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© Foto: picture-alliance
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Die letzte Spielzeit war unbefriedigend. Für die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg und ebenso für deren Torhüter. Hockeyweb hat Patrick Ehelechner mitten im Sommertraining für ein Interview gewinnen können:
Herr Ehelechner, wo treibt sich der Torhüter der Ice Tigers derzeit rum?
Zuhause in Rosenheim beim Aufbautraining in der Simsseeklinik unterbrochen von Kurzurlaub - immer wenn der Trainingsplan es erlaubt.
Es gibt immer wieder Gerüchte, das Verhältnis zwischen Ihnen und den Ice Tigers sei etwas ramponiert. Manche sprechen sogar trotz laufendem Vertrag von einem möglichen Wechsel. Wie ist der Stand der Dinge, wo wird Patrick Ehelechner nächste Saison spielen?
Mein Verhältnis ist sicher nicht ramponiert, eher das Abschneiden in der letzten Saison; es hat nicht dem entsprochen, was ich mir und die Tigers sich vorgenommen hatten. Wenn man dann weniger erfolgreich ist, gibt es zwangsläufig und auch zurecht immer wieder Reibungspunkte, sonst wäre man ja mit dem weniger guten Ergebnis zufrieden und dies entspricht nicht meinen Vorstellungen vom Profisport. Dass andere Vereine Interesse zeigen, ehrt mich ja, und es spornt sicher an für die neue Saison. Ich kämpfe immer mit aller Kraft für das Optimum und freue mich, wenn das mit Vertrauen honoriert wird. Es kommen neue Spieler, sodass sich eine neue Mannschaft formiert, die dann ihr Glück versucht.
Wie sieht der Fahrplan für den Rest des Sommers aus?
Die Vorbereitung ist ja schon über die Hälfte durch. Ich konnte schon früh beginnen, um die einzelnen Aufbauphasen optimal zu dosieren. Die restlichen fünf Wochen sind noch dem Fein-Tuning vorbehalten, bevor es wieder aufs Eis geht. Ich freue mich schon sehr drauf.
In den letzten Wochen beherrschten die Weltmeisterschaft und die NHL Play-offs die Eishockey-Schlagzeilen. Wie bewerten Sie das WM-Turnier aus deutscher Sicht?
Bei der WM hat es ein paar tolle Spiele gegeben, die jede Minute Zuschauen wert waren. Leider hatte die deutsche Mannschaft nicht das Glück von der letzten WM mitnehmen können. Bei einigen Spielen hatten sie sehr viel Pech, immer zum ungünstigsten Zeitpunkt. Es ist aber eine tolle junge Mannschaft bei der ich hoffentlich bald wieder dabei sein werde. Die Bruins haben den Stanley Cup sicher zurecht gewonnen, obwohl ich es eigentlich beiden deutschen Spielern gegönnt hätte. Für Dennis Seidenberg freut es mich aber besonders, weil wir schon bei den Jungadlern in Mannheim zusammen gespielt haben.
Trotz dem guten Abschneiden stehen schon jetzt wieder viele Negativ-Schlagzeilen im Vordergrund. Wie ist Ihre Meinung zum Streit zwischen DEB und DEL?
Solche Negativschlagzeilen sind immer schlecht für den Sport, aber im deutschen Eishockey schon fast üblich. Beide Seiten haben gute Argumente und trotzdem müssen sie für den Eishockeysport und für den deutschen Eishockeynachwuchs schnell eine positive Entscheidung herbeiführen und sich einigen.
Und zur Wahl des neuen Bundestrainers? Kennen Sie Jakob Kölliker?
Ich hatte ihn schon mal als Gegner, besser gesagt als gegnerischen Trainer. Das war bei der U-20 Weltmeisterschaft 2003 im kanadischen Halifax als ich gegen die Schweiz zwei Tore kassieren musste. Wir werden sehen, ob er das positiv bewertet oder nicht?
Thema NHL: Wie wir wissen sind Sie sehr interessiert am Geschehen über dem großen Teich.
Ja nun, die NHL ist ja wirklich das Nonplusultra im Eishockey weltweit. Außerdem kenne ich dort auch etliche Spieler aus meiner Zeit als ich in der OHL für die Sudbury-Wolves gespielt habe. Diese Kontakte bestehen heute noch und ich verfolge alles mit sehr großem Interesse.
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