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Günzburg (ssch).
Klarer als zunächst erwartet waren die Rollen beim Bezirksoberliga-Derby zwischen den Handballern des VfL Günzburg und des SC Ichenhausen verteilt. Die Zuschauer in der Rebayhalle sahen beim deutlichen 39:19-Sieg der Hausherren zwar eine torreiche Partie, spannend war es jedoch nur in den ersten 30 Minuten.
Den besseren Start erwischte die blutjunge Truppe aus Ichenhausen. Während der Woche hatten sich die Günzburger im Training zwar bestens auf die offensive Deckung der Königsblauen eingestellt, doch im Spiel machten sie zunächst die gleichen Fehler wie schon beim Remis im Hinspiel. Mit 5:9 lagen die Weinroten in Rückstand. "Wir waren sichtlich beeindruckt vom engagierten Auftreten der Ichenhausener", meinte VfL-Trainer Jürgen Kees. Er nahm in dieser frühen Phase der Partie bereits eine Auszeit und versuchte seine Mannschaft wachzurütteln. Und dies gelang ihm auch. Nach einer Viertelstunde legten die Gastgeber einen Zahn zu, glichen zum 9:9 aus und setzten sich bis zur Halbzeitpause auf 17:14 ab.
Und dann ging alles ganz schnell. "Ich hätte nie im Leben gedacht, dass es so einfach wird", meinte auch Kees nach der Partie. Denn seine Truppe bewies in den zweiten 30 Minuten eindrucksvoll, warum sie in dieser Spielzeit noch keine einzige Niederlage kassierte. Das Team agierte nun konzentrierter, stand in der Deckung sicherer und ließ fortan keine schnellen Gegenzüge der Gäste mehr zu. Auch auf die offensive Ausrichtung des SCI hatte sich der VfL mit der Zeit eingestellt. Auf 23:16 zogen die Hausherren nach Wiederanpfiff davon und es sollte noch schlimmer kommen. Vom 26:18 bis zum 37:18 gelang der Truppe von Trainer Klaus Hornung kein einziger Treffer. Der Widerstand war gebrochen.
"Wir hatten eine schlechte erste Viertelstunde", meinte Kees nach dem Schlusspfiff. Letztlich gebe es aber am Spiel seiner Mannschaft nichts auszusetzen. Und beim SCI? Den Königsblauen bleiben nunmehr nur noch zwei Spiele, um den drohenden Abstieg abzuwenden – die Derbys in Niederraunau und Leipheim.
VfL-Tore: Majsai (9/5), Rennert, Rembold (je 5), Spengler (4/1), Sadlo, Rathgeber (je 4), Bierhals (3), Plesa, Yapicioglu (je 2), P. Kees (1).
SCI-Tore: Stöckle (6/2), Völkl (5), Steck (3), Herbel, Miehle, Hornung, Schößler, Trenkenschuh (je 1).
Stichwörter:
Handball