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(Handball)
Direkt nach der Niederlage gegen Ägypten hatte Heiner Brand auf der gestrigen Pressekonferenz in Hannover erklärt, dass Sven-Sören Christophersen nicht zum nächsten Lehrgang nach Meran reisen wird. Über die weiteren Streichkandidaten wollte der Bundestrainer eine Nacht schlafen, heute entschied er sich neben Michael Müller und Uwe Gensheimer überraschend auch den Hamburger Stefan Schröder nicht mit ins Trainingslager nach Südtirol zu nehmen. "Sprenger und Schröder spielen mit unterschiedlichen Qualitäten auf einem Niveau. Bei Sprenger gaben die guten Leistungen in der Bundesliga während Schröders Verletzungspause letztlich den Ausschlag", so der Bundestrainer auf dhb.de zu seiner Entscheidung.
Eine Nacht benötigte Heiner Brand nach den beiden Länderspielen gegen Ägypten noch, um den Beschluss fällen zu können, wer denn dem Olympia-Kader der deutschen Handballer weiter angehören wird. "Die Entscheidungen gestalteten sich sehr schwierig, weil die Spieler leistungsmäßig doch alle sehr eng beieinander liegen", so der Bundestrainer. Gestern bereits hatte er dem Neu-Wetzlarer Sven-Sören Christophersen (23) mitgeteilt, dass die Olympia-Vorbereitung ohne ihn weitergeht: "Er muss sich stabilisieren und weiter verbessern, dann hat er bei uns auf jeden Fall eine Perspektive."
Auf Rechtsaußen muss der Hamburger Stefan Schröder seine Olympia-Hoffnungen begraben. "Sprenger und Schröder spielen mit unterschiedlichen Qualitäten auf einem Niveau. Bei Sprenger gaben die guten Leistungen in der Bundesliga während Schröders Verletzungspause letztlich den Ausschlag", so Heiner Brand. Auch Michael Müller vom TV Großwallstadt ist nicht mehr dabei. "Von ihm war ich in den letzten Wochen sehr angetan, er hat große Fortschritte gemacht. Aber auf seiner Position im rechten Rückraum steht er mit Glandorf und Zeitz in einer sehr harten Konkurrenzsituation." Mit Uwe Gensheimer wurde auch der jüngste aus dem vorläufigen Kader gestrichen. Heiner Brand: "Uwe ist ein Mann für die Zukunft. Er hat hier keineswegs enttäuscht, einzig die Erfahrungsdefizite gegenüber Dominik Klein waren entscheidend."
Am Mittwoch reist die DHB-Equipe mit 18 Spielern nach Südtirol, wo in Meran der dritte Vorbereitungslehrgang stattfindet. Mitte des Monats wird dort auch Christian Schwarzer zur Mannschaft zurückkehren. Am 18. Juli geht es zur Olympia-Einkleidung nach Deutschland zurück. Am 19. Juli in Mannheim und am 20. Juli in Stuttgart stehen dann zwei Länderspiele gegen Schweden auf dem Programm. Nach diesen Tests muss der Bundestrainer dann seinen endgültigen Olympiakader benennen: "Bis dahin dürfte auch geklärt sein, wie die Gesamtzusammensetzung sein darf, und wie viele Leute ich als Austauschspieler mitnehmen darf."
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