Klaus Krawelitzki |
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19820 Aufrufe | 07.10.2008 |
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(Windsurfen) Zugegeben, es ist ein langer Bericht, aber es werden auch die Top Spots Brasiliens präsentiert. Wir haben ca. 2000 Bilder gemacht, wer also mehr möchte, schaut auf www.sportreisen.de oder meldet sich unter berlin@sportreisen.de
Reisebericht Brasilien, September 2008
Autor: Klaus Krawelitzki, SUN+FUN Berlin, www.sportreisen-berlin.de
Telefon: 030-326 01 733, oder Mail berlin@sportreisen.de, Gäste aus dem Westen der Republik wenden sich an SUN+FUN West, Bernd Valkyser, www.sportreisen-west.de, Telefon 0228-766 89 68, oder Mail bonn@sportreisen.de
Brasilien gibt uns einen neuen Surf- und Kitespot nach dem anderen. Um auf dem Laufenden zu bleiben und aktuellste Informationen für unsere Beratungsgespräche zu haben, bin ich mit Bernd aus der Bonner Buchungsstelle im September 08 zu einer längeren Inforeise aufgebrochen. Insgesamt haben wir uns 8 Spots angeschaut und waren fast überall auf dem Wasser.
Nach wie vor ist die Anreise mit der TAP die einzige sinnvolle Alternative, nachdem Edelweiß die Strecke eingestellt hat und die TACV teilweise sehr unzuverlässig geflogen ist. Bernd ist in Frankfurt gestartet, ich bin von Hamburg geflogen, in Lissabon haben wir uns getroffen und sind sofort nach dem Einchecken in Richtung Innenstadt aufgebrochen. Es galt ca. 7 Stunden Wartezeit zu überbrücken.
Das neuerliche Einchecken war notwendig, weil zu unserer Startzeit in Deutschland die TAP Computer in Lissabon noch nicht online waren und so ein Durchchecken nicht möglich war.
Die lange Wartezeit in Lissabon sollte man unbedingt für einen kurzen Ausflug in die Stadt nutzen. Mit dem Bus dauert es ca. 45 Minuten bis man mit der Linie 745 im Zentrum ist. Vom Zentrum zum Flughafen hat es dann nur 30 Minuten gedauert. Taxen sind kaum schneller, funktionieren aber selbstverständlich auch.
Wer 100km oder mehr vom Abflughafen in Deutschland entfernt wohnt hat die Möglichkeit den TAP Service in Anspruch zu nehmen und eine kostenlose Zwischenübernachtung in Lissabon zu nutzen. Dann reist man am Vortag an, kann in aller Ruhe in einem TAP Stadthotel übernachten und dann am nächsten Tag gemütlich den zweiten Teil der Strecke angehen. Die Hotels sind auf Anfrage, aber in der Regel bekommen wir eine Bestätigung dafür. Die ansonsten anstrengende Anreise wird so deutlich entspannter.
Der Flug auf der Hauptstrecke von Lissabon nach Fortaleza war entspannt. Die Maschinen sind gepflegt, der Sitzabstand ok und der Service ist halbwegs in Ordnung.

Wir hatten uns in Fortaleza ein Auto gemietet. Einen einfachen Fiat Palio (Polo-Klasse) und entgegen anders lautenden Aussagen sind wir damit überall hingekommen, auch bis nach Jericoacoara und Prea. Aber dazu später mehr. Die Mietwagenpreise sind vergleichbar und in Ordnung. Wichtig ist, dass man kurz vor der Abgabe in Fortaleza noch einmal durch die Waschstraße fährt und den Wagen voll tankt, das spart Extrakosten bei der Abgabe.
Als erste Station hatten wir uns Uruaú ausgesucht. Es liegt ca. 75 Kilometer südlich von Fortaleza in der Nähe von Beberibe. Es ist nicht ganz einfach aus Fortaleza heraus zu finden, deshalb macht es Sinn schon in Deutschland nach einer guten Karte zu schauen oder die Route bei google maps zu planen. Wenn das nicht hilft nimmt man sich ein Motorrad Taxi und lässt sich bis zur CE 040 führen, von dort ist es dann kein großes Problem mehr Uruaú zu finden. Wer einen Transfer gebucht hat ist natürlich fein raus.
Wer während seines Brasilien Aufenthalts mehrere Spots abfährt ist flexibler und günstiger mit dem Mietwagen unterwegs.

