Tanja E.
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Club Sportler, Dichter und ... |
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61376 Aufrufe | 2 Kommentare | 29.04.2009 |
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Für Chriss-Julianes TEAM- ein Anfang muss ja gemacht sein!
Das Märchen von der traurigen Traurigkeit
Es war eine kleine alte Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch Ihr Gang war leicht und Ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb Sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen das da im Staub des Weges sass, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte:
"Wer bist Du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf " Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, das sie kaum zu hören war.
" Ach die Traurigkeit!" rief die kleine alte Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. " Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit mißtrauisch. " Natürlich kenne ich Dich! Immer wieder einmal hast Du mich ein Stück des Weges begleitet" sagte die kleine Frau.
"Ja aber" argwöhnte die Traurigkeit "warum flüchtest Du nicht vor mir? Hast Du keine Angst?"
"Warum sollte ich vor Dir davon laufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass Du jeden Flüchtigen einholst. Aber was ich Dich fragen will: Warum siehst Du so mutlos aus?".
" Ich, ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu Ihr. " Traurig bist Du also", sagte Sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. " Erzähl mir doch was Dich bedrückt".
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte Sie sich das schon gewünscht. " Ach weisst Du", begann Sie zögernd und äusserst verwundert, " es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei Ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu Ihnen komme, schrecken Sie zurück. Sie fürchten sích vor mir und meiden mich wie die Pest". Die Traurigkeit schluckte schwer." Sie haben Sätze erfunden, mit denen Sie mich bannen wollen, sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter und Ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei was hart macht. Und dann bekommen Sie Herzschmerzen. Sie sagen: man muss sich nur zusammenreissen. Und Sie spüren das Reissen in den Schultern und im Nacken. Sie sagen: nur die Schwächlinge weinen und die aufgestauten Tränen sprengen fast Ihre Köpfe. Oder aber Sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen nur damit Sie mich nicht spüren müssen".
"Óh ja" bestätigte die alte Frau " solche Menschen sind mir schon oft begegnet".
Die Traurigkeit sank noch etwas mehr in sich zusammen." Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei Ihnen bin, können Sie sich selbst begegnen. Ich helfe Ihnen ein Nest zu bauen, um Ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine ganz besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen garnicht das ich Ihnen helfe. Statt dessen schminken Sie sich ein grelles Lachen über die Narben oder Sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterheit zu". Die Traurigkeit schwieg, Ihr weinen war erst schwach, dann stärker und schliesslich total verzweifelt.
Die kleine alte Frau nahm die zusammengekauerte Gestalt in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte die kleine Frau und streichelte das zitternde Bündel!!!
"Weine nur Traurigkeit" flüsterte Sie liebevoll " ruh Dich aus, damit Du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde Dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt".
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt Ihre neue Gefährtin. "Aber- aber, wer bist Du eigentlich?"
" ICH?"
sagte die alte kleine Frau schmunzelnd und dann lächelte Sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.
"ICH BIN DIE HOFFNUNG"
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