Dieser Bericht wurde bereits 2009 veröffentlicht, durch das Austreten eines Teammitgliedes jedoch gelöscht und nun noch einmal vom Autor selbst neu eingestellt. Leider darf das ursprüngliche Foto zu diesem Bericht nicht verwendet werden, deshalb ist hier unser Team im Jahre 2011 in Bremen zu sehen
Betreff: Die Entstehung- ein persönlicher Bericht
Autor: Jay Bee
Datum: 06.12.09 22:22
Es begann im Mai…..
Ein ganz persönlicher Bericht von J.B.
Es war im Wonnemonat Mai- ich selbst war erst ein paar Monate “in Diensten” der Netzathleten, als mich eine Nachricht erreichte, mich mit einem gewissen Herrn XX in Verbindung zu setzen. Mit diesem netten Kerl hatte ich bis zu dieser Zeit losen Kontakt, aber immer in herzlicher Art und Weise. So kam es also, dass XX mich eines heißen Maitages anrief und verkündete, er wolle für seinen Schiedsrichterförderkader eine Jahresabschlussfeier organisieren, und ob ich nicht auch Lust hätte zu kommen. Nanu? Ich und Schiedsrichter? Aber XX erklärte mir mit seiner ausdrucksstarken Stimme, bei dessen Klang man eine Gänsehaut bekam und der ein gewisser rheinischer Charme nicht abzusprechen war, dass er noch mehr “in petto” habe. Er habe eine Bauchtänzerin namens Zahira im Netzathletenforum kontaktiert und habe vor, sie zu einem Auftritt im Dezember zu engagieren. Zahira war mir bekannt, da man sich hin und wieder Grüße austauschte und ein paar Zeilen ins Gästebuch schrieb (ja, damals war ich noch relativ artig). Und mich hätte er für sie als Überraschungsgast vorgesehen. Wieder gingen bei mir die Augenbrauen hoch, und hätte mich jemand beobachtet, wäre derjenige wahrscheinlich vor Lachen vom Stuhl gekippt. Ich hab dann mal leise nachgefragt, ob nicht die Möglichkeit bestünde, noch jemanden hinzu zu nehmen, damit ich nicht als einziger Ahnungsloser anwesend wäre, und weil Zahira wahrscheinlich gefragt hätte, wer ich denn sei. Hätte schon blöd ausgesehen, ein Überraschungsgast, den kein Mensch kennt.
Und so kam es dann, dass kurze Zeit später Heike1 dazu stieß, und Denise, und Uwe . Und wöchentlich trafen die neuesten Berichte von XX ein, immer mal wieder gewürzt mit Telefonaten, in denen seine unverwechselbare Stimme durch den Hörer dröhnte, wie ein Vulkanausbruch, wie das unmittelbar bevorstehende Jüngste Gericht. Wenn man die Augen schloss, konnte man sich einen Haudegen vorstellen, dessen Gesicht gezeichnet war von Sonne und Sand, der im Hafen von Tanger geschmuggelte Zigaretten verhökerte.
Die Zeit schritt voran, es wurde Sommer. Und so ganz allmählich zeichnete sich ab, dass sich eine kleine Gruppe gebildet hatte, die ebenfalls an der Feier teilnehmen würde. Achim, Thomas und Olaf kamen hinzu. Und Katja aus Bremen. Und so ganz im Stillen fragte ich mich, wie XX das wohl geheim halten würde vor Zahira, da immer öfter “geheimnisvolle” Nachrichten in Gästebüchern erschienen.
Und dann war es irgendwann soweit: XX gründete ein Team! Das sogenannte “Dezember- yes Team”. Als ich dann ins Profil schaute, stand dort für mich erstaunlicherweise auch Zahira. Tja, das wars dann mit Überraschung, nun wurde es also offiziell. Mit der Zeit wurde es immer schwieriger, die ganzen Mitteilungen und Fotos und Foren im Auge zu behalten, so viel ereignete sich oder wurde zur Diskussion gestellt. Und ein langer Kampf um Hans, die Plüschsau, begann. Hans kommt, Hans meldet sich nicht, Hans hat zugesagt, wo ist Hans? Auf jeden Fall hatte man immer etwas zu tun und zu lachen, und im Spätsommer glaubte man schon, die Veranstaltung stünde kurz bevor, denn es wurde berichtet von geheimnisvollen T-Shirts, von Übernachtungsmöglichkeiten und Mitfahrgelegenheiten. Es stießen Monika und Leoa dazu und der Sommer ging in den Herbst über. Kurze Zeit wurde es ein bisschen ruhiger um das Team, allerdings bedingt durch Urlaub und geistige Verschnaufpausen.
