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(Behindertensport)
Endlich hat die Truppe wieder etwas zu essen!!!
Das ist das Deutsche Team der Sportschuetzen!!!
Heute war ein absoluter Festtag im Paralympischen Dorf von Beijing. Obwohl der Tag ziemlich grau begonnen hat, die Sonne sich nur selten gezeigt hat, hat alles noch zum Guten gewendet. Die letzten Tage waren wirklich wunderschön, strahlend blauer Himmel, aber heute. Schmuddelig, aber ohne Regen, Norddeutsch eben. Auf dem Weg zum Essenzelt hat an diesem Tage kaum jemand ein Wort verloren. Nur das Nötigste. Gleich geht es wieder zum Training wie jeden Tag, aber der heutige war grau in grau. Jedes mal 45 Minuten hin, trainieren auf einem der schönsten Schießstände der Welt, wirklich fantastisch. Allein das sollte uns positiv stimmen. Nur irgendwie wollte heute keine Stimmung aufkommen. Selbst unsere Stimmungskanonen waren still, keinen Witze oder Sticheleien. An der Verpflegungsstellen angekommen, der nächste Tiefpunkt. Eine unglaublich lange Schlange. Anstellen war angesagt. Hoffentlich schaffen wir unseren Bus. Das ständige Gemeckere meiner Sportler an diesem Morgen hat auch bei mir Spuren hinterlassen. „Kannst Du auch Lächeln?“, fragte Frank Heitmeyer, einer der Pistolenschützen. Ich glaube ich habe ihm noch nicht einmal geantwortet. Die Schlange schob sich zu den Tabletts, dann zu Messer und Gabel, bevor man am ca. 50m langen Tresen angekommen ist. Rührei mit Speck, wie zu jedem Frühstück. Danach noch Gemüse und Obst, dazu Kaffee.
Wir suchten uns einen Platz, keiner sagte ein Wort. Auf einmal verzogen sich bei Simon Voit und Manuel Krügen die Gesichtszüge. Sie lächelten. Warum nur? Manuel zeigt in die linke Seite des Fresstempels. Dort leuchtete ein rotes M. Auch meine Falten glätteten sich. Der Tag konnte beginnen, Mc Donalds hatte Einzug ins Paralympische Dorf gehalten. Was für ein Festtag für die behinderten Sportler und Trainer dieser Welt.
Uwe Knapp
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