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Gestern hieß es wieder: Vorhang auf für die Fußball-Bundesliga! In ihrer 47. Saison bezwang der amtierende Meister im Eröffnungsspiel Stuttgart mit 2:0
Die primäre Frage vor dem Spiel lautete: Wie gut sind die Wolfsburger ohne ihren Meistertrainer Felix Magath? Und um 22:15 Uhr konnte man selbige beantworten mit: Immer noch sehr gut und ihr Erfolgshunger scheint auch durch die Sommerpause keinen Dämpfer erfahren zu haben. Vor ausverkaufter Kulisse bezwang in der Volkswagen Arena eine gegenüber letzter Saison personell nur auf einer Position veränderte Meistermannschaft den VfB Stuttgart.
Zvjezdan "Zwetschge" Misimovic, seines Zeichens 43-maliger Nationalspieler Bosniens und letztes Jahr mit sieben Toren und 20 Vorlagen maßgeblich am Erfolg der Niedersachsen beteiligt, brachte die Wölfe in der 71. Minute mit einem Linksschuss in Führung. Der Spielmacher zögerte an der Strafraumgrenze nicht lange, legte sich nach einem Pass von Christian Gentner den Ball kurz zurecht und versenkte ihn unhaltbar für Jens Lehmann im gegnerischen Tor. Auch Gentner machte ein gutes Spiel und bemühte sich, ein ums andere mal wichtige Akzente zu setzen. Ebenso wie sein Pendant und Mannschaftskollege im Mittelfeld, Neuzugang Karim Ziani.
Die Wolfsburger sind schon vor der Pause zu zahlreichen guten Chancen gekommen, jedoch scheiterten die Stürmer Grafite und Edin Dzeko immer wieder im Abschluss. Relativ spät fiel also der Treffer, doch Misimovic führte dies im anschliessenden Interview auf die konditionelle Stärke des Teams zurück, welche man sich unter dem ehemaligen Trainer Felix Magath erarbeitet hat. Zugleich lobte er auch die gute Arbeit von seinem neuen Trainer Armin Veh und dessen Mut, weiterhin eine offensiv ausgerichtete Mannschaft aufzustellen.
Die Mischung aus beidem sollte noch in diesem Spiel ein zwites mal Früchte Tragen. In der 82. Minute tauchte der Torschützenkönig der Vorsaison, Grafite, vor Stuttagarts Verteidiger Serdar Tasci auf, ließ diesen aussteigen und sorgte mit seinem 2:0 für die Entscheidung. Was ihm Jens Lehmann zuvor während der Partie prophezeite, Grafite würde gegen ihn heute kein Tor machen, irgnorierte der brasilianische Topstürmer und konterte mit seinem ersten Saisontreffer.
Auf Stuttgarter Seite hinterließen unter den Feldspielern trotz der Niederlage einige einen guten Eindruck. U-21 Nationalmannschaftskapitän Sami Khedira hat seine Verletzungsrückschläge offenbar gut verkraftet und auch durch seine verkürzte Vorbereitungsphase hat er sich nicht davon abhalten lassen, eine ordentliche Partie abzuliefern. Er erarbeite sich auch die beste Chance für Stuttgart, als er mit einem wuchtigen Kopfball am glänzend parierenden Wolfsburger Schlussmann Benaglio scheiterte.
Ebenso wie Khedira bemühte sich Stürmer Pavel Pogrebnyak, Neuzugang aus St. Petersburg, der im Spiel stets ein Aktivposten war. Lauffreudig, aber noch etwas unglücklich agierend hingegen war Rückkehrer Alexandr Hleb. Der offensive Mittelfeldspieler, der bereits von 2000-2005 beim VfB spielte, konnte in seinem ersten Spiel für die Schwaben nach vierjähriger Abwesenheit noch nicht zu gewohnter Stärke zurück finden. Anfang der zweiten Hälfte wurde er durch den Tschechen Jan Simak ersetzt.
Alles in einem boten beide Mannschaften ein unterhaltsames Spiel, in dem sich auch beide Torhüter mit sehenswerten Paraden auszeichnen konnten. Die Wölfe sind durch diesen Erfolg seit nunmehr 20. Spielen daheim ungeschlagen, die Erfolgsgeschichte des Jahres 2009 scheint sich also fortzusetzen.
Aufstellungen:
VfL Wolfsburg:
Benaglio - Riether, Madlung, Barzagli, Schäfer - Ziani, Josué, Misimovic, Gentner - Grafite, Dzeko
VfB Stuttgart:
Lehmann - Magnin, Delpierre, Tasci, Träsch - Hleb, Hitzlsperger, Khedira, Gebhardt - Pogrebnyak, Cacau
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