Und dann, irgendwann Ende Oktober/ Anfang November, kamen noch einmal drei neue Mitglieder ins Team: Heike2, Maren und Marcel. Und damit wurde die Aufnahme ins Team abgeschlossen. Vorerst.
Und dann war es tatsächlich soweit: der Dezember kam, letzte Unklarheiten wurden beseitigt (Übernachtung) und neue geschaffen (was gibt’s zu futtern?). Und er kam tatsächlich, der Tag X, der 4.Dezember!! Hat man im Juni noch abgewinkt, das alles sei ja noch so weit weg, so sah man nun der Herausforderung ins Auge. Wie mögen die Leute sein, mit denen man hier im Netzathletenportal monatelang virtuell kommuniziert? Können manche Missverständnisse ausgeräumt werden? Wie versteht man sich, wenn man sich gegenübersteht? Aber es war allgemein eine erwartungsvolle und freudige Spannung zu spüren. Ich fand es erstaunlich, dass es alle tatsächlich auf sich genommen haben, eine für die Mehrzahl sehr weite Reise anzutreten. Zwei Absagen gab es zwar, aber dennoch haben es 13 von 15 Teammitgliedern geschafft, fast pünktlich am 4.12. in Köln einzutreffen.
Man traf sich in der gemeinsamen Pension, um dann mit etwa einer Stunde Verspätung im Haus Reimer einzutrudeln, in voller Stärke, alle auf einmal, immer rein in die gute Stube. Und dann sah man ihn, nach Monaten, live und in voller Größe: unseren Organisator, Teamchef und Kumpel XX. Gut, ich hatte ihn mir ein wenig größer vorgestellt, aber nur was die Körpergröße betrifft.
Und XX nahm das Zepter gleich in die Hand. Begrüßung, Verkündung des Ablaufs, Verteilung der Geschenke und Bekanntgabe des Gaumenschmauses. OK, nicht jedermanns Gaumen, aber immerhin ein typisch kölsches Gericht. Aber zunächst wurden die Teamshirts verteilt und jeder zog es (fast) ohne Murren gleich über das eigene schön zurechtgemachte Outfit. Mit diesem einheitlichen Bild von roten Oberkörpern mit Kölner Wappen Aufdruck, Netzathleten-Logo und Namenszug am Kragen ging es dann an die Bestellung von Getränken. Moni hatte für XYZ extra Plätzchen gebacken, die das Team dann auch brav vorgetestet hat und XX somit noch den leeren Teller bewundern konnte. Vielleicht, aber nur vielleicht, lag es an der etwas gewagten Essensauswahl, denn Kartoffelpürree mit Apfelmus und Blutwurst kannte noch längst nicht jedermann/-frau!
Und dann kam der Auftritt von Zahira! Eine Bauchtanzperformance par excellence, ein Augenschmaus nicht nur für uns als Team und dem Förderkader der Handballschiedsrichter, sondern auch für die Gäste der Gaststätte im Nebenraum. Eine halbe Stunde staunen, bewundern und aktiv mitmachen. Es war eine Bereicherung und für viele bestimmt das erste Mal, so etwas live mitzuerleben.
Im weiteren Verlaufe des Abends zeigte uns Thomas noch, wie man fachmännisch Weizenbier in ein Glas befördert. Der Versuch von Olaf wurde allgemein abgelehnt, als er die Bierflasche geschickt kopfüber ins Glas steckte und miterleben durfte, dass das Glas dafür anscheinend zu klein war. Trotzdem hatte diese Kreation etwas für sich, sah zumindest witzig aus.
Und dann kamen überraschenderweise noch Katja und Wiebke aus Bremen, die wochenlang bedauert hatten, nicht teilnehmen zu können und noch am gleichen Tag in die Gästebücher schrieben, wie gerne sie dabei gewesen wären. Schlingel.
Und so nahm der Abend seinen Lauf. Bis halb vier, als die Wirtin müde wurde. Manchmal ist ein Abend einfach zu kurz.
Und zum Schluss noch ein paar persönliche Anmerkungen von mir:
Dies ist natürlich ein subjektiver Bericht, jeder mag es anders gesehen haben (obwohl ich nicht den Eindruck hatte). Aber ich kann von mir behaupten, ohne Ausnahme sehr nette Menschen kennengelernt zu haben. Es hat mich positiv überrascht, dass alle im realen Leben noch sympathischer erschienen als ohnehin im Netz schon. Ich finde, es hat sich ein gutes Team gefunden und es war mir eine Freude, alle persönlich getroffen zu haben. Man wird sich bestimmt nicht aus den Augen verlieren und mit Freude an diesen Abend zurückdenken.
Die besten Grüße ans Team
Euer Jörg
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Köln