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Wintersport am Wochenende: DSV zwischen Dominanz und Enttäuschung

03.12.2012
Wintersport am Wochenende: DSV zwischen Dominanz und Enttäuschung
© Foto: getty images
 

Das vergangene Wintersport-Wochenende sorgte bei den deutschen Vertretern für gemischte Gefühle. Während die deutschen Skispringer und die Rennrodler ihre Konkurrenz in die Schranken wiesen, lief bei den alpinen Skifahrern, den Biathleten und den nordischen Kombinierern längst noch nicht alles rund.

Ski Alpin: Vonn dominiert in Lake Louise (Kanada) – Tobias Stechert im Glück

Lindsey Vonn ist auch weiterhin auf Rekordjagd. In Lake Louise gewann die Amerikanerin alle drei Rennen. Aus deutscher Sicht waren besonders die Ergebnisse von Maria Höfl-Riesch erfreulich. Als dritte und sechste in den beiden Abfahrten konnte sie ihr gutes Wochenende mit einem fünften Platz im Super-G bestätigen.

Für die deutschen Abfahrt-Männer verliefen die Wettbewerbe im amerikanischen Beaver Creek enttäuschend. Bereits am Freitag stürzte Tobias Stechert und verletzte sich am Knie. Die erste Diagnose Kreuzbandriss bestätigte sich letztendlich nicht. Trotzdem muss sich Stechert aufgrund eines Knorpelschadens einer Operation unterziehen. Ob er in dieser Saison nochmals an den Start gehen kann, ist unklar. Nur im Riesenslalom gab es aus deutscher Sicht erfreuliches.

Gleich drei deutsche Athleten konnten Weltcuppunkte ergattern. Bester Deutscher war Fritz Dopfer auf dem siebten Rang. Stefan Luitz und Felix Neureuther folgten auf Platz 13 und 17.

Skispringen: DSV-Team siegt im Mannschaftswettbewerb – Freund im Einzel

Das deutsche Weltcup-Team der Skispringer hat den Teamwettbewerb im finnischen Kuusamo gewonnen. Andreas Wellinger (Ruhpolding), Michael Neumayer (Berchtesgaden), Richard Freitag (Aue) und Severin Freund (Rastbüchl) triumphierten nach dem abschließenden zweiten Durchgang mit 1104,1 Punkten. Es war der erste Weltcuperfolg einer deutschen Mannschaft seit Februar 2010. Österreich (1098,8) und Slowenien (1064,4) belegten die weiteren Podestplätze.

Einen Tag später war es erneut ein Deutscher, der seiner Konkurrenz davonsprang. Severin Freund siegte mit Sprüngen auf 134,5 und 135,5 Meter vor dem Russen Dimitri Wassiljew und Simon Ammann aus der Schweiz. Damit übernimmt der Springer aus Rastbüchl auch wieder die Führung im Gesamtweltcup und darf beim kommenden Springen in Sotschi (Russland) das gelbe Trikot überstreifen. Die übrigen DSV-Adler Andreas Wellinger, Andreas Wank, Michael Neumayer, Richard Freitag, Karl Geiger und Danny Queck belegten am Ende die Plätze 5, 13, 19, 21, 26 und 35.

Langlauf: Durchwachsenes Wochenende für deutsche Athleten

Für die deutschen Langläufer gab es im finnischen Kuusamo nicht viel Grund zum Jubeln. Lediglich Nicole Fessel schaffte es auf zwei Platzierungen unter den besten Zehn. Die Oberstdorferin wurde zehnte im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer und landete über fünf Kilometer Freistil auf Rang neun.

Kombination: Nur die Laufleistung stimmt

Auch der Auftakt der nordischen Kombinierer verlief zunächst nicht nach Plan. Von der Schanze gab es keine zufriedenstellenden Resultate, weshalb die Ausgangslage der Athleten vor den Rennen alles andere als gut war. Eric Frenzel lief nach dem 15. Platz im Springen noch auf einen respektablen vierten Rang vor. Im Teamsprint kamen die beiden deutschen Mannschaften, trotz einer sehenswerten Aufholjagd von den Plätzen 10 und 13, nicht über die Plätze 7 und 8 hinaus.

Biathlon: Gute Resultate für DSV in Östersund (SWE)

Sowohl die deutschen Frauen als auch die Herren haben bei den Rennen in Östersund überzeugen können. Bei den Frauen stellte vor allem Andrea Henkel ihre gute Frühform unter Beweis. Sie kam im Sprint auf den fünften Rang und lief in der Verfolgung sogar auf Platz drei.

Die deutschen Herren hatten ihr bestes Resultat im Sprint. Mit Florian Graf (4.), Andreas Birnbacher (8.) und Arnd Peiffer (9.) schafften es gleich drei Biathleten unter die ersten Zehn. Für einen zweiten Platz im Verfolgungsrennen sorgte dann erneut Andreas Birnbacher. Arnd Peiffer kam auf den vierten Platz.

Rennrodeln: Deutsche das Maß aller Dinge

Beim Weltcup in Königssee haben die deutschen Rennrodler wieder ihre Sonderstellung unter Beweis gestellt. In der Einsitzer-Konkurrenz der Herren gab es gleich einen Dreifachsieg. Andi Langenhan siegte vor Felix Loch und David Möller.

Ähnlich gut lief es für die Damen. Unter den Top 5 fanden sich am Ende gleich vier Deutsche wieder. Natalie Geisenberger gewann ihr Heimrennen vor Tatjana Hüfner. Anke Wischnewski landete vor Aileen Frisch auf Platz vier. Einzig die Kanadierin Alex Gough konnte einen deutschen Dreifach-Triumph verhindern. Sie kam auf den dritten Platz.



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