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© Foto: badzine.de
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(Badminton-WM 2011)
Es war knapp. Sehr knapp! Am Ende fehlten Europas Badminton-Ikone Peter Gade im dritten Durchgang lediglich die letzten Kraftreserven und vielleicht auch das benötigte Glück. Mit einem starken Fight gegen den klar favorisierten Lin Dan verabschiedete sich Peter Gade von der Weltmeisterschaft.
Besonders aufregend ging es im ersten Satz zu. Die Führungen wechselten sich ab und die beiden Superstars lieferten sich den erhofften Schlagabtausch. Zwar konnte Gade beim Stand von 20-19 den ersten Satzball nicht nutzen, aber er war so nervenstark, dass er beim 21-20 und 22-21 gleich zwei Satzbälle seines chinesischen Widersachers abwehren konnte. Gade zeigte hier sein bestes Badminton und holte die nächsten Punkte zum 24-22.
Den zweiten Durchgang kontrollierte von Anfang der Chinese - Gade war chancenlos. Es war ihm deutlich anzumerken, dass er ab der Mitte des Satzes sich innerlich bereits auf einen Entscheidungssatz eingestellt hatte. Der Däne wollte Kräfte sparen, um dann im Dritten noch mal Vollgas geben zu können. Sein Plan schien aufzugehen. Er knüpfte an die starke Leistung im ersten Satz an und erarbeitete sich eine 15-14-Führung. Das war der Knackpunkt der Partie. Zwei leichte Fehler des Rekord-Europameisters brachten wieder den Asiaten in Front und Gade aus dem Match. Es sollte ihm kein weiterer Punkt mehr gelingen.
"Vor allem im ersten Satz,habe ich so gespielt, wie ich es mir erträumt hatte. Es haben am Ende sechs konzentrierte Ballwechsel gefehlt. Aber ich bin stolz auf meine Leistung. Hier in London und bei allen anderen Weltmeisterschaften", erklärte Gade auf der internationalen Pressekonferenz.
Das war's. Peter Gade wird man bei Weltmeisterschaften nicht mehr sehen. Was bleibt sind jede Menge positive Erinnerungen bei insgesamt elf (!) Titelkämpfen. In Erinnerungen bleiben natürlich in erster Linie die fünf Medaillen, einmal Silber und viermal Bronze - aber auch eine Reihe großer Enttäuschungen. 1999 und 2001 hatte er den WM-Titel am Schläger. 2005, 2010 und 2011 ist er jeweils knapp in drei Sätzen im Semifinale ausgeschieden. Jedoch hat noch kein europäischer Badmintonspieler diese Konstanz auf das Feld gebracht. Kein europäischer Athlet hat mehr Einzelmedaillen bei Weltmeisterschaften holen können. Hut ab vor dieser grandiosen Leistung.
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