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© Foto: getty images
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Trotz einer guten ersten Halbzeit ist die deutsche Handball-Nationalmannschaft im Viertelfinale an Gastgeber Spanien gescheitert. Zur Halbzeit führte Deutschland noch mit 14:12. Am Ende hatten die Spanier allerdings die Nase vorne. 28:24 siegte der Gastgeber.
DHB-Team spielt grandiose erste 30 Minuten
Spanien durfte das Viertelfinale anwerfen, vergab allerdings den ersten Versuch. Besser machte es die deutsche Mannschaft und ging im Gegenzug in Führung. Obwohl das DHB-Team von den 11.000 Zuschauern bei jedem Ballbesitz gnadenlos ausgepfiffen wurde, nutzen sie ihre Chancen und drückten in den ersten Minuten mächtig aufs Tempo. 3:3 stand es nach fünf Minuten. Von Beginn an entwickelte sich ein schneller und technisch anspruchsvoller Schlagabtausch beider Mannschaften.
Besonders der flinke Rechtsaußen der Spanier, Victor Thomas, kam immer wieder frei vor das Tor von Silvio Heinevetter. Dennoch hielten die Deutschen aggressiv dagegen. Nach zehn Minuten stand es 5:5 unentschieden. Dann vergaben die Spanier zwei Chancen, was von der DHB-Auswahl umgehend bestraft wurde: 7:5 nach 13 Minuten.
Die Ausgeglichenheit beider Teams hatte auch nach 20 Minuten weiter Bestand. Mit 9:9 ging es auf die Zielgerade der ersten 30 Minuten. Wie im Vorfeld der Partie befürchtet, entschieden die kroatischen Schiedsrichter in zweifelhaften Situationen mehrmals zu Gunsten des Gastgebers, allerdings führten diese Entscheidungen nur selten zu großen Benachteiligung der DHB-Spieler.
Die Zuschauer merkten spätestens nach 25 Minuten beim Stand von 10:10, dass es kein Selbstläufer für ihr Team werden würde. Die Pfiffe wurden weniger, die anfängliche Euphorie und die Anfeuerung wurde etwas gebremst. Am Ende konnte Deutschland sogar wieder etwas Abstand zwischen sich und die Spanier bringen. Mit 14:12 ging die DHB-Mannschaft in die Kabine.
Zweite Halbzeit – Spanien schnell zurück im Spiel und am Ende deutlich vorne
Kurz vor Ablauf der ersten 30 Minuten erhielt Deutschland eine Zeitstrafe und startete somit in Unterzahl in Halbzeit zwei. Dort leisteten sich die DHB-Spieler zu viele einfache Fehler im Abschluss und gerieten nach wenigen Minuten sogar in Rückstand. Doch Deutschland kämpfte sich nach gut zehn Minuten wieder zurück auf 18:18.
Von hier an war es weiterhin ein wahrer Handball-Krimi der sich vor den Zuschauern in Saragossa abspielte. Zehn Minuten vor Ende beim Stand von 21:21 sind beide Teams immer noch komplett ebenbürtig.
Je mehr es gegen Ende ging, desto besser wurde der spanische Ersatztorwart. Weil die Spanier vorne weiter trafen, geriet Deutschland immer weiter ins Hintertreffen. Auch die Halle merkte, dass der Gastgeber wieder besser ins Spiel fand. Fünf Minuten vor dem Ende lag Deutschland mit 25:21 hinten. Angesichts des Rückstandes wurden die DHB-Spieler immer hektischer und verwarfen viele Bälle.
Wegen des Rückstands ersetzte man im Angriff den Torhüter durch einen zusätzlichen Spieler und machte es es Spaniern dadurch natürlich leichter zu Treffern zu kommen. Am Ende täuschte das Ergebnis mit 28:24 doch sehr über den Spielverlauf hinweg.
Die deutschen Handballer haben dennoch alle Zweifler überzeugt und ein überzeugendes Turnier gespielt. Auch wenn es am Ende nicht zum ganz großen Wurf gereicht hat, können die Spieler stolz auf die Leistung sein.
Slowenien ist Spaniens Gegner im Halbfinale
Zuvor gewann Slowenien sein Viertelfinalspiel gegen Russland mit 28:27 und zog erstmals in ein WM-Halbfinale ein. Nun ist Slowenien der nächste Gegner für Spanien. Das Spiel wird am Freitag um 19:15 Uhr in Barcelona ausgetragen.
Ebenfalls das Halbfinale erreichten die Kroaten. Sie schmissen Weltmeister und Olympiasieger Frankreich mit einem 30:23-Sieg aus dem Turnier. Im letzten Spiel vor dem großen Finale am Sonntag (17:15 Uhr) trifft Kroatien morgen Abend um 21:30 Uhr auf Dänemark, das sich mit 28:26 gegen Ungarn durchsetzen konnte.
Platzierungen 17 bis 24 ausgespielt
Während die ausgeschiedenen Mannschaften der Achtel- und Viertelfinals keine Platzierungsspiele mehr erwarten, wurden im Präsidentencup die Ränge 24 bis 17 ausgespielt. Das sind die Ergebnisse:
Spiel um Platz 23: Chile - Australien 32:23
Spiel um Platz 21: Montenegro - Südkorea 27:30
Spiel um Platz 19: Katar - Saudi-Arabien 30:33
Spiel um Platz 17: Argentinien - Algerien 23:29
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