In dem von uns besuchten Teil von Brasilien, der Region Ceará, wird es in den Monaten August bis Januar immer gegen 18 Uhr dunkel, so waren wir am Ende im Dunkeln unterwegs, was die Fahrt nicht erleichtert hat, aber wirklich kein großes Problem darstellte. Kurz bevor wir vom Highway zum Strand abbiegen mussten, zeigte ein großes Schild von „Pro Kite Brasil“ an, dass wir es gleich geschafft hatten.
Ehrlich gesagt hatten wir erwartet an ein mehr oder weniger verlassenes Stückchen Strand geleitet zu werden und waren sehr angenehm überrascht, als wir in das kleine Örtchen einliefen. Gigi und Ricardo saßen schon in der Bar an der Hauptstraße und haben auf uns gewartet. Von dort zur Pousada Villagio Tudo Bom sind es nur ein paar Meter und wir waren angekommen. Die großzügige Anlage liegt an einem Hang ca. 300 Meter vom Wasser entfernt. Ein Haupthaus mit Frühstücksbereich und Swimming Pool wird durch 5 Pousadas ergänzt. In jeder der Pousadas gibt es einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche. Darum gruppieren sich vier großzügige Doppelzimmer die auch mit drei Personen belegt werden können. Vor den Pousadas gibt es eine große Terrasse mit Hängematten, Stühlen und Sofas. Sehr lässig und von den oberen auch mit perfektem Blick auf´s Wasser.

Die Doppelzimmer sind alle mit Dusche / WC ausgestattet, so dass man genug Privatsphäre hat und den Gemeinschaftsraum als prima Ergänzung nutzen kann. Sowohl Pärchen als auch kleine Gruppen sind perfekt untergebracht, wenn man etwas Community haben möchte.
Unsere zweite Unterkunft liegt direkt am Wasser neben der Kitestation. Die Pousada Zebra Beach hat entgegen unserer Beschreibung im Katalog nicht einen Stern sondern mindestens 2 Sterne plus. Sehr sauber, sehr gemütlich, direkt am Strand, mit kleinem Garten, offenem Frühstücksbereich und einer kleinen Dachterrasse zum Träumen. Einen Pool gibt es nicht, braucht es aber auch nicht, weil der genau ein Grundstück daneben, auf dem Gelände der Kitestation, zu finden ist. Trotz des Fluges und der langen Anreisezeit wacht man am ersten Morgen aufgrund der Zeitverschiebung sehr früh auf und fühlt sich auch fit. Und das ist auch gut so, denn es erwartet einen ein richtiges Highlight. Die Station von Pro Kite Brasil ist schon eine kleine Perle. Ich habe noch selten eine Station gesehen, die ein paar Tage nach ihrer Eröffnung so perfekt hergerichtet war wie die von Gigi und Ricardo.
Die beiden Italiener haben vor 10 Monaten die Stelle entdeckt und dann innerhalb kurzer Zeit die Genehmigungen und Verträge klar gemacht. Respekt, denn wir sind in Brasilien!
Auf dem Gelände einer ehemaligen Pousada befindet sich ein Restaurant mit Terrasse, Swimming Pool, Stationsgebäude, Garten, Dusche und sanitären Anlagen. Und alles tip top gepflegt. Schaut Euch die neue Bildergalerie von Uruaú an.

Gigi war 7 Jahre Kitekoordinator bei Rene Egli auf Fuerteventura. Ricardo hat an etlichen Kitestationen und zuletzt ebenfalls auf Fuerte gearbeitet. Sie werden durch Camila, die den Shop leitet und durch Daniel den österreichischen Kitelehrer ergänzt. Ab Dezember wird Daniel durch einen deutschen Kitelehrer (Christoph) ersetzt.

Stationsmäßig gibt es neben Storage und Shop noch eine Werkstatt, ein Motorboot und einen Buggy. Im Verleih und bei der Schulung wird Material von Cabrinha eingesetzt. Alles neu und alles sehr gepflegt.
Vor der Tür nach Lee gibt es eine kleine Anfängerlagune, die tidenabhängig mehr oder weniger groß wird und das offene Meer mit sideonshore Wind von rechts. 5 Buggyminuten entfernt gibt es eine Süßwasserlagune mitten in weißen Sanddünen mit einem Palmenwald auf der gegenüberliegenden Lagunenseite. Ein perfektes Freestylerevier! Ca. 20 Buggyminuten entfernt bildet sich bei Flut an der Flussmündung des Nova die riesige Flachwasserlagune Barra Nova. Dort geht es für Kiter richtig zur Sache. Größtenteils stehtief und bei Flut riesig groß hat man hier richtig Spaß. Fischretaurants direkt an der Lagune bietet einheimische Spezialitäten, Fisch, Fleisch, Gemüse, alles was man für einen entspannten Kitetag braucht. Entweder man lässt sich mit dem Buggy direkt nach Barra Nova shuttlen, oder man kombiniert eine begleitete Downwindsession mit dem Lagunenkiten.

Bernd und ich waren schnell überzeugt, dass wir mit Uruaú einen richtig guten Kitespot gefunden haben, der eine Menge Potential für die Zukunft hat und mit den beiden Stationsleitern auch noch über großes Spaßpotential verfügt. Wenn alles gut läuft, werden die beiden in der kommende Saison auch noch eine Windsurfstation aufbauen. Wir halten Euch darüber auf dem Laufenden.

