|
|
|
Foto: keine Quelle wurde angegeben
|
|
(Handball)
Peking steht vor der Tür, doch so ganz in Fahrt sind die deutschen Hanballer noch nicht gekommen.Gegen Vorrundengegner Ägypten gab es am Samstag ein müdes 26:25
Die deutsche Handballmannschaft sieht das Projekt "Peking 2008" mit gemischten Gefühlen. Während sich Präsident Ulrich Strombach und etliche Spieler eine Medaille als Ziel gesetzt haben, bäckt der beliebteste Schnurrbart der Nation Heiner Brand kleinere Brötchen: "Wir müssen schauen, dass wir die Gruppenphase überstehen und dann kann alles passieren."
Ganz so euphorisch wie bei der WM 2007, als das Ziel die Goldmetaille war sind die deutschen Handballer also nicht. Gründe gibt es viele, doch einer wiegt besonders schwer: Spielmacher Markus Baur hat sich entschieden, als Trainer des TBV Lemgo die Saisonvorbereitung seiner Mannschaft zu gestalten und Peking somit eine Absage erteilt. Mit ihm steht und fällt das Spiel der Brand-Schützlinge.
Wer in seine Fußstapfen treten kann ist mehr als fraglich: Ein Kandidat wäre "Mimi" Krauss, der mit seinen 24 Jahren zum ersten Mal bei einem großen Turnier die Fäden ziehen könnte. Aber auch andere wie der Großwallstädter Oliver Köhrmann oder der Lemgoer Martin Strobel brennen auf ihre Chance. Ganz sicher ist aber, dass Routinier Henning Fritz wieder das Tor hüten wird.
Das die deutschen Handballer noch nicht genau wissen, wo sie stehen zeigte sich am Samstag beim Spiel gegen Vorrundengegner und Afrikameister Ägypten. Müde und statisch wirkte das Spiel der Deutschen, bei denen der Ball alles andere als rund durch die Riehen lief. Brand führte die Müdigkeit auf die anstrengenden Trainingseinheiten zurück. Am Schluss gab es einen mühsamen 26:25-Sieg. Um in der Gruppe gegen Gegner wie Südkorea, Island, Russland und Europameister Dänemark bestehen zu können, müssen sich die deutschen Werfer aber noch gehörig steigern.
Steigern ist ein gutes Stichwort: Der Kader von vorläufig 23 Spielern wird noch auf 14 verkleinert. Für einige könnte der Traum "Olympia" schon bald ausgeträumt sein. Brand lässt sich aber nicht in die Karten schauen: "Ich habe ja noch Zeit, es ist noch zu früh". Bis zum 20. Juli muss er sein Olympiateam gekürt haben.
Stichwörter:
Deutsche Handball-Nationalmannschaft,
Handball,
Heiner Brand,
Peking,
Peking 2008