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(Leichtathletik)
Ein unglaublicher letzter Sprung: Sebastian Bayer mit 8,71m zu Gold und Europarekord.
Die deutsche Mannschaft erlebte am letzten Tag der Leichtathletik-EM regelrecht einen Medaillenregen. Ganz oben stand dabei ein Weitspringer vom Bremer LT. Sebastian Bayer, im ersten Versuch bereits Weltjahresbestleitung, gelang im letzten Sprung, als der Wettkampf bereits entschieden war, der zweibeste Hallensprung, der je von einem Mensch gesetzt wurde. 8,71m bedeuteten gleichzeitig neuer Europarekord. Da ging der Doppelsieg, der von Nils Winter vervollständigt wurde, fast schon unter. Auch er schaffte mit 8,22m eine neue persönliche Bestmarke.
Das zweite Gold errang Ariane Friedrich von der LG Eintracht Frankfurt. Dabei profitierte die erkältete Hochspringerin davon, dass Mitfavoritin Blanka Vlasic aus Kroatien eklatante Anlaufprobleme hatte und ihre mit Abstand schlechteste Saisonleistung ablieferte. Am Ende wurde sie mit 1,92m nur Fünfte. Friedrich hingegen störte das gar nicht, denn sie wurde als einzige 2,01m-Springerin Europameister.
Edelmetall gab es ebenfalls für Sprinterin Verena Sailer. Ihr schlechter Start verbaute die Chancen auf noch bessere Plätze, kann sich am Ende allerdings über Bronze (7,22sec.) nicht beklagen.
Gleiches schaffte auch Alexander Straub. 5,76m im ersten Versuch reichten locker für einen Platz auf dem Podium, das ganz oben Renauld Lavillenie für sich in Anspruch nehmen kann. Straub von der LG Filstal war der einzige deutsche Stabhochspringer im Finale.
Ralf Bartels lag bis zum 6. Versuch auf Rang zwei, ehe der Franzose Niaré mit neuem Landesrekord dem Neubrandenburger diesen noch wegschnappte. Er bezeichnete seine 20,39m aber eher als „Gewinn einer Bronzemedaille, anstatt dem Verlust einer Silnbermedaille.“
Knapp das Treppchen verpasste jedoch Wolfram Müller. In einem sehr engen Rennen machte ihm seine ungünstige Position beim Schlussspurt einen Strich durch die Rechnung. 3:44,95min war seine Zeit, die etwa drei Sekunden langsamer war als die der Qualifikation.
Andre Niklaus zweiter Tag empfand seinen Siebenkampf eher als Enttäuschung. Der Schützling von der LG Nike Berlin landete schließlich auf Rang 5, auch weil sein Stabhochsprung nicht ganz so funktionierte.
Die letzte Veranstaltung aus Turin für die Deutschen war die 4x400m-Männerstaffel. Auch hier Pech, denn 10 Hundertstel trennten Seitz, Goller, Schneider und Rigau von einer Medialle. Die 3:07,14 sind ausbaufähig aber zugleich auch hoffnungsvoll für die diesjährige WM in Berlin.
Insgesamt brachte der letzte Tag 6 Mediallen hervor. (Nachfolgender Bericht)
Quelle Foto: www.spox.com
Johannes Carl (Oberasbach)
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