Von Uruaú ist es nicht mehr weit nach Parajuru. Dort wird Thomas Beckmann vom Kiteboarding Club El Gouna eine neue Station aufmachen. Noch ist davon nichts zu sehen, aber der Spot selbst ist interessant. Durch Ebbe und Flut, bildet sich innerhalb einer vorgelagerten Sandbank ein Flachwasserbereich. Wir waren nur kurz dort um uns einen Eindruck zu verschaffen, deshalb können wir noch nicht zu viel dazu sagen. Aber wir bleiben natürlich am Ball!
Von Uruaú sind wir dann nach Cumbuco aufgebrochen. Der wohl bekannteste Kitespot in Brasilien liegt vor den Toren Fortalezas ca. 25 km nördlich des Flughafens. Die kurze Transferzeit ist einer der Pluspunkte von Cumbuco, aber auch die große Auswahl an Unterkünften, guten Kitestationen und die Möglichkeit am Abend auch mal unterwegs zu sein zeichen den Spot aus.

Bei den Unterkünften haben wir uns auf die Strandhotels Duro Beach, Eco Paradise und Windtown konzentriert. Bei den Kitestationen arbeiten wir mit Kiteline Brasil von Christof Lemberg und der Brunotti Station im Windtown zusammen. Beide Stationen sind professionell geführt und bieten das volle Programm: Schulung, Verleih, Downwindsession, Ausflüge zur Cauipe Kitelagune. Besonders erwähnenswert ist Christofs Schulung. Hier haben wir immer eine super Resonanz von den Gästen und auch jetzt als wir vor Ort waren, konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass sich Christof hier immer besonders viel Mühe gibt!


Mit dem relativ neuen Hotel Duro Beach haben wir eine prima Ergänzung zu den beiden anderen Stammhäusern gefunden. Südlich des Zentrums gelegen bietet das kleine, 25 Zimmer Hotel einen guten Standard. Die Zimmer sind zwar ohne Klimaanlage, aber mit einer guten natürlichen Belüftung ausgestattet. Safe, Ventilator, Kühlschrank und TV sind Standard. Fast von jedem Balkon hat man Meerblick. Die ebenerdigen Zimmer mit Terrasse müssen durch die Palmen hindurchlinsen, also auch fast Meerblick. Das Frühstück wird im Garten an einem großen Gemeinschaftstisch serviert, sehr lässig! Und war wie eigentlich überall sehr üppig und gut. Momentan noch kostenlose Kitelagerboxen sind ebenfalls vorhanden. Man ist also nicht zwingend auf die Stationen angewiesen. Wir empfehlen dies aber nur erfahrenen Kitern. Die Entfernung zum Kiteline Center von Christof beträgt knapp 500 Meter.

Das Eco Paradise ebenfalls direkt am Wasser und sehr zentral gelegen ist eines der größeren Häuser in Cumbuco. Mit ca. 70 Zimmern haben wir hier auch in der Hochsaison noch die Chance ein Zimmerchen zu bekommen. Die Zimmer selbst sind sehr groß und in zwei Räume geteilt. Es lässt sich also bequem auch mit drei oder vier Personen belegen. Leider hat man nur eingeschränkten Meerblick, weil die beiden Flügel quer und nicht frontal zum Meer ausgerichtet sind. Dafür kann man bei Buchung ansagen, ob man ein Doppelbett oder zwei Einzelbetten haben möchte, durch die große Anzahl der Zimmer und bei rechtzeitiger Buchung bekommen wir das in der Regel dann auch bestätigt.
Sehr angenehm entwickelt hat sich das Windtown. Gab es im ersten Jahr noch Stress mit einer illegalen Baustelle auf dem Nachbargrundstück ist nun Ruhe eingekehrt und der Holländer Rainier hat ein schickes Plätzchen entwickelt. Die 12 Zimmer sind sehr offen und kommunikativ gestaltet, es gibt viele gemeinsame Plätze an denen sich die Gäste aufhalten und entspannten Urlaub genießen. Ganz neu ist der Spa und Massage Bereich auf dem Dach des Hauptgebäudes. Tipp!

Die Cauipe Lagune ist ca. 10 Buggyminuten entfernt und war wieder einmal ziemlich voll. Selten haben wir so viele Schirme am Himmel gesehen wie dort. Gerüchte über mangelhafte Wasserqualität hin oder her. Hier geht die Post ab. Schaut auch dazu die neue Bildergalerie Cumbuco an.

Natürlich haben wir uns auch noch einige andere Kitecenter und Hotels angeschaut, wenn Ihr also Fragen zum Golfino, Cumbuco Beach oder zur HiLife Station habt, meldet Euch einfach.
Unser Fazit: Cumbuco wird trotz der vielen neuen Alternativen einer der Top Spots in Brasilien bleiben. Die Nähe zum Flughafen, die gute Infrastruktur mit zahlreichen Restaurants und Bars und die gute Auswahl an Hotels und Stationen sind eine Garantie für einen gelungenen Kiteurlaub. Und wie überall in Ceará: der konstante Wind von Ende August bis Mitte Januar. Hier muss also noch etwas umgedacht werden. Wer Cumbuco nur im November einplant nimmt sich selbst ein Menge Optionen.
Bevor wir weiter nach Flecheiras gefahren sind, haben wir einen Abstecher in Lagohinha gemacht. Immer wieder hört man dass es dort gute Kitebedingungen gibt. Als wir dort waren, haben wir leider keine Kiter getroffen und geben deshalb nur unsere eigene Meinung wieder.
Die wunderschöne Bucht mit den roten Felsen ist klasse und wird nur noch durch die Villa Lagohinha getoppt. Das unter Schweizer Leitung stehende Guesthouse ist schon sehr edel. Der perfekt gepflegte Garten hört direkt an der Steilküste auf, als einziges Möbelstück steht eine riesige Teakholzbank im Garten von der man einen phantastischen Blick über die Bucht hat. Die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet und gestaltet. Da es keine Station in Lagohinha gibt, muss man sein eigenes Material mitbringen.

