(Skilanglauf)
Positives Fazit
Nach der Tour können die Verantwortlichen auch in diesem Jahr ein positives Fazit ziehen. Der Zuschauerzuspruch wurde gesteigert, Kinderkrankheiten abgelegt und der Spannungsbogen bis zum Schluss hochgehalten.
Es begann mit unserer Anreise am 25.12.nach Oberhof.Als ich mit meinem nicht gerade spärlichen Gepäck in München bei Tobi Angerer und Evi Sachenbacher zustieg.Mit viel Glück verstauten wir Alles im Audi A 4 und umbauten Evi förmlich auf dem Rücksitz.Um 19 Uhr kamen wir dann dort an und bezogen unser Quartier in der Kaserne,wo wir zwar nicht komfortabel,aber fern von Presse und sontigem Trubel untergebracht waren.

Am 27.12.gings dann furios für uns los.Die Tour hätte gar nicht besser beginnen können. Vor zahlreich erschienenem heimischen Publikum in Oberhof gelang den DSV-Startern eine Sensation. So konnte sich im Prolog bei den Damen über 2,8 Kilometer Freistil Claudia Nystad gegen die starke internationale Konkurrenz durchsetzen. Auch die anderen sechs DSV-Damen platzierten sich alle unter den ersten 30. Nur wenig später gelang Axel Teichmann bei den Herren eine ähnliche Überraschung. Er hatte nach 3,7 Kilometern einen sagenhaften Vorsprung von neun Sekunden auf den Schweizer Dario Cologna herausgelaufen. Fünf Deutsche unter den ersten 18 waren auch hier ein sensationelles Mannschaftsergebnis.

Angesichts unserer kompakten Mannschaftsleistung lösten wir Allerorts Erstaunen und Kopfschütteln aus.Steffi Böhler als 9.,Evi als 12.und bei den Herren Reichelt als 6.,Angerer 12.Sommerfeld 16. und Filbrich als 18 schafften das beste Ergebnis aller Zeiten.Am Tag darauf stand dann bei den Damen 10 Km Verfolgungsrennen an,wo unsere Techniker einen Fehlgriff in die Waxkiste taten und Evi Stehle als beste 10.wurde und Nystad von Platz 1 auf 16 zurückfiel.Bei den Männern konnte dann noch entsprechend umgewachst werden und Axel Teichmann und Dario Colonia lieferten sich ein packendes Rennen,das der bärenstarke Schweizer im Zielsprint für sich entschied.Axel mit Platz 2 und Tobi als 5 konnten abermals zuschlagen.

Flugs packten wir unsere 7 Sachen zusammen und fuhren 500 Kilometer weiter nach Prag,wo am nächsten Tag der Sprint gestartet wurde.Hier schafften es bei den Männern Tobi Angerer und Tom Reichelt unter die leten 30 und wurden dann mit den Plätzen 17 und 20 belohnt.Die Strapazen zollten nun auch Tribut.Rene Sommerfeld musste mit Fieber die Tour abbrechen,Manu und Nicole brachen ebenfalls hier die Tour ab,Angerer und Böhler erkälteten sich ebenfalls,bekamen aber grünes Licht zum Weitermachen.Bei den Damen belegte Claudia Rang 6,Evi wurde 10 und Steffi 13,was wiederum sehr gut war.

Nun waren es nur 200 km bis Nove Mesto und ein Ruhetag war angesagt.An Sylvester war dann bei eisiger Kälte,Nebel und Wind 10 bzw.15 km Klassisch Rennen.Axel Teichmann lief großartig und siegte zum 2.Mal.

Auch Fips(Jens Filbrich) als 11.überraschte.Der schwer angeschlagene Tobi Angerer bekam kaum Luft und wurde 38,Reichelt gar nur 45.Bei den Damen konnten nur Katrin Zeller als 12 und Steffi Böhler gefallen,Evi und Claudia verloren wertvollen Boden und fielen in der Gesamtwertung aussichtslos zurück.Am 1.Januar 2009 war nun wieder Sprint angesagt.Bei den Männern war nur Axel Teichmann als 23 unter den 30 Prologbesten,aber auch die Frauen schieden diesmal allesamt im Viertelfinale aus,beste war Steffi auf Platz 14.Nach diesem Rennen kam nun auch das Touraus für Tobi Angerer,es machte keinen Sinn mehr,Husten und Nebenhöhlen machten ein Weitermachen unmöglich.

