Frankreich ist das Land mit den meisten Trailrunning-Veranstaltungen in Europa. Annähernd 2000 Events pro Jahr gibt es in Frankreich. Dement-sprechend ist in Frankreich die Trailrunning-Szene momentan schon wesentlich bunter als in Deutschland.
Doch auch die Veranstaltungen in Deutschland rücken in den Fokus des Interesses unserer Nachbarn. Mit dem SALOMON-Athleten David Pasquio wird bei den Windstopper® Trailrun Worldmasters ein französischer Spitzenläufer an den Start gehen, der neben Jonathan Wyatt als einer der Favoriten auf einen Platz für das Podium gilt.
Für David Pasquio steht die Familie an erster Stelle, doch das Laufen ist für ihn notwendig, um sein persönliches Gleichgewicht zu wahren. Dabei begann er seine sportliche Karriere auf einem anderen Terrain. Zwanzig Jahre hat er aktiv Fußball gespielt, bevor er das Trailrunning für sich entdeckte. "Als Fußballer wirst Du selbst in den unteren Ligen verwöhnt. Ist die Dusche nur lauwarm, wird sich gleich beschwert. Nach dreißig Kilometer auf dem Trail gibst Du Dich als Läufer mit kaltem Wasser aus einer improvisierten Dusche zufrieden, das ist der Unterschied." Als läuferisches Vorbild hat Pasquio den nepalesischen Bergführer und Ultramarathonläufer Dawa Sherpa. "Er zählt zu den besten Trailrunnern in der Welt, wenn er nicht sogar der Beste ist. Er verdient mit seiner Passion kaum Geld, er ist bescheiden und einfach geblieben" beschreibt David Pasquio die Faszination Sherpas. Seinen läuferischen Schwerpunkt sieht der ausgebildete Feuerwehrmann auf der Ultratrailstrecke. "Das Besondere auf den langen Distanzen liegt in der Erhabenheit, in der langen Reise, den verschiedenen Landschaften und in der besonderen Atmosphäre, die dich auf einer Ultradistanz begleitet. Darüber hinaus finde ich, dass es in unserer Gesellschaft an Solidarität mangelt. Bei diesem Sport findet man diese Solidarität noch" beschreibt er den Reiz.
Pasquio sieht seine läuferische Stärke eher beim Bergab- als beim Bergauf-Laufen. "Die Downhills liegen mir einfach mehr, obwohl ich sehr schnell laufe, gehe ich kein Risiko ein. Wichtig ist, dass man sich voll und ganz auf seinen Lauf konzentriert" ist die Devise des SALOMON-Team Mitglieds. Ob ihn seine Vorliebe für das Bergablaufen in Dortmund einen entscheidenden Vorteil einbringen wird, bleibt abzuwarten. In seiner Heimat trainiert er täglich auf dem GR34, der entlang der bretonischen Küste hervorragende Trainingsmöglichkeiten bietet. Seine schönste Erinnerung ist sein Sieg beim Marathon von Buron. "Es war schreckliches Wetter und ich las von dem Rennen in einem Trailmagazin, das ein Kollege auf der Arbeit zurück gelassen hatte. Ich habe mich spontan zu einem Start entschlossen und - wie auch immer ich das angestellt hatte, ich gewann das Rennen. Den Erfolg konnte ich mit meiner Freundin teilen und diesen Sieg widmete ich meinem Cousin André, der zwei Jahre zuvor verstarb. Ich weinte, es ist eine wichtige und tolle Erinnerung."
Vor einem wichtigen Rennen besucht David Pasquio oftmals eine Kirche. "Ich suche die Stille in der Kirche und bekreuzige mich. Manchmal zünde ich auch eine Kerze an, doch in diesen Momenten denke ich nicht an das Rennen, da gehen mir andere Dinge durch den Kopf" so der Bretone. Auf die Frage, was er mit auf eine einsame Insel nehmen würde, verweist er schmunzelnd auf ein Boot: "Ich hasse Langeweile, also benötige ich ein Boot, um schnell wieder zurück zu kommen. Dazu bin ich ein miserabler Schwimmer, aber das Boot sollte auf jeden Fall einen Motor haben. Sonst dauert die Rückkehr zu lange." Auf den Trails bei den Windstopper® Trailrun Worldmasters wird es David Pasquio sicherlich nicht langweilig werden. Dafür wird schon die starke Konkurrenz beim PHÖNIX-SPRINT, auf dem RUHRKLIPPEN-TRAIL und beim BITTERMARK-RUN sorgen.
Quelle: PLAN B event company GmbH
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