Wir denken, dass eine Gruppe von Freunden dort einen super schönen Kiteurlaub verbringen kann, ansonsten wird man durch die wenige Infrastruktur kaum Abwechslung finden. Als Etappenziel für eine kleine Rundreise entlang der Küste ist Lagohinha gut geeignet und gehobene Ansprüche an die Unterkunft werden hier sicher erfüllt.
Beachtet die neue Bildergalerie Lagohinha.
Flecheiras ist der erste Spot an dem wir sowohl Windsurfen als auch Kiten konnten.
Schon die Anfahrt nach Flecheiras lässt einem das Herz schneller schlagen. Weiße Sanddünen und kräftiger Wind sind die ersten Eindrücke die man einfängt wenn man durch Barnina Richtung Flecheiras fährt. Alles wirkt sehr aufgeräumt und sauber, vielleicht liegt es an der neu gemachten Straße, oder den Bürgersteigen (in Brasilien Bürgersteige!), alles wirkt sehr einladend und freundlich.

Gleich am Ortseingang steht die gepflegte und top ausgestattete Planet Station von Patrick Steiger. Viele kennen den sympathischen Schweizer aus Mykonos oder Sal. Er hat sich am Strand von Flecheiras „seine“ Station gebaut. Auf dem Gelände des Nootka Beach Hotels (früher Solar das Velas) befindet sich nicht nur die Surfstation sondern auch die Planet Kitestation.

Das Hotel hatte in den letzten beiden Jahren nicht immer die besten Kritiken bekommen. Aber durch die Umbenennung gab es nun neue Ideen und so wurde in diesem Jahr der gesamte Eingangsbereich mit Rezeption, Frühstückgelände, Restaurant, Entree und Shop renoviert und neu gestaltet. Sehr geschmackvoll und in Kombination mit dem großen Garten eine richtig runde Geschichte. Die oberhalb am Hang liegenden Zimmer sind nach wie vor schlicht und einfach, aber sehr sauber und vor allem der Blick in die Bucht entschädigt für den mittleren Standard. Sasha die deutschsprechende Managerin aus England hat uns zugesichert, dass nach der Saison die Zimmer renoviert werden und dann wird es sicher ein drei Sterne plus Haus werden.
Das zweite Hotel, das wir im Programm haben ist das luxuriös und künstlerisch gestaltete Orixas. In der Vergangenheit gab es 6 oder 7 Zimmerkategorien, das wird sich zum Glück bald ändern und dann gibt es nur noch 4 Kategorien. Wir haben uns die Zimmer genau angeschaut und wer das, zugegebener Maßen nicht gerade billige Hotel, in die engere Auswahl nimmt, sollte dringend mit uns telefonieren. Wenn schon denn schon.
Das Revier von Flecheiras funktioniert von September bis Januar und ist durchaus anspruchsvoll. Beachstartaspiranten müssen eine Menge Motivation mitbringen. Wasserstart ist eigentlich Pflicht und Kiter müssen auch bei stärkerem Wind und kurzen, steilen Wellen klar kommen. Aber dann macht es richtig Spaß. Die ersten 100 Meter gibt es einen leichten Luvstau und der Wind ist etwas böig, vor allem Kiter merken das, aber draußen ist der Wind dann frei und schön konstant. Je nach Tidenstand geht das Wasser bis zu 40 Meter zurück und man muss etwas weiter zum Wasser laufen. Die Wellen sind oft kurz und steil, springen ist also ein Traum und dadurch dass die Welle nicht zu hoch wird, können Freestyler perfekte Manöver zeigen. Kiter weichen gerne etwas nach Lee aus, weil dort die Welle bis an den Strand läuft und kein Luvstau herrscht.


Das die schmale Straße die Station und Beach Club/Strand trennt ist kein Problem. Die wenigen Autos, die dort fahren hat man im Blick und da der Weg zum Wasser eh nicht so weit ist, sollte man sich durch anderweitige Darstellungen nicht verunsichern lassen.

Der Ort Flecheiras hat alles was man zum Urlaub machen braucht. Etliche Restaurant haben neu eröffnet, die Auswahl kann getrost als riesig bezeichnet werden. Dazu jeden Menge Bars und, ganz neu, eine Diskothek. Auch hier setzt sich der aufgeräumte und nette Charakter fort, den wir schon gleich zu Anfang hatten. Für uns machte das alles einen typisch südamerikanischen Eindruck. Lässig und verschlafen genug um sympathisch und gastfreundlich zu wirken und durch die professionell arbeitende Station und das funktionierende Hotel eine richtig gute Alternative zu den anderen Spots an denen man Kiten und Surfen kann.

