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(Fussball)
Die zweite Niederlage in Folge, der schlechteste Bayern-Start, seit ich die Bundesliga schaue. Auf einen Satz gebracht: beim Rekordmeister brennt gehörig der Baum und das wird bald auf Klinsmann zurückfallen.
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Unter der Woche nach dem 2:0-Arbeitssieg gegen Nürnberg schien die Welt noch in Ordnung für die Bayern und Jürgen Klinsmann. Doch auf den Sieg folgten gestern die Ernüchterung und das harte Alltagsgeschäft. Mit 0:1 ging man zum zweiten Mal hintereinander als Verlierer vom Platz. Diesmal hieß der Gegner Hannover. Für bayerische Verhältnisse ziemlich peinlich. Allein am Wiesnbier kann es wohl nicht liegen, dass bei den Münchnern derzeit der Wurm drinnen ist!
Mir als Bayern-Fan wird es echt langsam bange, wenn ich mir die Tabelle anschaue. Auf Platz neun befindet sich mein Lieblingsverein. Desolat wenn man mich frägt! Aber die Gründe sind hausgemacht: Zum einen geht mir das ständige Rotieren von Klinsmann ziemlich gegen den Zeiger (gestern spielten auf einmal Breno und Sosa), zum anderen kann man nicht gerade von einem Traumsturm reden, wenn man gegen die zweitschlechteste Abwehr (Hannover), kein einziges Tor erzielt. Über Miroslav Klose will ich in diesem Zusammenhang gar kein Wort verlieren. In der Bundesliga bleibt er ein Schatten seiner selbst. Und Luca Toni ist im Moment auch nicht in der Lage, sein eigentliches Leistungspotenzial abzurufen.
Viel mehr als das laue Lüftchen im Sturm, nervt mich aber, dass Klinsmann ständig seine Anfangself wechselt. Wie soll man da eine Konstanz entwickeln? Ich habe das Gefühl, dass dadurch das Mannschaftsgefüge immer wieder gestört wird, weil immer wieder neue Spieler in den Kader rücken, die viel Unruhe reinbringen. Die Abwehr wird fast wöchentlich ausgetauscht. Die Folge: Zehn Gegentore. Mir scheint, dass sich sogar Stützen wie Martin Demichelis und Philipp Lahm mittlerweile von der allgemeinen Bayern-Krise angesteckt haben. Und da kann man die Klinsmannsche Rotationstaktik nicht von Schuld freisprechen.
Ex-Bayerntrainer Ottmar Hitzfeld so scheint es, verstand es besser zu rotieren. Bei Klinsmann sind es eher Affekthandlungen: Van Bommel gestern zu bringen ist zwar von der Mannschaftshierarchie her logisch, aber nicht leistungsgerecht. Der Niederländer ist außer Form, was man auch gestern wieder sah. Ze Roberto blieb statt seiner auf der Bank.
Ich sehe im Moment wirklich düster für die Zukunft von Jürgen Klinsmann als Bayerntrainer. Wenn er nicht bald die Kurve kriegt und eine Serie hinlegt, dann könnte sein Engagement schneller vorbei sein, als gedacht. Vielleicht sollte er endlich mal ein festes System mit festen Spielern erfinden. Denn im Moment schießt er sich mit seinen Rotationen selbst ins Abseits.
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