde es mit dem 3:2, das Miro Klose nach punktgenauer Hereingabe köpfte(74.). In der Folge war die Angst bei Leverkusen deutlich zu spüren. Die Gäste rannten wie wild aufs gegnerische Tor zu, doch das bot Platz für die lauernde Heimmanschaft. Eine dieser Konter konnte sich Charisteas erkämpfen, der einen Pass auf Kießling spielte und somit für die entgültige Entscheidung in einem sehenswerten zweiten Durchgang sorgte.
Bayer steht im Halbfinale, der Favorit ist raus.
Die Auslosung für die nächste Runde findet am kommenden Samstag in der Sportschau statt.
Tore der Einzelspiele:
Hamburger SV - SV Wehen 2:1
Tore: Patric (17./37.), Schwarz (85.)
VfL Wolfsburg - 2:5
Tore: 0:1 Diego (3.), 0:2 Özil (6.), 1:2 Dzeko (10.), 2:2 Dzeko (41.), 2:3 Diego (54., Foulelfmeter), 2:4 Pizarro (72.), 2:5 Pizarro (88.)
- FC Schalke 04 1:0
Tor: Bancé (87.)
Bayer Leverkusen - Bayern München 4:2
Tore: 1:0 Barnetta (54.), 2:0 Vidal (61.), 3:0 Helmes (70.), 3:1 Lucio (72.), 3:2 Klose (74.), 4:2 Kießling (90.)
Quelle Fotos: www.sport.ARD.de
Johannes Carl (Oberasbach)
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