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© Foto: istockphoto.com/Choreograph
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(Basketball)
Mit dem Erfolg über die Charlotte Bobcats ziehen die Orlando Magic in die zweite Runde der Playoffs ein. Orlando ist die einzige NBA-Mannschaft, die ihren Gegner in der Auftaktrunde in nur vier Partien bezwingen konnte. Vince Carter steuerte 21 Zähler zum Sieg seines Teams bei.
Den Orlando Magic gelang es erst zum ersten Mal in der Geschichte der Franchise, die gegnerische Mannschaft in einer “Best-Of-Seven”-Serie mit einem Sweep frühzeitig in den Urlaub zu schicken. Der vierte Sieg fiel den Spielern von Coach Stan Van Gundy allerdings nicht allzu leicht. Doch auf die große Stärke des Teams, den Dreipunktewurf, konnte man sich auch an diesem Abend verlassen, als der Franzose Mickael Pietrus zwei wichtige Würfe aus der Distanz im letzten Viertel für sein Team versenken konnte. Pietrus spielte eine grundsolide Serie gegen die Bobcats und verwandelte exakt 50,0 Prozent seiner Downtownbomben. Zwar traf Orlando recht schwach aus dem Feld, zog jedoch den Kopf aus der Schlinge, indem man knapp 40 Prozent der Dreierversuche verwandelte.
Einmal mehr hatte jedoch Magic-Center Dwight Howard mit Foulproblemen zu kämpfen. Der 24-Jährige kassierte in der gestrigen Partie zum wiederholten Male sechs Fouls und absolvierte lediglich 23 Minuten auf dem Parkett. Im dritten Spiel musste Howard mit sechs Fouls frühzeitig auf die Bank. In der ersten und zweiten Partie pfiffen die Referees jeweils fünf Mal gegen ihn. Charlotte gelang es gut, den “Superman” aus dem Spiel zu nehmen. Tyson Chandler, Theo Ratliff und Nazr Mohammed gaben Howard keine Verschnaufpausen. Nichtsdestotrotz konnte Dwight hier und da Akzente setzen - vor allem in der Verteidigung. Dem aktuellen Defensive-Player-Of-The-Year gelangen gleich im ersten Spiel neun Blockshots. In der dritten Begegnung waren es sieben an der Zahl. In der gestrigen Nacht schnappte sich Howard 13 Rebounds. Zwölf davon am defensiven Brett. Dazu hatte er das beste +/- Rating aller eingesetzten Spieler.
Die Orlando Magic sind, offensiv gesehen, nicht von Dwight Howard abhängig. Solange natürlich der Rest der Mannschaft ordentlich spielt und viele Würfe trifft. So wie es gegen die Bobcats der Fall war. Allen voran Aufbauspieler Jameer Nelson, der Charlotte vor schier unlösbare Probleme stellte. Der 20. NBA Draft-Pick der Denver Nuggets aus dem Jahre 2004 erwischte zugleich einen hervorragenden Start in diese Serie. Mit jeweils 32 Punkten im ersten und dritten Spiel ließ er all seine Kritiker verstummen. Er beendete die Serie als bester Scorer der Magic (23,8 Punkte pro Partie) und traf insgesamt 43 Prozent seiner Dreier. Außerdem zeigte Nelson Führungsqualitäten, indem immer wieder auf Dwight einredete und ihm Ratschläge gab, wie er sich klüger gegen den Gegner positionieren sollte, um nicht gleich in Foulprobleme zu geraten.
Frühestens am Sonntag trifft Orlando nun auf den Sieger der Serie zwischen den Atlanta Hawks und den Milwaukee Bucks, wo es momentan ausgeglichen steht (2:2). In der regulären Saison gewann Orlando alle drei Partien gegen die Bucks. Weil Milwaukee-Center Andrew Bogut für den Rest der Playoffs ausfällt, ist weit und breit kein einziger Bucks-Akteur in Sicht, der Howard auch nur annähernd ärgern könnte. Seine Foulprobleme sollten Geschichte sein, wenn Milwaukee sich gegen die Falken durchsetzen kann.
Gegen Atlanta war Orlando während der Saison drei Mal erfolgreich. Einmal gingen die Hawks als Sieger vom Parkett. Anscheinend war das physische Spiel Howards auch für die Hawks etwas zu viel. In den vier Spielen erzielte Dwight im Schnitt 21 Punkte und 16,8 Rebounds. Die Conference-Finals sind für die Magic somit in greifbarer Nähe.
Dmitrij Karle
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