Der nächste Spot ist schwer auf der Karte zu finden. Icaraiziho wird oft nur als Icarai beschrieben und es gibt meherere Iracais entlang der Küste. Unser Icaraizinho liegt 5 km südlich von Moitas und ca. 160 km nördlich von Fortaleza Airport.


Auch hier merkt man, dass man in Südamerika ist. Staubige Strassen, Palmen, Wind, Pferde auf den Strassen und die Menschen liegen mittags in der größten Hitze in ihren Hängematten und dösen dem Abend entgegen. Schwere LKW´s und Kettenfahrzeuge bauen im Moment die neue Straße vom Highway CE 085 nach Icarai. Diese Stimmung hat uns immer wieder gefesselt und neben den tollen Stränden war das ein prägendes Element unseres Brasilientrips.

Am Strand angekommen pfiff uns gleich wieder der Wind um die Ohren und wir machten uns sofort auf den Weg ans Wasser. Die Station von Club Ventos hat gerade neues Surfmaterial bekommen und sollte in den nächsten Tagen aufgebaut werden. Dann werden ca. 30 Boards und 60 Segel bereit stehen. Eduardo eine englisch sprechender Franzose leitet die Station und kennt sich bestens in der Gegend aus. Er hat uns gleich am ersten Tag die Lagune an der Flussmündung gezeigt. Wieder eine dieser super schönen Flachwasser Lagunen, die das Kiten so entspannt machen. Hier noch durch ein tolles Naturschauspiel verstärkt, weil sich vorne die weißen Sanddünen auftürmen, während auf der anderen Lagunenseite der Mangrovenwald eine grüne Wand bildet. Aber zurück zum Revier in Icaraizinho. Der Wind kommt sideoffshore von rechts. Oberhalb bildet eine Riffkette eine natürlich Barriere für das Wasser. Bei absolute lowtide ist das Wasser so flach, dass man gerade noch über das Riff hinwegfahren kann, bei auflaufendem Wasser bildet sich hier eine Welle, die max 1 Meter hoch wird, aber schön steil ist. Wer nicht über die Wellen fahren möchte hat genügend Platz um unterhalb frei nach draußen zu fahren. Eine Bojenkette markiert diesen rifffreien Bereich. Noch weiter in Luv gibt es eine zweite Wellenkette, die höher ansteigt, hier kann es laut Eduardo an guten Tagen bis zum 2,5 Meter hohe Wellen geben. Aber auch dort muss man bewusst hinfahren und etwas aufkreuzen.
Dadurch dass die Bucht sehr tief ist, ist das Revier absolut ungefährlich und ein Traum von einer Bucht. Palmen, die im Wind wiegen, heller Sandstrand, Segelboote mit weißen Segeln auf dem Wasser, klasse!
Die Unterkünfte sind direkt am Strand (außer dem Hibisco, das liegt in zweiter Reihe genau hinter dem Agua de Coco ).

Das Les Alizes hat die meisten Zimmer, deshalb ist die Chance hier ein Zimmer zu bekommen, besonders groß. Die Bungalowzimmer sind nett gemacht, schön geräumig, mit einer Klimanlage ausgestattet und einer schönen Terrasse. Der Pool ist klein, aber ausreichend, das Restaurant ist gleichzeitig der Frühstücksplatz und liegt etwas erhöht mit tollem Blick in die Bucht.
Das Hibisco ist eine kleine Anlage mit drei Zimmern und einem kleinen Appartement. Unter Schweizer Leitung wird es sauber geführt und bietet Ventilator, Terrasse oder Balkon mit Hängematte und kleinem Kühlschrank. Zur Station geht man 2 Minuten.

Das Agua de Coco wird von der Schweizerin Helena und dem Brasilianer Thomae geleitet. Die beiden haben drei wunderschöne Holzchalets gebaut, die sie selbst betreuen.

Hier steckt viel Liebe in der Anlage und die beiden sind zwei tolle Typen. Thomae ist Computerfreak und wenn er nicht hinter seinem Laptop sitzt, ist er mit seiner Kamera unterwegs und macht super schöne Bilder (einige davon sind in der neuen Bildergalerie Icairazinho zu sehen). Direkt am Strand haben die beiden ein kleines aber feines Restaurant eröffnet. Auf einer erhöhten Terrasse sitzt man über dem Strand von Icaraizinho und genießt bestes argentinisches Filet oder fangfrische Langusten oder Fisch. Da es insgesamt nur 5 Restaurants gibt, müssen wir jetzt nicht extra darauf hinweisen, dass man dort gegessen haben muss!

