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Es war die Neuauflage des CL-Finals vom letzten Jahr zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und Olympique Lyon. Einen 0:1-Rückstand zur Pause konnten die Potsdamerinnen nicht mehr aufholen. Stattdessen erhöhte Lyon kurz vor Schluss auf 2:0 und holte sich verdient den Titel.
Das Champions-League Finale im Londoner „Graven-Cottage“-Stadion im Stadtteil Fulham war aus deutscher Sicht DAS Highlight vor der Frauen-Fußball-WM, die am 26. Juni mit dem Auftaktspiel zwischen Deutschland und Kanada im Berliner Olympiastadion beginnt. Der 1. FFC Turbine Potsdam hatte die große Chance, zum zweiten Mal in Folge den CL-Pokal mit nach Hause zu nehmen. Doch in diesem Jahr machte Olympique Lyon der Mannschaft von Bernd Schröder einen Strich durch die Rechnung.
Revanche für die Finalleite im letzten Jahr
Damit ist den Französinnen die Revanche für die Final-Niederlage im letzten Jahr geglückt. Das Team von Patrice Lair nahm nach einem guten Auftakt der Potsdamerinnen und der ersten großen Torchance durch Isabel Kerschowski (5.) das Heft zunehmend in die eigene Hand. Die Offensivqualitäten der Französinnen führten im ersten Abschnitt so zu einigen guten Möglichkeiten. Nach drei vergebenen Chancen ging Lyon in der 27. Minute verdient durch Wendie Renard in Führung. Bis zur Halbzeit ging bei den Potsdamerinnen nicht mehr viel, sodass sich beide Mannschaften mit einem Unentschieden in die Kabine verabschiedeten.
Problem: Mangelhafte Chancenverwertung
In der zweiten Halbzeit wachte das Personalgeschwächte Team von Bernd Schröder, der aufgrund der WM-Vorbereitung auf einige Leistungsträgerinnen verzichten musste, auf. Lyon konzentrierte sich mehr und mehr auf die Defensive, sodass Potsdam nun das Spiel machte. Die mangelhafte Chancenauswertung verhinderte aber den Ausgleich. In den letzten Minuten warfen die Brandenburgerinnen noch einmal alles nach vorne. Die Bemühungen wurde aber nicht mehr belohnt. Stattdessen machte Lyon mit dem 2:0 in der 85. Minute durch die eingewechselte Lara Dickenmann den Sack zu.
"Diese schwere Niederlage muss man erst einmal verkraften"
Die Enttäuschung der Turbine-Spielerinnen nach der Niederlage war groß: “Wir haben uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen und waren selbst zu harmlos. Diese schwere Niederlage muss man erst einmal verkraften. Lyon war effektiver und gefährlicher und hat deswegen auch verdient gewonnen“, äußerte sich Kapitänin Jennifer Zietz nach dem Spiel gegenüber womensoccer. Nun bleibt den Potsdamerinnen wie allen anderen Fußballfans „nur“ die Freude auf die anstehende Heim-WM.
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