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René Herms wurde Samstag Vormittag tod in seiner Wohnung vor dem PC aufgefunden. Er war mehrmaliger deutscher Meister und nahm 2004 am olympischen Halbfinale über die 800m teil. Bei der Recherche hat mich etwas nachdenklich gemacht...
Es gibt Nachrichten die liest man nicht gerne und solch eine Nachricht verfasse ich nun. Es geht um den Tod von René Herms. Ich möchte jedoch nicht mit den Umständen und Informationen die bis jetzt dazu bekannt sind beginnen, sondern mit einer anderen Tatsache die mich nachdenklich gestimmt hat. Es geht mir um folgendes:
Als ich über die erste kurze Nachricht zu seinem Tod im Netz gestoßen bin, versuchte ich noch mehr Informationen über diesen Fall zu finden. Schließlich kam ich auch auf die Internetseite leichtathletik.de, welche eine offizielle Informationsseite des Leichtathletik-Verbands ist. Dort las ich mir schließlich auch die Meldung von René Herms seinen Tod durch. Am Ende der Nachricht erwartete ich einen Satz wie, „Der Verband trauert um den Tod und spricht der Familie sein Beileid aus“. Dies kam jedoch nicht vor, warum nicht? Auf den vielen anderen News Seiten kam so etwas auch nicht vor.
Ich bin kein Journalist und weis deshalb nicht, was die journalistischen Regeln vorschreiben, doch in einer Nachricht seitens des Leichtathletik-Verbandes, hätte ich solch einen privateren Satz erwartet. Nachtrag: Der Artikel über René Herms auf leichtathletik.de wurde heute (Sonntag) stark erweitert. Hier äußerte der Verband: „Sein Tod ist ein schwerer Verlust für die deutsche Leichtathletik. Unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau, und unser Mitgefühl gilt seiner gesamten Familie.“
Nun möchte ich zum bis jetzt Bekannten kommen.
Am Freitag-Nachmittag absolvierte Herms bis 16 Uhr ganz normal sein Training. Nach Aussage des Trainers war Herms nur leicht erkältet. Am Abend telefonierte er noch mit seiner Frau Steffi, die als Physiotherapeutin außerhalb arbeitet. Auf die Gute-Nacht-SMS, die sich das Paar immer schickt, wartete Steffi allerdings vergeblich. „Sie dachte sich nichts dabei“, berichtet Herms-Managerin Kerstin Pohlers.
Als der Samstagmorgen-Anruf von René nicht entgegen genommen wurde, rief Steffi Herms bei seinen Trainingskollegen an. Die teilten ihr mit, dass René nicht zum Training erschienen war. Darauf schickte Steffi Herms ihre Mutter in die Wohnung von René Herms. Sie fand schließlich den Sportler tod vor dem Computer. Die Kripo konnte bis jetzt nur sagen, dass die Ermittlungen laufen. Ich denke ich werde noch eine News schreiben, wenn die Todesursache bekannt ist. Sollte es einen Zusammenhang zwischen der Erkältung, dem Training und dem Tod geben, sollte es eine Mahnung für alle Sportler sein. Bei Krankheit ist Vorsicht geboten!
Ich kannte René Herms nicht, doch trotzdem bin ich betroffen, weil er jung (26 Jahre) und ein Leistungssportler war. Genauso wie ich. Jung und Leistungssportler, da denkt man doch nicht, dass so etwas passiert. Ausdrücklich möchte ich mit diesem Artikel auch die tollen Leistungen von René Herms während seiner sportlichen Laufbahn würdigen.
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Leichtathletik,
René Herms