Für kleine Gruppen bieten wir auch noch das Sunset Chalet an. Es liegt auf dem höchsten Punkt der Düne, ca. 1500 Meter vom Surfcenter entfernt und wenn für die anderen Unterkünfte am Strand die Sonne schon untergegangen ist, sitzt man dort oben in seiner Hängematte und genießt die untergehende Sonne noch etwas länger.
Unsere Meinung. Auch Icaraizinho ist ein Ort der sich noch entwickelt. Die Infrastruktur ist aber schon so gut, dass man dort einen tollen Surf- und Kiteurlaub verbringen kann. Wer ursprüngliches mag, sich mit 5 Restaurants und 3,4 Bars den Urlaub gestalten kann, der ist hier gut aufgehoben. Die Bucht ist ein Traum, das Surf- und Kiterevier anspruchsvoll, aber sehr sicher. Spätestens zur nächsten Saison wird hier einiges neues entstanden sein und die Zahl der Wiederholer wird groß werden
Neu im Programm bei SUN+FUN ist die Ilha do Guajiru. Zugegeben, es gibt zig Guajirus an der Küste von Ceará, sogar ein Guariju gibt es. Wir meinen das Guajiru bei Itarema, ca. 230 km nördlich vom Flughafen Fortaleza. Besser man orientiert sich am Namen des Strandes: Praia da Barra! Dann wissen auch die Einheimischen nach was man sucht.
Im Moment gibt es noch nicht all zu viel in Guajiru. Ein, zwei funktionierende Unterkünfte gibt es, aber noch keine Kitestation, keine Surfstation, keinen Ort, kaum Bars und Restaurants. Die teilweise blumigen Beschreibungen die man im Internet findet sind Zukunftsmusik. Also dringend mit uns sprechen, bevor Ihr Euch für Guajiru entscheidet. Wir werden diesen Spot sehr genau beobachten, denn er kann eine ganze Menge und nicht umsonst wird dieser ganze Wirbel veranstaltet. Hier kann innerhalb kurzer Zeit großes entstehen.

Wir hatten Glück, weil wir gleich nach unserer Ankunft auf den Parkplatz der Pousada Lagoa Beach eingebogen sind. Am ersten Tisch saß Clemens Bolte, Surfer der ersten Stunde und mit allen wichtigen Leuten der damaligen Surfszene auf Du und Du. Heute kitet er mehr als er surft, was vor allem daran liegt, dass er zig Jahre in Tarifa verbracht hat und dort genug in den Wellen herumgetobt ist. Er hat die kleine Pousada Lagoa Beach gekauft und bringt sie im Moment auf Vordermann. D.h. die Zimmer sind sauber, einfach eingerichtet, aber alles funktioniert. Abends gibt es ein ordentliches Essen und morgens steht Frühstück auf dem Tisch. Im Moment ist alles noch sehr Basic, aber wie schon oben erwähnt, das wird alles noch besser.

Neben Clemens Grundstück in Luv liegt die Pousada Portal da Barra und wieder ein Grundstück weiter die Pousada do Toca. Auch sie funktioniert schon, die Renovierungsarbeiten sind zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Zimmer die fertig sind, sind einfach aber nett. Das Windvillage ist noch im Rohbau, also in dieser Saison noch nicht buchbar. Die Fertigstellung soll Ende Oktober sein, aber da wir in Brasilien sind lassen wir uns überraschen. Klasse ist die Casa da Bruxa, die leider viel zu wenig Zimmer hat und deshalb immer schnell ausgebucht ist. Sie hat schön gestaltete Zimmer in drei Pfahlbungalows, die ein tolles Robinson Crusoe Feeling vermitteln.
Das Revier ist eine riesige Flachwasser Lagune in der man je nach Tidenstand mehr oder weniger Stehbereich hat. Hier hätten alle die Kiter aus Cumbuco deutlich mehr Platz als auf der Cauipe Lagune. Dazu gibt es die Möglichkeit etwas aufzukreuzen und dann am so genannten Secret Spot in die Welle raus zufahren. Auch Windsurfer, die keine Welle mögen werden hier ideale Flachwasserbedingungen vorfinden Freestyle at its best! Aber, nicht im Moment und wir meinen auch erst ab der nächsten Saison! Deshalb ist Guajiru in diesem Winter nur etwas für echte Explorer, die auf jeglichen Luxus verzichten können, sich mit einfachsten Unterkünften begnügen und denen es auch nichts ausmacht, wenn sie zum Einkaufen die 5, 6 km nach Itarema fahren müssen. Ein Mietwagen macht hier Sinn, oder man testet es mal für zwei, drei Tage an und fährt dann weiter nach Icaraizinho, Prea oder Jericoacoara. Wer keinen Mietwagen hat kommt für 5 Reals (ca. 2 Euro) mit dem Motorad-Taxi nach Itarema.
Saison auch hier von Ende August bis Januar, teilweise starker Wind, ein 6er oder 8er Kite sollte im Gepäck sein.
Préa stand als nächster Spot auf dem Programm. Auch hier wird Windsurfen und Kiten angeboten. Es gibt einen Club Mistral mit angeschlossener Skyrider Kitestation und das Kitecenter von Eduardo Giudici vor der Rancho do Peixe.

Geleitet wird die Mistral Basis von Marco Berger, assistiert von den beiden Brasilianern Chris und Jair, die beide perfekt Englisch sprechen. An der Bar arbeitet die Kanadierin Jessica. Der CM bietet die gewohnt hohe Qualität an Material. Boards, Segel und Kites sind perfekt auf die Bedingungen abgestimmt. Die neuen Waveboards von Mistral gehen super gut. Bernd und ich hatten ein paar sehr schöne Stunden auf dem Wasser.

