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Die vierte Niederlage im vierten Spiel der Handball-Bezirksoberliga kassiert hat der TSV Wertingen. Beim 27:35 gegen den VfL Günzburg waren die Zusamstädter am Samstag chancenlos. Mit Armin Steininger fehlte eine bewährte Stammkraft im TSV-Team. Die Kreisposition wurde von Andreas Seitz besetzt. Im Rückraum kam A-Jugendspieler Patrick Fit zu seinem Debüt. Das Hauptproblem: Die von Coach Lubos Urban geforderte defensive Aufstellung konnte von den Zusamstädtern nicht umgesetzt werden.
Auch der VfL hatte Personalsorgen. Neben Peter Kees fehlte kurzfristig auch Uwe Rötzer. Trotzdem deckten die Günzburger nach zwei vergebenen Chancen die Lücken in der Hintermannschaft der Wertinger schonungslos auf und waren nur noch mit Fouls zu stoppen. Die daraus resultierenden Siebenmeter verwandelte Leitwolf Laszlo Majsai eiskalt. So stand es nach wenigen Minuten 5:1 für den VfL. In einem temporeichen Spiel zeigten die Günzburger ihre Klasse und zogen auf 8:2 davon. Die Wertinger schwächten sich selbst durch viele Zeitstrafen, teilweise auch durch unglückliche Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns Hahn/Schmidbauer aus Königsbrunn. Der Rückstand wuchs bis zur Halbzeit auf zehn Tore (10:20). In der Kabine versuchte Urban, die richtigen Worte zu finden. Angeführt von Julian Hofbauer und Michael Garmaier - mit je acht Treffern beste TSV-Werfer - konnte Wertingen den zu großen Rückstand zwar nicht mehr aufholen, jedoch die zweite Hälfte ausgeglichener gestalten. Ich kann meinen Spielern im zweiten Durchgang keinen Vorwurf mehr machen, sie haben alles gegeben und gekämpft, analysierte Urban. Der Günzburger Trainer Jürgen Kees war zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft, wenngleich in der zweiten Halbzeit die Konzentration etwas nachgelassen hat, wie er bemerkte. Unter seinen Spielern lobte er diesmal den dreifachen Torschützen Domagoj Plesa, der aus der eigenen A-Jugend nach oben kam und in Wertingen fast durchspielte. Er macht sich gut, sagte Kees über den 19-Jährigen. Angst, dass der Schlendrian im Team einzieht, hat der VfL-Coach nicht. Die Mannschaft hat trotz des relativ leichten Auftaktprogramms bewiesen, dass sie zielgerichtet spielt. Die Partien wurden immer vorzeitig entscheiden. Da mache ich mir momentan weniger Sorgen, sagte er.
VfL Günzburg: M. Frey, C. Frey; Rennert (7), Spengler (8/2), Plesa (3), Majsai (9/7), Bierhals (2), Sadlo (2), Rathgeber (3), Yapicioglu (1).
Stichwörter:
Handball