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© Foto: istockphoto.com/Jeff Milner
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(Basketball)
Diese Frage beherrschte die vergangene NBA-Saison wie wohl kein anderes Thema je zuvor. Dutzende Experten versuchten sie zu beantworten und präsentierten zahlreiche Lösungsvorschläge. Über das ganze Jahr hinweg drehte es sich nur um das Eine: Bleibt LeBron James bei den Cleveland Cavaliers?
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Und so langsam habe ich zumindest die Nase voll von den vielen Spekulationen, die nach den Playoffs und dem NBA-Draft schon fast mehrmals am Tag in den zahlreichen Medien aufgestellt werden. “Breaking News” hier, “Special Report” da. Jeder meint es besser zu wissen. Jeder glaubt die sicherste und beste Quelle zu haben.
Amüsant zu lesen sind vor allem die Quellenangaben, mit denen die vermeintlichen “James-Experten” zu hantieren versuchen. Mal sind es LeBron James‘ Familienangehörige (die Anzahl derer steigt von Tag zu Tag und dürfte schon bei weit über 300 Menschenseelen liegen), die ihren Mund nicht halten können. Dann gibt es auch diverse “enge” Freunde vom Cavs-Superstar James, die eine ganz andere Ansicht der Dinge vertreten als die von mir oben erwähnte Gruppe.
“Nein, bloß nicht zu den Knicks! In Miami, da ist es schön. Vielleicht doch nach Chicago?” Ein ewiges hin und her, dass wohl nicht wenigen Basketballfanatikern auf die Nerven geht. Ehrlich gesagt tun mir die Fans in Cleveland leid, die den Hype das ganze Jahr über ertragen mussten. Und das Ende der James-Bonanza ist noch lange nicht in Sicht.
Erst kürzlich veranstaltete die Stadt Cleveland ein Fest zu Ehren ihres Stars, um ihm zu zeigen, dass die Menschen und die Stadt hinter der Mannschaft und hinter James stehen. Natürlich war der Sinn der Feier LeBron zum Bleiben zu bewegen. Als sich das Ganze seinem Ende näherte, erschien der “Auserwählte” höchstpersönlich, dankte der Menge, nahm einen extra für ihn angefertigten Award an und verschwand so rasch wie er gekommen war. Ende.
Gegenstand wilder Interpretationen: LeBron James mit einer New York Yankees-Cap
Viele erwarteten konkrete Äußerungen von ihm. Pustekuchen. James goß nur weiteres Öl in das brennende Feuer. Agiert so ein Spieler, der weiterhin ein Cleveland Cavalier bleiben will? Ich möchte das ganz stark anzweifeln. James wiederholte immer und immer wieder, dass für ihn das wichtigste Ziel der Gewinn einer Meisterschaft ist. Das ist ja auch in Ordnung. Doch um das ganze Theater um seine Person zu beenden, sollte er einfach sagen: “Ich möchte zuallererst in Cleveland einen weiteren Vertrag unterschreiben”. Oder, auf der anderen Seite, zu sagen: “Es waren wunderschöne Jahre hier, aber ab der kommenden Saison spiele ich in einer anderen Stadt, nur nicht in Cleveland”.
James ist ein Medienphänomen. Er genießt anscheinend diesen Rummel um seine Person und will ihn so lange es geht verlängern. LeBron beteuert die Stadt zu lieben, wo er seine NBA-Karriere im Jahr 2003 begonnen hat. Ich frage mich hierbei nur, warum er den Fans das Warten nicht erleichtern will?
Viele Mannschaften versuchen alles, um diesen Wunderknaben ins eigene Team zu lotsen. Doch nur wenige haben reale Chancen auf den “King”. Der NBA-Draft wurde dazu genutzt, Platz unter der zulässigen Gehaltsobergrenze zu schaffen, um, wenn James auch tatsächlich das Angebot eines anderen Vereins akzeptiert, ihm einen Co-Star an die Seite zu stellen. Denn eines ist sicher, ohne einen weiteren Top-Spieler kann James alleine nichts richten. Davon können die Cavaliers ein Liedchen singen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin froh, wenn dieser Zirkus endlich vorbei ist. Besser wäre es, sich solange von den Medien fernzuhalten, bis James einen neuen Vertrag unterschreibt und dieser Lachnummer endlich ein Ende bereitet.
Dmitrij Karle
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