An der Station vor dem Rancho do Peixe haben wir leider niemanden angetroffen, da die Station im ruhigen September nur stundenweise und nach Bedarf besetzt ist. Da müssen wir noch einmal nachhaken was los ist und werden die Informationen dann hier im Internet updaten.

Das Revier in Prea ist mäßig anspruchsvoll. Wasserstart sollte man beherrschen, dann hat man viel Spaß und kann sich so richtig austoben. Die Wellen laufen kurz und unregelmäßig, trotzdem gibt es immer wieder die Möglichkeit zu springen oder auch mal ein paar turns in die laufenden Wellen zu fahren.

Kiter lieben die Downwinder und werden mit dem Buggy begleitet und zurückgeshuttelt. Sportlich ist also alles zum Besten bestellt.

Bei den Unterkünften hat man derzeit die Wahl zwischen der Vila Prea und der Rancho do Peixe. Beide Häuser bieten gehobenen Standard, wobei die Rancho do Peixe noch etwas beeindruckender ist. Auf einem riesigen Areal stehen die Holzbungalows zur Land- und zur Meerseite verteilt. Ein wunderschöner Swimming Pool mit diversen Chill Out Zonen und die Bar mit Frühstücks- und Restaurantbereich sind so auf dem Gelände platziert, dass man von jedem Bungalow schnell an Ort und Stelle ist.

Alles ist äußerst geschmackvoll und mit Liebe zum Detail hergerichtet. Der Knüller sind die Zimmer/Bungalows selbst. Platz ist Luxus war die Devise als man hier an die Planung ging. So kann man sich in den vollständig aus Holz gebauten Bungalows richtig wohlfühlen und bequem mit bis zu vier Personen unterkommen. Wer sich einmal in der Hängematte niedergelassen hat ist schwer wieder raus zu bekommen und nur das leckere Essen überzeugt einen, dass man diesen einzigartigen Platz verlassen soll.

Wir meinen, dass Prea ideal für Gäste ist, die sportlich auf hohem Niveau unterwegs sind und sich über einen ruhigen und ausgeglichenen Urlaub freuen. Es gibt nur ein sehr eingeschränktes Abendprogramm und man muss diese Ruhe und Gelassenheit genießen können um einen einzigartigen Urlaub zu erleben. Wer es gar nicht ohne viele Mitmenschen aushält, der nutzt den kostenlosen Buggy Service der Rancho do Peixe und lässt sich am Nachmittag oder Abend nach Jericoacoara shutteln. Ein Fahrplan dafür hängt an der Rezeption aus.
Jericoacoara.

Viele verbinden Windsurfen in Brasilien nach wie vor mit Jeri. Zu recht zählt es zu einem der besten Windsurfspots dieser Welt. Der Charme und die perfekte Infrastruktur für Windsurfer ist nahezu einmalig und auch wenn es zwischenzeitlich zig Kiteschulen gibt bleibt Jeri das Mekka der Windsurfer.
Wie schon anfangs erwähnt sind wir mit unserem kleinen Fiat Palio in Jeri eingelaufen. Wie das geht? In Jijoca nimmt man sich einen Guide, der einem das Auto einen um 5 km längeren Weg durch den Nationalpark fährt. Anfangs darf man noch selbst am Steuer bleiben, aber bevor es auf die sandigen Dünenwege geht übernimmt der Guide das Ruder. An einer kleinen Werkstatt wird angehalten und erst mal etwas Luft aus den Reifen gelassen, dann geht es abenteuerlich durch die Dünen bis zum Strand auf dem es dann noch knapp 5 km bis nach Jeri sind. Man erreicht Jeri also von der nördlichen Seite. Die 30 Real für den Guide sind gut investiert, alleine findet man den Weg nicht!

Unterkünfte gibt es in jeder Kategorie und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Im oberen Preisbereich ist das Mosquito Blue und das Jeriba nach wie vor das Maß der Dinge. Das Windjeri, Naquela und die Caso do John bieten obere Mittelklasse. Sehr guten Standard und ein prima Preis Leistungsverhältnis bekommt man im Blue Jeri, im Cabana, Ibirapuera, Surfing Jeri oder Masai Mara. Preiswert, etwas einfacher, aber teilweise mit viel Charme und der ein oder anderen Besonderheit sind Ibiscus, Ponta da Preda, , Casa do Tourismo und Casa Suise Brasileira. Bernd und ich haben im Mosquito Blue und Ponta da Pedra übernachtet und haben die anderen Unterkünfte in Ruhe angesehen und uns ausführlich informiert. Meldet Euch einfach, wenn Ihr über die Katalogbeschreibungen hinaus noch Infos braucht. Oft macht es Sinn ein Zimmer in besonderer Lage zu wählen oder auf die Superior Zimmer upzugraden. Von Haus zu Haus ist das unterschiedlich und teilweise richtig sinnvoll.
Der Club Ventos bietet JP und Starboards, die Riggs sind von Neil Pryde. Aktuell wird das Material gegen die neue 2009er Linie getauscht. Wir waren noch auf 2008er Material unterwegs, was vollkommen ok war, das Material wird sehr sorgsam gepflegt. Sicherheit wird groß geschrieben am Club. Baywatch, Teilnehmerliste und Motorboot sind Standard und ohne dass es einem als Gast sonderlich auffällt, ist man immer gut betreut. Der Service ist sicherlich auch das Markenzeichen des Club Ventos. Internetzugang, Restaurant, Shop, kostenlose Liegen und Schattenplätze für Club Ventos Gäste. Das alles wird auf hohem Niveau präsentiert. Auch nicht surfende Gäste fühlen sich hier sehr wohl, vor allem durch die leicht erhöhte Lage über dem Strand hat man hier ein schönes Plätzchen gefunden. Zur Happy Hour steigt die Stimmung immer noch ein bisschen mehr an, das liegt nicht nur an den leckeren Caipis, sondern auch an dem gigantischen Sonnenuntergang, den man von der Station aus erleben kann.