Sofort nach dem Rennen fuhren wir dann 500 Kilometer nach München zur nächsten Übernachtung,wo es dann am nächsten Morgen weiterging nach Italien.Val di Fiemme war das letze Etappenziel,wo am 3.Januar das Massenstartrennen gestartet wurde.Axel Teichmann wuchs hier regelrecht über sich hinaus.Nicht nur das er das Rennen gewann,er holte auch 60 Bonussekunden(nach jeder Runde wurden für die drei Erstplazierten 15,10,5 Bonussec.vergeben)In seinem Sog wurde Fips,der nun auch mit Erkältung kämpfte 7.Bei den Damen war wiederum Steffi Böhler beste Deutsche auf Rang 13.Nun war die Tour auch für Evi Sachenbacher zu Ende.Am vorletzen Tag brach die Erkältung richtig aus und machte ein Weitermachen unmöglich,Steffi und Fips konnten am nächsten Tag angeschlagen starten.
Der Schlusstag bei den Frauen begann mit einem Paukenschlag.Die führende Virpi Kuitonen wurde am Berg von Sarinnen überholt,hängte sich aber dran und konnte dann im Schlusssprint diesen "Almauftrieb"(Steigung bis zu 28%)für sich entscheiden.Beide Finninnen fielen nach der Ziellinie entkräftet in den Schnee und blieben minutenlang liegen.Beste unseres Teams wurde Steffi Böhler,die in der Gesamtwertung Platz 13 belegte,Claudia Nystad wurde 16,Katrin Zeller 17.

Großes Finale auf dem Weg zur Alpe Cermis
An Dramatik war die Entscheidung der Damen am letzten Anstieg dann kaum zu überbieten. Zunächst erlitt Virpi Kuitunen einen kleinen Einbruch und musste Aino Kaisa Saarinen vorbeilassen. Dann wendete sich das Blatt erneut und Kuitunen konnte sich auf den letzten Metern den Gesamtsieg sichern. Die Tagesbstzeit erzielte Therese Johaug, die sich damit noch auf Rang sechs nach vorne kämpfte. Steffi Böhler sicherte sich mit guter kämpferischer Leistung Rang 13. Etwas unspektakulärer wurde der Sieg bei den Herren vergeben. Dario Cologna baute seinen Vorsprung bereits auf den flachen Kilometern zu Beginn immer weiter aus und lief ungefährdet zum Gesamtsieg. Dahinter erwehrte sich Axel Teichmann der Tempoverschärfung von Roenning, Rotchev und Northug. Schließlich musste der Deutschen den sprintstarken Norweger Northug vorbeilassen und sich ganz knapp mit Rang drei zufrieden geben. Besonders erwähnenswert ist noch die zweitschnellste Laufzeit von Tom Reichelt, der ein weiteres Mal seine Skating-Klasse unter Beweis stellen konnte.
Bei den Männern ließ Dario Cologna von Anfang an keine Zweifel aufkommen,die Tour zu gewinnen.Er vergrößerte seine Vorsprung auf Axel zusehends von 33 Sekunden auf maximal 1,22 Minuten.Hier wurde es noch sehr spannend um die Plätze auf dem Podest.600 Meter vor dem Ziel liefer der Norweger Nordhug auf Teichmann auf,um Ihm dann im Zielsprint noch Platz 2 wegzunehmen.Aber der stämmig gebaute Axel Teichmann war überglücklich und erreichte mit Platz 3 ein nie für möglich gehaltenes Ergebnis bei der Tour.Jens Filbrich wurde gesamt 13. und der junge Tom Reichelt verbesserte sich mit zweitbester Laufzeit am Schlusstag von Platz 39 auf 29.Schnellster am Berg war der Italiener Di Centa,der von Platz 13 kommend noch 4.wurde.

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