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(Fußball)
Ob Seleção, Oranjes oder les Bleus, viele der europäischen Länderteams haben ihren eigenen Spitznamen.
Während in Deutschland zwar einzelne Spieler wie unser neu erwachtes Traumduo „Poldi & Schweini“ Kosenamen haben, gibt es doch keinen allgemeinen Rufnamen für die Nationalmannschaft. Auswahlteams unserer europäischen Nachbarn hingegen sind häufig mit Spitznamen versehen. Zum Teil sehr simpel, manchmal aber auch unerwartet hintergründig.
Zu den einfachsten Methoden der Namensgebung gehört sicherlich die Benennung nach der Trikotfarbe. Das scheint vorzugsweise bei Mannschaften zu geschehen, die in blau spielen. So wird in Italien von der „Squadra Azzura“ gesprochen, wenn es um die Auswahl des Landes geht. Das bedeutet ganz einfach „blaue Mannschaft“. In Frankreich ist es gar noch ein wenig einfacher. Dort sagt man einfach nur „Les Bleus“, also „die Blauen“.
Einen ähnlichen Sachverhalt scheint es in den Niederlanden zu geben, wo die heimische Auswahl „Elftal“, was soviel bedeutet wie „Team“ oder „Elf“, oder „Oranjes“ genannt wird. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung hat sie letzteren Namen allerdings nicht wegen der Trikotfarbe.
Vielmehr geht die Bezeichnung auf Wilhelm I. von Oranien-Nassau zurück. Dieser war der Anführer im Unabhängigkeitskampf gegen Spanien. Seither eint die königliche Farbe orange über die Grenzen hinweg alle Holländer. Sowohl Name als auch Trikotfarbe haben also hierin ihren Ursprung.
Weitaus einfacher ist es wiederum beispielsweise bei Deutschlands Gegner im Viertelfinale, den Portugiesen. Ebenso wie die Brasilianer, deren Landessprache ja auch portugiesisch ist, nennt man ihre Nationalmannschaft „Seleção“, also schlicht und einfach „Auswahl“. Im Prinzip das Gleiche bedeutet der Spitzname des russischen (oder früher sowjetischen) Teams „Sbornaja“. Dieser Name wird gleichfalls für die Eishockeynationalmannschaften benutzt.
Den wohl kuriosesten Beinamen allerdings trägt die Auswahl Spaniens. Die Titulierung „La Furia Roja“ (Die Rote Furie) geht bis auf die olympischen Spiele 1920 in Antwerpen zurück, bei welchen die Iberer eine überraschende Silbermedaille gewinnen konnten. Auch hier gibt es natürlich den Bezug zur Trikotfarbe.
Eine für uns Deutsche eher unglücklich klingende Bezeichnung wird der schweizerischen Mannschaft gegeben. So nennen die anscheinend sprachfaulen Eidgenossen ihr Team kurz „Nati“ (sprich: „Natsi“) als Abkürzung für das wohl zu lange Wort Nationalmannschaft. Wäre hierzulande eher schwer vorstellbar.
Dies sind lediglich ein paar Beispiele für EM-Teilnehmerländer und deren jeweilige Spitznamen. Da einige Angaben aus der Web-Enzyklopädie wikipedia sind, übernehme ich für deren Richtigkeit keine Gewähr… Falls ihr Korrekturen habt oder weitere Spitznamen kennt, hinterlasst doch einfach einen Kommentar. Würd’s interessant finden.
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