Wer seinen Urlaub im Club Ventos gebucht hat, hat vieles richtig gemacht!
Essen und Trinken in Jeri geht von sehr preiswert bis sehr edel. Die Auswahl an Restaurants ist gewaltig und man kann in einheimischen kleinen Eckrestaurants oder beim Italiener Leonardo da Vinci am Marktplatz einkehren. Je nach Lust und Geldbeutel. Zwischen 5 und 15 Euros sind für ein Abendessen fällig.

Fazit. Jeri is a must! Jeder Windsurfer sollte einmal in seinem Surferleben in Jericoacoara gewesen sein. In der Regel bleibt es nicht bei dem einen Mal. Wichtig ist aber zu wissen, dass es die schönsten Tage im September und Oktober gibt. Der November ist oft recht voll, dafür lässt es im Dezember wieder etwas nach und wer in Kauf nimmt, dass der Wind auch mal für einen Tag aussetzt kann auch noch tief in den Januar hinein reisen. Eine genaue Planung der Unterkunft erfüllt fast jeden Wunsch in Bezug auf Preis und Leistung. Fehlgriffe gibt es eigentlich nicht, nur sollte die Erwartung in der Beratung klar formuliert werden, dann finden wir auch das richtige Zimmerchen für Euch.
Das war unser Trip durch Ceará. Wird wurden mächtig beeindruckt und sind mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen zurück in Deutschland.
Der noch mal einige shortfacts die Ihr beachten solltet:
- Der wichtigste Grund nach Brasilien zu reisen: Nahezu 100% Wind
- Zwischenstopp in Lissabon sinnvoll nutzen, durch die Zeitverschiebung gewinnt man 1 Stunde und hat ca. 7 Std. Aufenthalt.
- Geldwechsel am Flughafen in Fortaleza entweder bar oder ihr zieht mit der EC Karte. Hier sollte man schon einmal ordentlich tauschen. Der Kurs ist ok und so einfach kommt man sonst nicht mehr an Bargeld.
- Kreditkarten und Kreditkarten Pin mitnehmen. An vielen Stellen kann man mit Visa und Mastercard Geld kaufen. Einige Rezeptionen tauschen auch Bargeld
- Internet. Fast in jedem Ort gibt es irgendwo Internetzugang. Entweder im Hotel oder an der Station. Entweder wireless oder es stehen PC´s zur Verfügung. (Aktuell nur in Prea, Guajiru, Lagohinha und Parajuru kein Internet).
- Taschenlampe nicht vergessen. Es wird früh dunkel und die Straßenbeleuchtung lässt oft zu Wünschen übrig.
- Trapez, Boardshort und Lycra (lang- und kurzarm). Schuhe sollten immer im Gepäck sein, sind aber kein Muss. Neopren kann zuhause bleiben.
- Sonnenschutz. Augen, Kopf und Haut müssen geschützt werden!
- Ausflüge. Haben wir dieses Mal nicht selbst gemacht. Empfehlung ist der Nord-Ost-Küsten Trip!
- Kombinationen machen Sinn. Die Transfers kosten zwar eine Menge Geld, aber es macht Sinn, einzelne Orte miteinander zu kombinieren. Lasst Euch beraten und denkt ggfs. über einen Mietwagen nach.
- Es ist schwer die Pousadas nach Sternen zu kategorisieren, da sie meist mit viel Charme und Liebe zum Detail eingerichtet und gestaltet wurden. 2 oder 2,5 Sterne sind häufig ansprechender als 3 – 4 Sterne in Griechenland.
- Saison geht von August bis Ende Januar, jeder Spot hat eine andere Ausprägung, manchmal ist der Wind moderater und besser zum Kiten geeignet, manchmal wird der Wind sehr stark, auch hier könnt Ihr Euch bei uns informieren.
- Reisezeit: Während den Monaten in denen ihr über “Nahziele“ wie Ägypten, Griechenland oder die Kanaren nachdenkt ist Brasilien immer eine Überlegung wert.
- Der wichtigste Grund nach Brasilien zu reisen: Nahezu 100% Wind











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