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(Fussball)
Der Auftakt zur Wiesn ging gestern gegen Bremen voll in die Hose. Die Bayern bekamen eine Lektion, die sich gewaschen hatte. Doch wo liegen die Probleme wirklich? Sicher ist, dass der Rekordmeister einiges aufzuarbeiten hat.
Heiß wurde heute in der DSF-Runde „Doppelpass“ das gestrige Spiel zwischen Bayern und Bremen diskutiert - mit einigen interessanten Thesen. Gesprächsthema Nummer Eins war Michael Rensing, der sich mit seiner Leistung gestern nicht viele Freunde machte und die Debatte um seine Person damit unnötig aufheizte. Vor allem beim zweiten Tor von Rosenberg bewies er Probleme im Rauslaufen und auch seine Strafraumbeherrschung ließ gestern zu wünschen übrig. Die DSF-Experten attestierten dem Bayern-Keeper zwar unisono große Fähigkeiten, doch Premiere-Kommentator Sebastian Hellmann spekulierte schon über einen Torwartwechsel im Winter. Dabei brachte Hellmann vor allem Robert Enke ins Spiel, der zurzeit bei Hannover ziemlich frustriert wirkt und seinen Vertrag nicht um jeden Preis erfüllen möchte. Rensing hat offenbar erhebliche Probleme die Riesenlücke, die Torwarttitan Oliver Kahn aufgerissen hat zu füllen. Doch wären die Fußstapfen eines Kahns nicht für jeden zu groß? In München hält man deswegen weiter an Rensing fest, doch er steht mehr denn je im Fokus.
Ein weiteres Thema war auch die desolate Defensivleistung der Bayern, die wieder in einer 3-5-2-Formation spielten. Martin Demichelis erwischte einen rabenschwarzen Tag und eskortierte Gegenspieler Rosenberg bei seinen zwei Toren und auch Lucio ließ sich oft ins Bockshorn jagen. Udo Latteck, das DSF-Urgestein kritisierte dabei das System Klinsmann, dass den Bremern gestern im Spiel nach vorne viel zu viele Freiheiten zugestand. Klinsmann wird sich also in den nächsten Tagen die Systemfrage stellen und fünf Gegentore sprechen eine eindeutige Sprache.
Auch zur Debatte stand die Rolle von Mark van Bommel. Seit er die Kapitänsbinde trägt ist er nicht mehr „the aggresive leader“ wie davor. Ist die Last für den Niederländer also zu groß? Vor dem Spitzenspiel wurde das Duell Diego vs. Van Bommel zum Kampf um Leben und Tod hochstilisiert. Gestern auf dem Platz sah man aber nur den zaubernden Diego, van Bommel stand nur Spalier. Längst stellen sich alle die Frage, ob nicht Tim Borowski viel geeigneter für die Sechser-Position wäre als van Bommel. Mit seinen zwei Toren war Borowski gestern der einzige Lichtblick.
Bei den Bayern liegt also einiges im Argen und man muss schnell gucken, dass hier nicht eine Lawine ins Rollen kommt, die die Anfangseuphorie um Klinsmann erdrücken könnte. Am Mittwoch im Pokal haben die Bayern die Möglichkeit zur Rehabilitation.
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