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Günzburg (ssch).
"Günzburg ist Favorit auf den Aufstieg und wir sind gerade erst neu in die Klasse gekommen. Da ist eigentlich eine ganze Liga dazwischen", sagte Leipheims Trainer Vasile Stanciu nach dem Schlusspfiff. Enttäuscht war der Güssen-Coach daher trotz der klaren 24:33-Niederlage im Bezirksoberliga-Derby gegen den VfL Günzburg nicht. "Wir haben uns super geschlagen", meinte er.
Und in der Tat verkaufte sich der Aufsteiger in der Günzburger Rebayhalle vor rund 350 Zuschauern vor allem in der Anfangsphase der Partie teuer. Weil die Hausherren vor allem in der Offensive mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatten, blieben die Leipheimer im Rennen. Ihnen gelang es, die schnellen Gegenstöße der Günzburger zu unterbinden. Standen sie selbst vor dem Tor der Weinroten, versuchten sie es mit viel Geduld. Und die zahlte sich meistens aus. Erst, als die Günzburger kurz vor dem Seitenwechsel ihre Abwehr umstellten und fortan viel aggressiver und offensiver ans Werk gingen, bekamen die Leipheimer Probleme. Insbesondere deshalb, weil diese Spielweise enorm viel Kraft abverlangte. 16:12 stand es schließlich nach 30 Minuten.
In der zweiten Halbzeit legten die Günzburger noch einen Zahn zu. Die Güssen kämpften zwar wacker weiter, doch nun machten sich zum einen der Konditionsvorsprung der Gastgeber bezahlt, zum anderen die größere Cleverness des Favoriten. Während die Gäste versuchten, behäbig das Tempo der Partie zu verschleppen, zogen die Weinroten dank ihrer schnellen Gangart Tor um Tor davon. Nun wurde es auch ruppiger auf dem Parkett. Immer wieder schlichen sich kleine, verdeckte Fouls ein. Unfair war die Begegnung jedoch nie. Die Vorentscheidung fiel eine Viertelstunde vor Spielende. Innerhalb von nur drei Minuten baute die Mannschaft von Trainer Jürgen Kees ihren Vorsprung von fünf auf neun Tore aus. „Wir sind in den ersten 30 Minuten auf die erwartet starke Gegenwehr gestoßen. Wir haben aber Geduld bewahrt”, meinte Kees. Letztlich habe die stark besetzt Auswechselbank des VfL den Unterschied gemacht. "Wir sind heuer in der glücklichen Lage, viel rotieren und daher auch 60 Minuten ein hohes Tempo vorgeben zu können", so der Trainer weiter.
Sie trafen für Günzburg: Majsai (10/5), Rennert (7), P. Kees, Rötzer (je 4), Rathgeber (3), Yapicioglu (2), Spengler, Plesa, Bierhals (je 1).
Sie trafen für Leipheim: Stanciu (6), Lasar (5), Pausch (5/1), Lutz (3/2), Ch. Simnacher (2), S. Simnacher, Strauch, Unsin (je 1).
Stichwörter:
Handball