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(Fussball)
Cool gespielt, cool gefeiert: Den Hertha-Buben gehörte nach dem 2:0-Endspielsieg gegen Werder Bremen die große Bühne des 43. Traditions-
turniers. La-Ola-Welle vor den Eltern, Fototermin mit Pokal. Das volle Siegerprogramm.
Neubrandenburg. Cool gespielt, cool gefeiert: Den Hertha-Buben gehörte nach dem 2:0-Endspielsieg gegen Werder Bremen die große Bühne des 43. Traditionsturniers. La-Ola-Welle vor den Eltern, Fototermin mit Pokal. Das volle Siegerprogramm. Und, die Jungs hatten ein Vorjahres-Versprechen eingelöst. Nach der Finalniederlage 2008 spuckten die Hauptstädter große Töne: „Nächstes Jahr holen wir den Pott!“ Hat super geklappt. Hertha siegte zum zweiten Mal nach 2004.
„Die Berliner haben das einfach gut durchgespielt“, zollte Werder-Trainer Harald Albrecht dem Finalgegner Respekt. Bei seinen Jungs haderte er vor allem mit dem Abschluss: „Auch wir hatten unsere Chancen, aber dann muss man auch mal ein Ding reinmachen. Sonst wirst du eben nur Zweiter.“ Sein Berliner Trainerkollege Zeljko Ristic war einfach zufrieden: „Ich glaube, wir haben dieses Finale ganz souverän gespielt. Mir waren meine Spieler am Schluss fast etwas zu leichtsinnig. Aber nach einer durchwachsenen Vorrunde hat sich das Team ab dem Halbfinale (2:0-Sieg gegen Dortmund d. A.) mächtig gesteigert“, so Ristic.
Die Berliner hatten ihrem Finalgegner besonders eines voraus: ein Sturmduo, das Dampf auf dem Kunstbelag machte. Fritz Engel und Bilal Kamarieh wirbelten die Werder-Deckung ein ums andere Mal durcheinander, und Bilal war es auch, der nach Engel-Vorarbeit das 1:0 erzielte. Am zweiten Tor war Kamarieh dann als Passgeber beteiligt. Yanni Regäsel ließ Werder-Keeper Kevin Kuhfeld keine Chance. Die frühe Vorentscheidung zu Gunsten der Hertha.
„Sechs Tore habe ich im Turnier gemacht, einige vorbereitet – ja, ich bin ganz zufrieden“, meinte Bilal Kamarieh, der von seinem Papa angefeuert wurde, nach dem Abpfiff fast abgeklärt. Sein Trainer Zeljko Ristic weiß, was er an dem Talent hat: „Bilal hat hier sein Potenzial angedeutet, aber er kann noch viel mehr. Das ist ein richtig guter Junge. Und, davon haben wir in Berlin einige“, sagte Ristic, der im Hauptberuf Sozialarbeiter ist, nicht ohne Stolz auf die Jugendabteilung des Vereins.
Werder-Coach Harald Albrecht hatte alle Hände voll zu tun, um seinen Kapitän Christopher Cook nach Ende der Partie zu trösten. Der wollte, wie sein Bruder Daniel-David vor drei Jahren mit Dortmund, den Pott nach Hause nehmen. „Hat leider nicht geklappt. Mein Bruder hat immer so von Neubrandenburg geschwärmt, dass das hier das geilste Turnier sei. Ja, jetzt weiß ich, er hatte Recht. Das war ein Riesenerlebnis, auch ohne Pokal“, meinte „Käpt‘n Cook“, nachdem die Tränen getrocknet waren.
Und sein Trainer, der übrigens seine erste Finalerfahrung machte („Sonst hatte ich hier immer mit den hinteren Platzierungsspielen zu tun.“), wollte nach dem Finale „Honig“ aus der Niederlage saugen: „Hertha war vor einem Jahr Zweiter, hat jetzt den Pokal. Nehmen wir das doch mal als gutes Omen.“
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