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(Dressur)
Im dritten Teil geht es um Dressur-Reitern Isabell Werth.
Seit 1972 sind die deutschen Dressurreiter im Mannschaftswettbewerb ungeschlagen, ging die Goldmedaille bei Olympischen Spielen fast wie selbstverständlich an Deutschland. Dies soll sich bei den olympischen Reiter-Wettbewerben, die in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong stattfinden, fortsetzen.
Die Hoffnungen im deutschen Dressurlager ruhen vor allem auf der 39 Jahre alten Juristin Isabell Werth, die mit Satchmo wieder eine heiße Anwärterin auf zwei Goldmedaillen bei ihren vierten Olympischen Spielen ist. Das Duell mit der zweimaligen Olympiasiegerin Anky van Grunsven aus den Niederlanden könnte ein echtes Highlight der Sommerspiele im Riesenreich China werden.
Beim CHIO in Aachen ging die Holländerin ihrer deutschen Rivalin aus dem Weg und studierte Isabell Werth von der Tribüne aus. In Hongkong kommt es auf jeden Fall zum Aufeinandertreffen der beiden wohl besten Dressurreiterinnen. 1996 in Atlanta gelang der deutschen Ausnahme-Dressurreiterin das Double mit Gold im Einzel- und im Teamwettbewerb. Zur siegreichen Mannschaft hatte Isabell Werth schon 1992 in Barcelona gezählt und fügte 2000 in Sydney noch den vierten Olympiasieg mit dem Team hinzu. Einzelsilber holte sie 1992 und 2000. Die Einzelwertung 2000 und 2004 gewann Anky van Grunsven.
"Wir haben ein Problem"
Die Niederländer rütteln schon seit geraumer Zeit kräftig am Thron der deutschen Dressurreiter. Die Dominanz vergangener Jahre ist dahin. Bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr mussten sich die Deutschen erstmals seit vielen Jahren bei einem Championat Oranje geschlagen geben. "Wir haben ein Problem. Das sind die Niederlande. Diese Mannschaft ist wirklich stark. Wir müssen alle hart an uns arbeiten und das Optimale aus uns herausholen, nur so haben wir eine Chance. Wir müssen 105 Prozent geben, wenn wir Gold wollen", erklärte die Rheinbergerin, die im Fall eines Sieges in Hongkong ihr Olympiasiegerkonto auf fünf aufstocken könnte. Bei der Reit-WM 2006 in Aachen holte die Inhaberin eines Reitstalls zweimal den Titel - mit der Mannschaft und im Einzel im Grand Prix Special sowie Bronze im Einzel in der Kür.
Maßgeblich gefördert hat Isabell Werth der Rheinberger Nachbar, Stahlmanager und Dressur-Experte Dr. Uwe Schulten-Baumer. Als 17-Jährige fragte sie Schulten-Baumer, ob sie nicht Lust habe, einige seiner Pferde zu reiten. Sie sagte begeistert zu. Es war der Beginn einer einzigartigen Erfolgsstory. Zu den Pferden gehörte auch Gigolo, ihr Paradepferd über viele Jahre.
Unter Isabell Werth wurde der Fuchswallach zum erfolgreichsten Dressurpferd aller Zeiten. Es gebe in Deutschland immer noch sehr viele gute Reiter und ebenso viele gute Pferde, schilderte Isabell Werth, doch selten gebe es auch genug gute Paare: "Ein Reiter muss mittlerweile auch ein guter Unternehmer sein, um langfristig erfolgreich zu sein."
Eurosport
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