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(Fußball)
Im letzten Test vor Saisonbeginn siegte Wacker verdient 5:2 gegen Eintracht Schkeuditz. Die Tore für Rottleberode erzielten Kartheuser (2), Hellwig, Blumrich und Pieper.
Wacker eine Stunde bärenstark
Im letzten Test vor dem Ernstfall reiste der SV Wacker nach Schkeuditz um sich mit der Bezirksklasse-Elf aus Sachsen zu messen. Dabei musste Trainer Kuhnert auf Walther, Burghardt und Voigtländer verzichten. Für Burghardt rückte Neuzugang Gebhardt auf die Verteidigerposition, Kern vertrat Voigtländer im Angriff. Bei bestem Fußballwetter entwickelte sich von Anpfiff weg ein Klassespiel. Die Wackeraner versuchten früh zu stören und konnten somit das Aufbauspiel der Gastgeber oft unterbinden. Folgerichtig fiel dann auch das 1:0. Nach einem "tödlichen" Pass von Kern tauchte Hellwig frei vor dem Tor auf. Er ließ den Torhüter aussteigen und schob zur frühen Führung für Wacker ein. Auf der Gegenseite wurden die Schkeuditzer nach Ecken immer wieder gefährlich, doch Schlussmann Apel hatte seinen Strafraum gut im Griff. Einen Distanzschuss fischte er sensationell aus dem rechten Eck. Bemerkenswert auch, dass der Ausfall von Leistungsträger Burghardt ohne größere Probleme kompensiert wurde. Mit der 1:0 Führung im Rücken ließ Wacker den Gegner etwas kommen und lauerte auf Fehler. Diese ließen auch nicht allzu lange auf sich warten.
Nach 19 Minuten erhöhte Angreifer Kartheuser auf 2:0. Wieder war es Kern, der den Treffer mit einem herrlichen Pass vorbereitete. Die Rottleberöder spielten in dieser Phase des Spiels nahezu perfekten Fußball. Immer konnten sie gefährliche Gegenangriffe starten und brachten somit die anfällige Abwehr der Gastgeber unter Druck. Nach einer halben Stunde setzte sich Kartheuser nach Pass von Kern energisch durch. Er behielt die Übersicht und legte vor dem Tor geschickt quer, sodass der heraneilende Pieper nur wenig Mühe hatte um auf 3:0 zu erhöhen. Die Gastgeber konnten einem wahrlich leid tun. Sie spielten teilweise ansehnlichen Fußball, wurden aber von Wacker immer wieder eiskalt bestraft. Für den Schlusspunkt in Hälfte eins sorgte wieder der agile Kartheuser nach Vorabeit von Kern, wem sonst? Überhaupt machte er im ersten Spielabschnitt ein Riesenspiel (er bereitete alle Tore vor). Nach dem Seitenwechsel zeigten die Schkeuditzer sehr deutlich, dass sie kein Interesse an einer "Klatsche" hatten, indem sie versuchten mit Härte zu beeindrucken. Einen Effekt konnten sie damit nicht wirklich erreichen, im Gegenteil. Wacker erhöhte nach der Drangphase der Hausherren sogar auf 5:0.
Andreas Blumrich vollendete nach Vorarbeit von Kartheuser. Nun beruhigte sich das Spiel ein wenig. Die "Eintracht" wollte jetzt unbedingt wenigstens das Ehrentor. Da Wacker nach einigen Umstellungen die Kontrolle über das Mittelfeld verlor, bekam auch die Defensive um Kapitän Schneider Probleme. Zunächst hatten sie bei einem Pfostenkopfball noch das Glück des Tüchtigen. Doch nach 74 Spielminuten war es dann geschehen. Nach einem Fehler im Spielaufbau ließ der Angreifer von Schkeuditz Torhüter Apel keine Chance. Nur wenige Sekunden später dann das 2:5. Im Anschluss an einen unnötigen Ballverlust geriet die Defensive in Unterzahl und konnte das zweite Gegentor nicht verhindern. Auf der Gegenseite hatte Pieper die große Möglichkeit für das 6:2 zu sorgen. Doch ihm versagten bei einem Konter die Nerven. Für den Schlusspunkt sorgten dann aber wieder die Rottleberöder. Müller hämmerte einen Freistoß aus gut und gerne 20 Metern an den Pfosten. Insgesamt ein verdienter Sieg für die Rottleberöder Elf, obwohl das Ergebnis nicht die realen Stärkeverhältnisse ausdrückt. Die Schkeuditzer spielten ordentlichen Fußball, standen aber in der Defensive einfach schlecht. Wacker spielte etwa eine Stunde lang Traumfußball, danach ließen sie die Zügel gehörig schleifen und bekamen noch zwei unnötige Gegentore.
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