|
|
|
Foto: keine Quelle wurde angegeben
|
|
(Schwimmen)
Das Bejubeln guter Plätze ist bei den olympischen Spielen immer seltener geworden! Ist die olympische Mentalität nun endgültig in den Hintergrund gerückt?
Die Schwimmerin aus Simbabwe, Kirsty Coventry, erhält gut 100.000 Dollar für ihre Erfolge bei den olympischen Spielen in Peking. Sie gewann dort eine Gold- und drei Silbermedaillen. Das Geld erhielt sie nun vom umstrittenen Präsidenten des Landes, Robert Mugabe. Sicherlich wird damit ihre außergewöhnliche Leistung verdientermaßen honoriert, doch dabei lässt sich die Frage stellen, ob der Antrieb nach dem Geld mittlerweile das olympische Flair, also dem ´Dabei-sein-ist-alles-Gedanke` verdrängt hat?
Diese Frage lässt sich wohl insbesondere im Gastgeberland China stellen. Etwa 120.000 Dollar versprach man für jede gewonnene Goldmedaille. Diese Zahlen gingen oft durch die Presse, doch eines blieb ungeklärt: das Honorar für einen zweiten oder dritten Platz. Silber oder Bronze, also auf dem Podium neben dem Besten zu stehen, was die Welt zu bieten hat, scheint wohl für viele nichts mehr wert zu sein! Viele warfen diese Mentalität bislang nur den Amerikanern vor, nämlich lediglich Siege, sonst nichts anderes zu respektieren. Doch hat man beim 100m bzw. 200m Finale Walter Dix seine Bronzemedaille bejubeln sehen, ist dieser Vorwurf wohl unbegründet.
Vielmehr ist meiner Meinung nach zu hinterfragen, warum die Volksrepublik China sich über 21 Silber- und 28 Bronzemedaillen nicht erfreuen konnte? Warum werden solch unglaubliche Leistungen als Niederlagen gesehen? Sicherlich wäre es dabei einfach auf die von vornherein zwiespältigen Methoden des Landes zu verweisen. Doch warum freuen sich die Athleten selbst nicht unter den besten Drei auf der Welt zu sein? Natürlich kann man die von Werbung unterlaufenen olympischen Spiele nicht mehr mit Früher vergleichen, aber man sollte sich dann doch vor Augen halten, dass es für einige noch was bedeutet, nur dabei zu sein. Bestes Beispiel hierfür ist für mich Eric Shanteau, der mit Hodenkrebs nach Peking reiste, nur um sich seinen Kindheitstraum zu erfüllen. Jener wurde nun in Atlanta operiert.
Stichwörter:
Kirsty Coventry,
Olympia 2008,
Schwimmen