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(Fußball)
Immer wenn er den Adler trägt, ist Lukas Podolski in Topform.
Lukas Podolski geht es gut dieser Tage. Der Stürmer/Mittelfeldspieler fühlt sich augenscheinlich wohl im Kreise der Nationalmannschaft. Er schäkert auf der Pressekonferenz ebenso mit den Journalisten wie mit seinem Teamkameraden Per Mertesacker.
Besonders DFB-Pressesprecher Harald Stenger ist sein ausgesuchtes Opfer. Nicht nur macht der 23-Jährige Scherze auf dessen Kosten, er stört auch immer mal wieder den Redefluss indem er Stengers Mikrophon die Stromzufuhr unterbricht.
Diese gute Laune macht sich bei Podolski auch und vor Allem auf dem Platz bemerkbar. Mit drei Toren gehört er zu den besten Torschützen des Turniers. In seine Rolle auf der linken Außenbahn hat er sich prima eingefunden und er gehört stets zu den Aktivposten im deutschen (Offensiv)Spiel.
Noch vor einigen Monaten sah das ganz anders aus. Bei Bayern München kam er trotz der schwachen Rückrundenform Miroslav Kloses auch im zweiten Jahr nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. Neun Bundesligatore gelangen ihm bislang beim Rekordmeister. Als 18 Jahre alter Naseweis hatte er allein in der Rückrunde 2004 zehnmal für den Absteiger 1.FC Köln getroffen.
Die Verantwortlichen in München fordern das eine Mal mehr Trainingsfleiß, das nächste Mal „reicht ein starker linker Fuß auf diesem Niveau nicht aus“ (Bayern-Manager Uli Hoeneß). In der DFB-Elf scheint Podolskis Talent hingegen auszureichen um immerhin zunächst seinen Vereinskameraden Bastian Schweinsteiger und den Neu-Bayern Tim Borowski zu verdrängen.
Woran also liegt dieser eklatante Unterschied in seinen Leistungen? Entgegen aller Beteuerungen scheint er sich in München doch nicht so pudelwohl zu fühlen wie zuvor in Köln. Oder im Kreise der Nationalmannschaft.
Zudem konnte er sich sowohl in Köln als auch bei den Bundestrainern Joachim Löw und zuvor Jürgen Klinsmann des absoluten Vertrauens sicher sein. Ein Vertrauen, welches er stets zurück zu zahlen wusste. Ein Vertrauen auch, was er in München eben noch nicht bekam.
Es bleibt abzuwarten, ob er das Vertrauen in der nächsten Saison unter Bayerntrainer Klinsmann erhalten wird. Immerhin machte Podolski unter ihm im Konföderationen-Cup 2005 seine besten Spiele und wurde ein Jahr darauf zum besten Nachwuchsspieler der WM gewählt.
Dass man sich an der Isar trotz des gesetzten Sturmduos Klose/Luca Toni um Mario Gomez vom VfB Stuttgart bemüht spricht allerdings auch Bände. Podolski wird das aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls nach der EM seine Schlüsse daraus ziehen. Aber bis dahin genießt er ja glücklicherweise noch das uneingeschränkte Vertrauen seines Trainers.
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