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© Foto: www.wikipedia.de, Thomas Wolf
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Wieder wurde ein neuer Marathon-Weltrekord in Berlin gelaufen. Patrick Makau (Kenia) unterbot die Bestmarke von Haile Gebrselassie im direkten Duell um 21 Sekunden auf 2:03:38.
Das Brandenburger Tor ist das Ziel beim 38. Berlin Marathon Dieses Mal nicht für Haile Gebrselassie, denn der Vorjahressieger Patrick Makau dominierte das Duell ab Kilometer 27 und ließ den äthiopischen Konkurrenten mit einer Tempoverschärfung hinter sich. Bis dahin waren beide noch eng zusammen und nach allen Zwischenzeiten auf Weltrekordkurs.
Haile Gebrselassie gab sicher alles, aber auch seine Lieblingsstrecke hatte Tücken bereit, wenn der Gegner so stark lief. Aus welchen Gründen auch immer er das Tempo des jungen Makau nicht halten konnte, nach weiteren 9 km musste er mit Atem- oder auch Magenproblemen das Rennen aufgeben.
Indessen eilte Patrick Makau konkurrenzlos ins Ziel und unterbot zudem in 2:03:38 um 21 Sekunden den Weltrekord von Haile Gebrselassie. Zweiter wurde überraschend sein Landsmann Stephen Chemlany, der als Tempomacher gelaufen war, dann jedoch nicht ausstieg und ins Ziel lief. Der Kenianer war nach 2:07:55 Stunden vor einem weitern Kenianer Edwin Kimaiyo (2:09:50) im Ziel.
Gebrselassie hat nun eins mit den deutschen Topläufern Falk Cierpinski (SG Spergau) und Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) gemeinsam. Er scheiterte an der Olympianorm seines Verbandes für London 2012. In Äthiopien gilt 2:05 Stunden, in Deutschland 2:12 Stunden. Cierpinski gecoacht vom seinem Vater und Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski stieg nach 25 km, Beckmann nach 30 km aus. Gebrselassie dementierte anschliessend Rücktrittsgerüchte und deutete an, seinen nächsten Marathon in Dubai ins Auge zu fassen.
Während im Vorfeld bei den Damen alle von einem Duell der britischen Weltrekordlerin Paula Radcliffe und der Deutschen Irina Mikitenko sprachen. freute sich die Dritte, Florence Kiplagat aus Kenia, die forsch von vorne lief und in 2:19:44 gewann. Paula Radcliffe wählte nach ihrer Babypause ein höheres Anfangstempo als Irina Mikitenko und lag bis nach der Hälfte vor der Deutschen. Zum Schluss aber war Mikitenko in 2:22:18 im Ziel, erst 1 1/2 Minuten danach folgte Paula Radcliffe als Dritte in 2:23:46.
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