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(Fußball)
Am vergangenen Wochenende entschied sich die Meisterschaft in der Frauen-Fußball-Bundesliga. Turbine Potsdam sicherte sich den dritten Titel nach 2004 und 2006. Wie schon bei den Herren heißt der Zweite FC Bayern München. Womensoccer.de hat die Stimmen für euch.
Jubel in Potsdam, Trauer in München
Es ist erst ein knappes halbes Jahr her, da verließ Turbine Potsdams frustrierter Trainer Bernd Schröder nach der 1:2-Niederlage beim FC Bayern München mit hängendem Kopf den Sportpark in Aschheim. Zehn Punkte Rückstand hatte Turbine zu diesem Zeitpunkt auf die Münchenerinnen, doch nach dem 22. Spieltag lagen die Potsdamerinnen in der Endabrechnung um ein einziges Tor vor den Bayern, der überraschende dritte Meistertitel nach 2004 und 2006 verwandelte das Karl-Liebknecht-Stadion in einen Hexenkessel der überschwänglichen Freude.
Eine Woche lang hatte Turbine über das 0:7 im DFB-Pokalfinale gegen den FCR 2001 Duisburg getrauert, umso größer und grenzenloser war die Begeisterung, sich unerwartet am letzten Spieltag noch zum Deutschen Meister zu küren.
Fassungsloser Schröder
„Ich kann es noch nicht fassen“, so Schröder. „Wir haben hervorragende Unterstützung von vielen Menschen bekommen, die uns den Rücken gestärkt haben. Wir haben gezeigt, dass wir mit Gottes Glück und eigener Hilfe die Meisterschaft geschafft haben und wir können sehr zufrieden sein, wir haben nur die zwei Spiele gegen Bayern München verloren.“
Und Schröder richtete sein Augenmerk bereits auf die kommende Saison, in der Turbine nun auch international wieder für Furore sorgen will. „Wir werden eine gute internationale Saison spielen, mit solch einer Mannschaft. Wir können uns auf die Champions League freuen, wir werden tolle Leute dazu bekommen.“
Kranker Trainer Wörle
In Crailsheim war hingegen die Trauer des FC Bayern München groß, dass am Ende ein einziges Tor zur Meisterschaft fehlte. Zwar versuchten die Münchenerinnen noch einmal alles, doch durch die hohe Niederlage gegen Duisburg war dem Team des erkrankten Trainers Günther Wörle (hohes Fieber) sichtlich die Lockerheit und auch das Selbstvertrauen abhanden gekommen.
Am Ende stand zwar beim Absteiger ein standesgemäßer 3:0-Sieg, doch meisterlich war der Auftritt im Schöneburgstadion am Sonntagnachmittag nicht, zu viele Torchancen wurden gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeberinnen leichtfertig vergeben oder von Crailsheims starker Torhüterin Kim Kaller zunichte gemacht.
Bayern gratuliert Potsdam
Bayern Münchens Frauenfußball-Koordinatorin Karin Danner meinte: „Wenn Crailsheim solche Spiele öfters abgeliefert hätte, wären sie wohl nicht abgestiegen. Wir haben heute alles versucht und sind sehr traurig. Leider hat es nicht gereicht. Gratulation an Turbine Potsdam zum Meistertitel! Dennoch haben wir eine tolle Saison gespielt. Ich freue mich schon auf die kommende Saison.“
Denn dann wird Bayern München auch erstmals ins internationale Geschehen eingreifen, da man sich als Vizemeister ebenfalls für die Champions League qualifiziert hat, Ende Juli beginnt bereits die erste Qualifikationsrunde.
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