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Günzburg (ssch).
Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war riesengroß. Während Günzburgs Trainer Jürgen Kees anerkennende Glückwünsche des Verfolgers aus Gersthofen entgegennahm, hüpften und tanzten seine Schützlinge auf dem Spielfeld im Kreis. Und sie hatten allen Grund dazu: Nach dem 33:31-Arbeitssieg im Bezirksoberliga-Spitzenspiel fehlen den Weinroten jetzt noch drei Punkte zur Meisterschaft.
Mit offenem Visier begannen beide Teams. Der VfL agierte zu Beginn noch etwas ungeordnet und zu leichtsinnig. Die Gäste aus Gersthofen hingegen waren meist einen Tick aggressiver und folgerichtig nach einer Viertelstunde auch mit 7:5 in Führung. In der zunächst hart geführten Partie liefen die Weinroten diesem Rückstand auch permanent hinterher. Das Manko: Obwohl Trainer Kees schon im Vorfeld vor dem gefährlichen Kreisspiel der Gersthofener gewarnt hatte, gelang es den Gelb-Schwarzen immer wieder eben genau so zum Erfolg zu kommen. Erst nach 27 Minuten schafften die Hausherren die Wende und gingen beim 15:14 erstmals in Führung. Bis zum Seitenwechsel war dieser Vorsprung jedoch schon wieder verspielt.
Auch nach Wiederanpfiff spielten sowohl der Spitzenreiter als auch der ärgste Verfolger auf einem hohen Niveau weiter. Es waren lediglich Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten. Und so lagen die Gäste nach zwei unnötigen Ballverlusten der Weinroten zwischenzeitlich wieder mit 20:18 in Front.
Dann allerdings setzte der VfL zu einem kurzen Zwischenspurt an. Angestachelt von einem starken Torsten Zofka im Tor, stand plötzlich auch die Defensive der Günzburger bärenstark. Eine Viertelstunde vor Ende führten die Gastgeber 24:21 – Grund für Gersthofens Trainer, seine Mannschaft während einer Auszeit neu zu motivieren. Und das tat er scheinbar mit Erfolg. Denn nach einem beachtlichen Kraftakt hatten sich die Gäste wieder heran gekämpft und glichen wenig später wieder aus (28:28).
Die letzten Minuten der Partie waren schließlich nichts für schwache Nerven. Wieder legte der VfL einen Zahn zu, vor allem Laszlo Majsai wuchs in dieser Phase der Partie über sich hinaus. Und gegen den riesigen Siegeswillen der Weinroten hatten letztlich auch die Gersthofener nichts mehr entgegenzusetzen. Selbst eine offene Verteidigung brachte sie nicht mehr zurück ins Spiel. "Es war die erwartet schwere Partie. Ich bin erleichtert, dass wir dieses Ding gewonnen haben", sagte Trainer Kees nach dem Spiel.
VfL-Tore: Majsai (10/7), Rathgeber (6), Yapicioglu (5), Rembold, Rennert (je 4), Bierhals (3), Spengler (1/1).
Stichwörter:
Handball