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(Behindertensport)
Am zweiten Wettkampftag sammeln die deutschen Athleten weiter Medaillen
Die deutsche Equipe ist auch im Behindertensport für Medaillen gut – die deutsche Dressurreiterin Britta Näpel holte sich auf Cherubin mit 71,909 Prozentpunkten die Goldmedaille. Das gesamte deutsche Team kann mit seiner Leistung zufrieden sein. Steffen Zeibig und Angelika Trabert auf Platz fünf und acht rundeten das gute Teamergebnis ab. Platz zwei belegte Lauren Barwick aus Kanada und der dritte Rang wurde von C.C. Nielsen aus Dänemark ergattert.
Auch im „Schwimmwürfel“ ging es heute um Medaillen für deutsche Athleten. Die Gold-Hoffnung Kirsten Bruhn musste sich über 100m Freistil mit dem dritten Rang begnügen. Mit ihrer Zeit von 1:12,93 schwamm sie zur Bronze-Medaille, die Amerikanerin Erin Popovich gewann Gold vor Cortney Jordan (ebenfalls USA). Maria Götze (100m Freistil) und Robert Dörries (400m Freistil) belegten jeweils den vierten Platz.
Ramona Brussig wollte es ihrer Zwillingsschwester Carmen heute nachmachen und eine Medaille in Peking holen. Beim Judo der Frauen bis 57kg konnte sie auch keine der Mitstreiterinnen vor dem Finale aufhalten. Dort traf sie auf die 19-jährige Weltmeisterin Wang Lijing, die sie vorher schon öfter geschlagen hatte. Leider unterlag die 31-jährige Deutsche der Chinesin und gewann damit die Silber-Medaille.
Im Vogelnest, dort finden die Leichtathletik-Wettbewerbe statt, ging der Medaillenregen für die deutschen Athleten weiter. Die Kugelstoßerin Marianne Buggenhagen konnte zwar ihre Siegesserie (sie gewann bereits vier Mal Gold bei Paralympics in ihrer Paradedisziplin) diesmal nicht fortsetzen, gewann aber die Bronze-Medaille. Silber ging in diesem gemischten Wettbewerb an Martina Willing. Die Kugel der deutschen Leichtathletin landete mit 8,61m auf einer neuen Weltrekord-Weite. Doch auf Grund der Berücksichtigung der körperlichen Einschränkung und der daraus folgenden Umrechnung der Punkte gewann die Tschechin Eva Kacanu (6,73m) Gold.
Beim Speerwerfen glänzte es für das deutsche Team heute ebenfalls silbern. Andrea Hegen schleuderte den Speer auf 39,23 Metern und stellte damit in der gemischten Klassen F42 bis F46 einen neuen Weltrekord auf. Diese Silbermedaille ist für die 23-jährige bereits ihre zweite paralympisches Edelmetall, sie gewann 2004 Bronze.
Auf der Radrennbahn verkaufte sich das deutsche Team auch sehr gut. Gleich zwei silberne Medaillen ergatterten die deutschen Athleten heute. Wolfgang Sacher belegte in der Einzelverfolgung über 4000m hinter dem Australier Michael Gallagher Rang zwei. Die deutsche Radsport-Hoffnung Natalie Simanowski zeigte gleich in ihrem ersten Wettbewerb, Zeitfahren über 500m, dass die Konkurrenz mit ihr rechnen muss. Sie belegte hinter der Neuseeländerin Paula Tesoriero, die mit 43,281 Sekunden einen Weltrekord aufstellte, den zweiten Platz.
Bei den Sportschützen gab es ebenfalls erneut Edelmetall. Norbert Gau schoss sich im Finale noch auf den zweiten Platz vor, er hatte vorher auf dem dritten Rang gelegen, und gewann Silber. Josef Johann landete nach einem schlechten ersten Finalschuss auf dem fünften Platz. Gold ging an den Schweden Jonas Jacobsson.
In den Mannschaftssportarten lief es heute nicht so gut. Die deutschen Goal-Damen mussten bereits ihre zweite Niederlage einstecken. Sie verloren mit 0:3 gegen China. Die Rollstuhl-Basketballerinnen unterlagen dem amerikanischen Team mit 38:42. Und auch die Rollstuhlbasketball-Herren unterlagen in einem spannenden Spiel gegen Japan mit 56:58.
Der Segler Heiko Kröger belegt nach dem ersten Wettbewerbs-Tag Platz zwei und hat damit eine gute Ausgangslage für die restlichen Rennen. Die Rollstuhl-Tennisspielerin Katharina Krüger siegte in ihrem Auftaktmatch gegen die Polin Agnieska Bartczak mit 7:6 (7:1), 6:7 (5:7), 6:3. Im Achtelfinale trifft sie auf Esther Vergeer aus Holland.
(Foto: Britta Näpel)
Quelle: Paralympics Beijing 2008, 8. September (dbs)
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