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(Gewehrschießen)
Auf dem Weg zur Entscheidung – Carmen Kühnle (Bild) schoss den KKSV Heitersheim zum Sieg und zur Tabellenführung
Mit einer Dramaturgie, wie sie kein Drehbuch besser beschreiben könnte, ging der 5. Wettkampftag der Verbandsliga Südbaden in Heitersheim zu Ende. Nach einem spannungsgeladenen Wettkampf besiegten die „Youngsters“ des KKSV den großen Favoriten von der SG Staufen. Mit einem 3:2 gegen Staufen und einem 4:1 gegen Eisental eroberten sie die alleinige Tabellenführung und haben jetzt große Chancen, sich wie in der letzten Saison für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga zu qualifizieren. „Die zahlreichen Zuschauer haben ihr Kommen bestimmt nicht bereut und alle anderen haben bestimmt was verpasst“ sagte Co-Trainer Matthias Schmid, immer noch gezeichnet von der Dramatik dieses Abschlusswettkampfes. Dabei hatte am Vormittag alles fast normal begonnen. Zuerst besiegten die Staufener den KKSV Dattingen mit 4:1 und Heitersheim schlug die zweite Mannschaft des SV Eisental mit demselben Ergebnis. „Unser Trainer war mit diesem Wettkampf gar nicht zufrieden, denn wir waren zum Teil ganz schön in der Bredouille“ gaben die Schützinnen des KKSV kleinlaut auf die Frage wider, warum sie Trainer Hariolf Schmid direkt nach diesem Wettkampf zum Rapport bestellte. Sein Unmut war gerechtfertigt, denn die Ergebnisse kamen dem Niveau, das man braucht, um einen Tabellenführer zu stürzen überhaupt nicht nahe. Erst zum Schluss, nach nervenaufreibenden Minuten für den Trainer, konnte der Sieg festgehalten werden, nachdem es zwischenzeitlich zu seinem Entsetzen gar 4:1 für Eisental stand. Dabei stand die Losung auf einen hohen Sieg, denn am Ende könnte auch das Einzelpunktverhältnis ausschlaggebend sein. Letztendlich konnten sich aber Susanne Schladebach und Carmen Kühnle duchsetzen. Als Michela Schmid mit ihrem letzten Schuss ihren Gegner mit der Winzigkeit eines Ringes bezwingen konnte, stand der Sieg fest, den Larissa Hege noch auf 4:1 ausbaute. Ana Spajic konnte ihren Gegner nicht bezwingen und musste ihren Einzelpunkt abgeben.
Dann kam es zum Schowdown gegen Staufen. Mit fast 100 Zuschauern ließen die Heitersheimer ihre Mannschaft nicht im Stich und stärkten ihr den Rücken. Es fing aber alles andere als gut an. Die starken Staufener setzten die Heitersheimer sehr unter Druck und führten schnell mit 4:1. Michaela Schmid kam mit diseer Atmosphäre nicht zurecht und recht früh wurde klar, dass sie ihren Gegner nicht erreichen konnte, wogegen Ana Spajic immer knapp in Führung lag. Recht deutlich jedoch lag das Trio an der Spitze mit Schladebach, Kühnle und Hege zurück. Plötzlich jedoch ging ein Ruck durch diese drei und in dem Maße, in dem die Heitersheimer zulegten, bauten die Staufener ab. „Wir haben uns mental ideal vorbereitet und konnten deshalb trotz Rückstand noch mal angreifen“ wusste Schladebach ein Rezept für den Umschwung. Das Publikum spürte das und feuerte ihre Mannschaft frenetisch an. Am Ende schlug Schladebach den Olympiateilnehmer von Sydney 2000, Swen Schuller, und Hege setzte sich gegen die wesentlich erfahrenere Bianca Sutter durch. Spajic und Kühnle setzten ihre Energieleistung fort und erreichten am Ende einen Gleichstand, was ein Stechen bedeutete. Spajic begann und egalisierte die ersten beiden Schüsse ihres Kontrahenten. Im dritten musste sie sich leider wegen einem Zehntelring geschlagen geben, was den Ausgleich für Staufen zum 2:2 bedeutete. Die Heitersheimer hatten aber keine Zeit, enttäuscht zu sein, denn jetzt konzentrierte sich alles auf das Stechen von Kühnle. Ihr Gegner war kein Geringerer als der mehrfache Deutsche und Europameister Johann Zähringer. Beide begannen mit zwei Zehnern und die Spannung wurde greifbar, als Zähringer im dritten Schuss eine 9 unterlief. Kühnle konterte mit einer Zehn und dann gab es kein Halten mehr. Zuschauer wie Sportler lagen sich ob dieses Erfolges in den Armen und feierten die Sensation.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, gab der Trainer die Losung für den letzten Kampf am 18. Januar gegen Dattingen aus. „Das wird nochmals ganz schwer, denn Dattingen wird vollzählig antreten können und nur ein Sieg hilft uns weiter“ ist er sich der Schwierigkeit der Situation bewusst. Nichts desto trotz wurde jetzt erst einmal richtig zünftig gefeiert und auf die Tabellenführung angestoßen.
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