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London 2012: DVV-Männer verlieren zum Auftakt - 0:3 gegen RUS

London 2012: DVV-Männer verlieren zum Auftakt - 0:3 gegen RUS
© Foto: FiVB
 

Die DVV-Männer haben das olympische Turnier mit einer Niederlage begonnen: Gegen Gold-Favorit Russland verlor das deutsche Team 0:3 (29-31, 18-25, 17-25) und verpasste damit den erhofften Überraschungs-Coup. Trotz der Abwehr von sechs Satzbällen im ersten Satz war dem Team von Bundestrainer Vital Heynen nicht einmal ein Satz gegönnt. Punktbeste Spieler waren Georg Grozer und Jochen Schöps (jeweils

Startformation GER: Simon Tischer, Georg Grozer, Marcus Böhme, Max Günthör, Marcus Popp, Denis Kaliberda, Markus Steuerwald
Startformation RUS: Alexander Butko, Maxim Mikhaiyov, Alexander Volkov, Dmitry Muserskiy, Taras Khtey, Sergey Tetyukhin, Alexander Obmochaev

Die deutschen Männer hatten sich viel für den ersten Auftritt gegen einen der Goldfavoriten vorgenommen. Der Druck lag beim Gegner, und Team Deutschland nutzte dies zu einem 4:1-Blitzstart. Doch nach und nach übernahm Russland die Kontrolle, vor allem der Aufschlag und Block der "Riesen" drückte dem Spiel den Stempel auf. Die deutsche Angriffsquote war demnach sehr schwach, Deutschlands Top-Angreifer Georg Grozer kam zwar auf zehn Zähler, hatte jedoch eine für ihn unterirdische Quote (knapp über 30%). Dagegen hatte Russlands Super-Star Mikhaylov, der entgegen aller deutscher Hoffnung nach seiner Verletzung doch spielen konnte, einen starken Wert (51%). Dennoch blieb der erste Satz sehr umkämpft, weil der eingewechselte Schöps punktete und das Team um jeden Ball kämpfte. Einen Satzball konnte sich das Team jedoch nicht holen, womöglich hätte ein Satzrückstand den Favoriten ins Grübeln bzw. Wanken gebracht.
Als Satz eins verloren war, hatte der Favorit Rückenwind und gewann nach und nach die Kontrolle über das Spiel. Die DVV-Männer hatten keine Chance mehr.

Ausführlicher Spielbericht
Gute Aufschläge sorgten für einen 4:1-Start aus deutscher Sicht, anschließend packte aber der russische Block mehrmals zu. Bundestrainer Vital Heynen reagierte schnell und führte einen Doppelwechsel (Jochen Schöps/Lukas Kampa für Grozer/Tischer) durch. Das wirkte, die deutsche Mannschaft kam besser in die Partie, ohne jedoch vorerst entscheidend den Rückstand verkürzen zu können. Dann griff aber der Block (Günthör und Kampa je einmal) zu, Schöps servierte ein Ass und glich aus (18-18). Als Kaliberda ein zweites Ass servierte, war erstmals die Führung da (21-20). Das Spiel war nun hochklassig und eng, die Russen übernahmen wieder die Führung und hatten Satzball auf Satzball. Sechs konnten die DVV-Männer nervenstark abwehren, dann war ein Angriff von Schöps um Zentimeter hinter der Grundlinie. Die kurze Schwächephase zu Beginn der Partie gab schließlich den Ausschlag zugunsten der Russen.

Heynen ließ die Mannschaft in der gleichen Aufstellung, die aber gleich wieder in Rückstand geriet (2-5). Heynen nahm eine frühe Auszeit und ermunterte sein Team und beorderte Sebastian Schwarz aufs Feld (für Popp). Aber die Russen dominierten mit Aufschlag und Block, Grozer und Tischer kamen zurück, Böhme verkürzte per Ass (5-9). Der Weltranglisten-2. hatte nach der Satzführung merklich an Sicherheit gewonnen und sorgte vor allem mit den Sprungaufschlägen für immensen Druck. Zwar kam Grozer endlich mal im Angriff zum Zug, den Siegeszug der Russen in diesem zweiten Satz konnte die DVV-Auswahl jedoch nicht aufhalten, im Gegenteil: Zu Ende des Satzes drehte der Favorit nochmals auf.

Mit Popp und ansonsten unveränderter Aufstellung ging es in den dritten Satz. Wieder einmal kommen die Russen besser aus den Startlöchern, aber Blockpunkte von Böhme und Grozer führten zur deutschen Führung (10-9). Kurz zuvor hatte Heynen Schöps für Popp gebracht, um die Angriffswucht zu steigern. Dann jedoch wieder eine Negativ-Serie, die das 11-14 brachte. Popp kam zurück aufs Feld, doch Mittelblocker Volkov sorgte für weitere Punkte im Aufschlag. So war beim 11-16 die Vorentscheidung in diesem Satz und im gesamten Match gefallen. Die DVV-Auswahl hatte nicht schlecht gespielt, aber noch zu viele Hänger in der Partie, um das Weltklasse-Team aus Russland ernsthafter und auf Dauer in Bedrängnis zu bringen.

"Spielfilm"
1. Satz: 4-1, 4-4, 5-9 (Kampa/Schöps für Grozer/Tischer), 6-11, 9-13, 11-14, 12-16, 14-16, 16-18, 18-18, 20-19, 22-20, 23-22 (Dünnes für Popp), 23-23 (Popp zurück), 23-24, 24-25, 25-26, 26-27, 27-28, 28-29, 29-30,
2. Satz: 2-4, 2-5 (Schwarz für Popp), 3-8 (Grozer/Tischer für Kampa/Schöps), 6-10, 8-12, 8-14, 10-14, 11-16, 16-20, 18-24
3. Satz: 2-4, 4-6, 6-7 (Schöps für Popp), 10-9, 11-13, 11-15 (Popp zurück), 13-19, 15-22


Stichwörter: Olympia Olympia, Volleyball Volleyball



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